Das ganz normale Chaos

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Wenn Probleme über den Kopf wachsen – Lösung einfach gemacht

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„Man sieht vor lauter Wald die Bäume nicht“ ist eine passende Beschreibung dafür, dass man Probleme nicht lösen kann, selbst wenn sie eigentlich einfach zu lösen wären. Man weiß nicht wo man anfangen soll. Es überwältigt und dann lähmt es. Aber wie kommt man da dann wieder heraus?

1.Vom Kleinen ins Große – Progressive Abstraktion

Oftmals ist man in Probleme emotional so stark involviert, dass es schwer fällt, zu urteilen. Manchmal hilft es darum, sich von dem Problem zu distanzieren, um besser nach einer Lösung suchen zu können. Beispiel: Man steckt in einer schwierigen Beziehung und ist gefangen zwischen „Ich kann nicht mehr“ und „Ich liebe ihn aber doch.“ Zuerst muss man sich fragen, wovor man Angst hat, was einen also davon abhält, etwas zu unternehmen. Manchmal sind die Gründe nämlich ganz andere als man bewusst denkt. Dann sollte man überlegen wie es wäre, wenn die beste Freundin mit dem Problem zu einem käme und was man ihr dann raten würde. Zu anderen Menschen sind wir meist sehr viel fürsorglicher als zu uns selbst.

2. Vom Großen ins Kleine – Motivierende Zwischenerfolge

Große Aufgaben, die einen langen Zeitraum in Anspruch nehmen, sind oft demotivierend und bringen uns dazu, zu prokrastinieren. Das Problem ist, dass große Aufgaben ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Arbeit erfordern, ohne dass wir ein unmittelbares Erfolgsgefühl bekommen. Daher sollte man sich jede große Aufgabe in kleine Teilaufgaben einteilen, die in wenigen Stunden zu schaffen sind.
Möchte man zum Beispiel seine Garage entrümpeln, dann sagt man nicht „Ich entrümple meine Garage“, sondern „Ich räume das Werkzeug zusammen“ und „Ich hänge die Winterreifen weg“ und „Ich entsorge die Müllsäcke und das Leergut“. Jeder kleine Erfolg ermutigt weiterzumachen.

Wieso ist das so? Wir Menschen streben nach dem positiven Gefühl des Erfolgs. Wenn wir etwas geschafft haben, werden wir nicht nur beflügelt, sondern würden alles dafür tun, diesen Erfolgskick noch einmal zu haben. Kleine Zwischenziele erlauben es, die Motivation durch diese kleinen Erfolge immer wieder anzuheizen. Man blickt so auf die Dinge zurück, die man schon geschafft hat und nicht auf die Dinge, die man noch machen muss.

3. Done-Liste

Ich gebe zu, auch ich bin ein To-Do-Listen Junkie, aber auch To Do Listen können demotivierend sein, wenn sie so lang sind, dass man von den Dingen erschlagen wird, die noch zu tun sind. Besser ist hier eine „Done-Liste“. Auf ihr notiert man immer, was man fertiggestellt hat. Da man die To Do Liste oft nicht als Erinnerung benutzt, sondern um sich selbst unter Druck zu setzen und die zu erledigenden Aufgaben noch einmal festzuhalten, kann man diese häufig ganz weglassen. Die Done-Liste zeigt Erfolge und motiviert. Sie ist die Liste mit den Fleißsternchen, die man aus Kindergarten und Schule kennt.

ich arbeite seit einigen Monaten und Jahren mit diesen Konzepten und fühle mich für das Leben sehr viel gewappneter. Probleme, die jeder im Leben hat, erscheinen auf einmal nicht mehr so groß, sondern schaffbar. Man dämonisiert sie nicht mehr im Kopf, sondern denkt direkt über eine Lösung nach. Vielleicht helfen meine Strategien auch anderen Leuten, die manchmal denken, dass ihr Leben aussichtslos sei, denn das ist es nicht. Man muss manchmal nur einfach einmal den Standpunkt wechseln.

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2 Kommentare

  1. Guten Tag,
    ja, deine Gedanken sind sehr tiefgehend und hilfreich. Es ist eine Diskussion wert, wenn man die guten Vorhaben wirklich umsetzen will. Meistens fehlt es am ursächlichen Willen.
    Für die Erfassung von Problemen hilft mir seit langem eine schnell erstellte Mindmap.

    In einer Mindmap (SimpleMind) können alle die Zwischenschritte ob klein oder groß in eine Konstruktion gefasst werden die das Netz der aktiven Punkte erzeugt die man eigentlich lösen WILL.

    Hier spielt es keine große Rolle ob die Punkte wichtig oder weniger wichtig sind. Es muss auch nichtsgelöst werden was noch nicht dran ist. Die kleinen Erfolge werden sichtbar ohne die „grossen Ziele“ aus den Augen zu verlieren.

    Eine ausschliesslich auf die Aktivitäten ausgerichtete „Liste“ erzeugt Frustration. Ein geschlossenes sichtbares Netzwerk, welches immer erweiterbar oder veränderbar ist erzeugt im Besonderen Freude und Sicht auf die Ziele und stellt die kleinen Erfolge dar. Das motiviert.

    Das Erfassen der Stichpunkte in einer MindMap macht auch den Kopf frei. Alles erkannte Wichtige und Unwichtige ist erfasst und muss nicht immer wieder neu durchdacht werden.

    Natürlich sind die erledigten Stichworte gekennzeichnet und geben einen ständigen Überblick über das Erreichte und das noch zu Schaffende. Das macht wirklich Freude.

    Nun, das sind meine Erfahrungen und ich geben sie gerne weiter…

    Viel Spaß und Erfolg weiterhin…
    Norbert @norberttwit

  2. Ganz kurz: Danke.

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