Das ganz normale Chaos

Wordcamp

Wordcamp Köln – Mein erstes Wordcamp

| 5 Kommentare

Letztes Wochenende fand in Köln das Wordcamp statt. Am Samstag traf man sich in der Humanwissenschaftliche Fakultät der Uni Köln um sich zum Thema WordPress auszutauschen. WordPress ist für alle Unwissenden die Software, auf der dieses und viele andere Blogs laufen. Aber nicht nur Blogs können mit WordPress realisiert werden sondern auch große und komplexe Webseiten und sogar Communities.

Die Sessions kannte ich bereits vorher aber zwischendrin gab es immer mal wieder Änderungen sodass ich nicht alle Sessions sehen konnte, die ich gern gesehen hätte. Viele andere Blogs beschwerten sich darüber, dass es keine Vorstellungsrunde gab und dass die Sessions schon feststanden, aber ich sage einfach mal so heraus, dass ich das gar nicht so schlimm fand. Zum einen gab es über 200 Teilnehmer, weswegen so eine Vorstellungsrunde von der Zeit der Sessions abgegangen wäre und zum anderen konnte man so schon planen, wann man in welchem Raum sein musste.

Da das Wordcamp für Leute von außerhalb sowieso schon viel zu früh angefangen hat (8:30) hätte man kaum noch eher loslegen können. Ich bin zB um 4:30 hier aufgestanden um halbwegs pünktlich in Köln sein zu können.

Die Sessions selbst waren qualitativ sehr unterschiedlich, allerdings lag es einfach daran, dass ich das Gefühl hatte, dass einige Vortragende einfach nicht gewohnt sind, vor vielen fremden Menschen zu reden (immerhin reden wir hier größtenteils von Programmierern).  Herauszunehmen ist hiervon Rechtsanwalt Maximilian Brenner, der eine Session über die rechtlichen Rahmenbedingungen des Bloggens hielt. Er war gut vorbereitet, selbstsicher und ging auch komplexe Fragen mit uns durch, bis jeder verstand was Sache ist. (Auch wenn das hieraus folgende Resultat war, dass wir alle am liebsten unsere Blogs gelöscht hätten um einen Strick-Klub zu gründen)

Ansonsten war ich von der ein oder anderen Session ein wenig enttäuscht, weil die Themenüberschriften mit dem tatsächlichen Inhalt der Session nichts zu tun hatten. Besonders ist mir das bei der Session zur Lokalisierung von WordPress aufgefallen. Der Hauptteil bestand darin, dass der Vorzutragende erzählte, welche Schwierigkeiten es dabei gibt und was er alles schon übersetzt hat. Praktische Ansätze für die Sessionteilnehmer fehlten.

Bei der „Hook me“ Session, die äusserst sympathisch vorgetragen wurde, verstand ich nur ein Drittel von dem was der Vorzutragende erklärte. Vermutlich verstand ich damit ein Drittel mehr, als der Rest des Raums, denn die Session wurde als Anfängersession ausgeschrieben so weit ich das in Erinnerung habe und war schon ziemlich schwierig.

Natürlich gab es bei allen Sessions die Möglichkeit Fragen zu stellen, aber man sollte realistisch bleiben, dass mit dem Umfang einer Stunde keine Programmierkenntnisse vermittelt werden können, wenn keine vorhanden sind.

Nach einem original kölner Dönerteller (yummi und Low Carb) und einer letzten Session schauten sich Gilly und ich Köln ein wenig an. Glücklicherweise war das Wetter wunderbar und die Domplatte lud zum Verweilen ein.

Die Rückfahrt war dann solala. Ich nahm den RE Richtung Hamm um dann dort umzusteigen. Problem: Irgendwo zwischendrin, kurz vor Hamm kam es zu einem Zwischenfall mit Gladbach-Fans. Einige standen am Bahnsteig und pinkelten durch die offene Tür in den Zug. Als der Zugbegleiter sie des Bahnsteigs verwies, stellten sie sich (es waren ungefähr 30 Leute) in den Eingang des Zuges. Dieser konnte natürlich nicht weiterfahren. Trotz fehlender Fahrkarten fuhren sie dann mit, weil der Zugbegleiter der Meinung war, dass es besser wäre sie 2 Stationen mitzunehmen, anstelle eins aufs M**l zu bekommen und evtl nicht weiterfahren zu können.

Mit 10 Minuten Verspätung kamen wir dann in Hamm an und ich bekam ziemlich genervt gerade noch meinen Anschlusszug. In dem warteten allerdings nur noch mehr betrunkene Fußballfans. Diesmal Schalke. Zwar haben sie nicht in den Zug gepinkelt, hatten aber furchbaren Spaß daran, Leute weder in noch aus dem Zug herauszulassen. Ab letztem Wochenende hasse ich offiziell Fußball.

Trotzdem konnte mir die Rückfahrt den Tag nicht ganz verderben, immerhin hatte ich einen schönen Tag in Köln.

Mein Fazit zum Wordcamp fällt neutral aus. Es hat Spaß gemacht. Zwar konnte ich nicht soo viel lernen und mitnehmen, aber trotzdem war es schön andere WordPresser zu treffen und zu sehen, dass dort viel Engagement eingebracht wird. Es war auf jeden Fall nicht mein letztes Wordcamp.

Das könnte dich auch interessieren:

  1. Auf den Weg zum Wordcamp nach Köln
  2. Tiia on Tour – Nächster Halt: Wordcamp
  3. Warum mein Blog WM frei bleibt
  4. BoobsDay, mein persönliches Fazit
  5. Stöckchen: Euer erstes Theme

5 Kommentare

  1. Pingback: /|(;,;)/|

  2. Pingback: TiiaBloggt

  3. Pingback: /|(;,;)/|

  4. Oh du Arme. Besoffene Fußballfans in Zügen sind wirklich schlimm O___o Deswegen hasse ich auch Fußball!

  5. Pingback: 14 Tage Urlaub in einen Tag gepresst – Oder: Hallo Köln, ich mag dich | Das ganz normale Chaos

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: