Das ganz normale Chaos

Welchen Weg schlagen die Privatblogs ein?

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Ich bekenne mich ja dazu, dass ich größtenteils Privatblogs lese. So mancher mag den Kopf schütteln, aber mich interessieren die Gedanken und Erlebnisse von Menschen wie du und ich mehr als Blogs, die sich als Newsticker für die Nachrichten von gestern verstehen.

I'm blogging this Autoren von Privatblogs haben ja die große Schwierigkeit, wie sie mit der Selbstzensur umgehen. So wenig wie nötig aber so viel wie möglich von sich preiszugeben ist ein schmaler Grat, den jeder so gerade schafft zu überwandern. Diejenigen, die es nicht schaffen sind auf der einen Seite entweder unpersönlich oder langweilig oder auf der anderen Seite zu offenherzig. Das Mittelmaß zu finden ist hier der beste Weg. Nur was ist Mittelmaß?

Wenn ich in diesen Tagen in meinen Feed schaue, so finde ich derzeit Massen von Werbebeiträgen für einen T-Shirtversand. Nicht in einem Blog sondern anscheinend in allen Blogs (nein, keine Angst. Ich will und brauch kein T-Shirt). Zwischen den T-Shirtbeiträgen finden sich diverse Fotobücherartikel begleitet von zigtausend Gewinnspielen usw. (Gleiches beobachte ich auch bei Twitter und überlege wie ich damit umgehen soll.)

Versteht das bitte nicht falsch. Auch ich habe bereits Produkttests gemacht (als letztes die Tassimo) und einige mögen das auch bereits als Werbung verstehen, aber es kommt immer darauf an, in welchem Verhältnis so Beiträge zum restlichen Content stehen.

So Wochen wie diese sind immer wieder Situationen, in denen ich mich frage, wohin die deutschen Privatblogs driften und ob sie zu Plattformen diverser Internethändler verkommen.  Ob der Trend irgendwann einmal vorbei geht, kann ich nicht sagen, aber ich hoffe, dass er zumindest etwas zurückgeht, denn das Schönste ist es doch, wenn man sich als Blog im Feedreader unersetzlich macht und nicht den gleichen Kram schreibt, wie schon zig andere vorher.

Der Blogbeitrag darf als Gedanke von mir aufgefasst werden. Vielleicht auch als Gedankenanstoß für andere Blogger. Gern aber als Diskussionsgrundlage.

Fotoquelle: http://www.flickr.com/photos/antigone/ / CC BY 2.0

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  4. Ich glaube vielen ist einfach der tatsächliche Wert eines Backlinks nicht wert. Ich verlange bei mir beispielsweise 200€/Jahr für einen Link. Wenn ich sehe, dass die Leute jetzt für ein T-Shirt im Wert von 15€ (für den Versender vermutlich eher 3€) massenweise auf den Shop verlinken muss ich schon den Kopf schütteln, billiger kommt man nicht an Backlinks.

    Auf der anderen Seite ist das Blog für viele halt die einzige Möglichkeit mal irgend ein Produkt kostenlos abzugrasen.

    Generell finde ich sowas ok, wenn das eben nicht Überhand nimmt. Solange es nicht öfter als 1x die Woche pro Blog vorkommt, ist es mir eigentlich egal.

  5. das mit den ads ist mir auch aufgefallen, hatte screenshots gemacht um mich aufzuregen und dann vergessen es hochzuladen – allerdings habe ich kaum privatblogs abonniert – die ads tauchen in tech-blogs auf, wie die da rein kommen weiß ich nicht. warscheinlich weil die betreiber versuchen geld zu machen.

    bei twitter meinst du die neuen ads die twitter auf der website einbindet?

    • Bei Twitter meinte ich eher die unglaublich vielen „Gewinne ein iPad“ Tweets, die man täglich zu duzenden bekommt. Da ist man wirklich geneigt, mal eher den unfollow Knopf zu drücken.
      Aber das sind ja nicht die einzigen Gewinnspieltweets. Das hat in letzter Zeit so Überhand genommen, dass ich das Gefühl habe, mache Leute sind nur noch deswegen angemeldet.

  6. Gerade bei einigen Twitter Usern ist mir das so übel aufgestoßen, dass ich sie entfolgt habe trotz gemeinsamer Interessen.

    Ich finde es ok wenn man ein Gewinnspiel auf seinem Blog macht, aber muss man das 10 mal am Tag bei Twitter kundtun? Ich denke nicht, besonders nicht wenn sonst kaum anderer Content kommt.

    • Auch das sehe ich genauso. Aber bei Twitter fällt es mir auch irgendwie leichter, Leute zu kicken, als aus dem Reader. Bei Twitter kommen genug nach. Meinen Reader kann ich äußserst selten mit neuen Blogs füttern.

  7. Diese Woche ist wohl auch ein extrem Beispiel. Bei T-Shirts, die 3DSupply gerade raushaut, ohne Bewerbung für Trigami etc. da machen halt viele mit. Ich auch, aber solang einer nicht nur solche Posts hat, find ich nichts verwerfliches dran.

    Man steckt ja auch viel Zeit und Aufwand und noch ein bisschen Geld rein, wieso sollte man nicht ab un zu mal was abgreifen, wenn man wirklich nur 3 Zeilen mit 2 Links posten muss.

    Bei Twitter, ja da merk ich eig nur, wenn zB Citydeals ein geiles Angebot hat. Und wenns 20 Euro Gutscheine für PosterXXL für nur 3 Euro gibt, dann freu ich mich doch. Fotos bestell ich nämlich regelmässig und wenn ich dann 85% spar, ist doch toll. 😉

  8. In Privatblogs steckt oft so viel Arbeit drin, da finde ich das okay. Vor allem finde ich einen Werbeartikel ab und zu angenehmer, als aufdringliche Werbung auf der Seite.

  9. Ich find das überhaupt nicht schlimm. Das geht ja wieder vorbei. Und zumindest in meinem Feedreader ist es nicht das einzige was es zu lesen gibt 😀 Mein Blog ist noch so klein, das ich es mir nicht leisten kann mehr für werbung zu verlangen. Für mich ist ein Gratis Shirt ein super Lohn 😛

    • Es geht vorbei, klar. Aber dann kommt schon der nächste Ansturm. Ich beobachte das ja nicht erst seit dieser Woche, sondern eigentlich schon, seit ich Blogs verfolge und ich finde, dass das extrem zugenommen hat.

  10. Ich geb zu, ich möchte lieber aufdringliche Werbung auf der Seite, als solche Beiträge, denn die aufdringliche Werbung auf der Seite sehe ich im Feedreader nicht 😉

  11. Ich habe auch bei der Aktion mit dem T-Shirt mitgemacht. Sowas mache ich nicht allzu oft und finde diese ganzen Gewinnspiel-Promotions usw. auch eher nervig.

    Aber ich denke hier ist wie meistens Fingerspitzengefühl gefragt. Ich habe hier z.B. nur mitgemacht, weil ich ein spezielles T-Shirt klasse fand und es zu mir paßt („Grillgott“). Genauso habe ich einmal eine „Mein Blog pflanzt einen Baum“-Aktion unterstützt. Oder das Start-Up einer Bekannten.

    Worauf ich hinaus will: Wenn ich hinter einer Aktion stehe und/oder mich damit identifizieren kann finde ich den Beitrag als Teil meiner persönlichen Darstellung OK. Als Selbstzweck, um hier und da nochmal was für lau abzuziehen finde ich es nervend

    • Ich habe grad mal im Reader nachgeschaut. Es waren so far wirklich 30 Beiträge dieser Art und irgendwie gebe ich zu, dass mich ab einer bestimmten Anzahl von Artikel in dem einen gleichen Stil die Intention des Autors nicht mehr wirklich interessiert und ich einfach nur noch angenervt bin. Nur steh ich vor dem Problem, dass ich ja nicht alle aus meinem Reader werfen kann.
      Dann muss ich es wohl still ertragen 😉

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  13. Ich sehe Werbung auch auf der Seite nicht, adblock sei dank. Ich fühle mich hier auch nur bedingt angesprochen, zwar habe ich bei dem Shirt-Ding mitgemacht, aber sonst findet man außer den 2-3 Trigami Posts pro Jahr nichts dergleichen.

    Und klar sind Backlinks mehr wert, weiß ich auch. Aber mich kostet das ja nix und ich verliere dadurch auch nichts, also warum sollte ich das nicht machen? Mir zahlt leider sonst niemand was für Werbung o.ä. auf meinem Blog 🙂

  14. Ich versuche meinen Blog schon so Privat wie möglich zu halten, deswegen habe ich auch zwei. Einen Privaten und einen Arbeitsblog. Der Arbeitsblog liegt derzeit ziemlich brach, aber im Privaten geht es schon zu 90 Prozent um mich und meine Gedanken. Sicher mache ich hier und da auch mal ein wenig Werbung, aber das ist halt um die Kosten zu decken, nicht um wirklich Gewinne einzufahren.

    Ich hoffe jedenfalls das mein Blog zu rüberkommt, wie ich es gerne hätte…..l.

  15. Könnte auch an der Pseudo-Pflicht liegen, dass man unbedingt etwas bloggen will.
    Wenn man aber keine Ahnung hat was, dann kommt so eine „Aktion“ wie gerufen.
    Was immer gilt, gilt auch für Blog-Artikel: Weniger ist mehr!

  16. Es kommt halt wirklich auf die Menge der entsprechenden Blogeinträge. Hin und wieder landet auch bei mir eine Trigami Aktion oder ein „Shirt“ Beitrag im Blog. Das nehme ich mir einfach raus, weil es ist ja mein Blog und das gehört einfach mit zu meinem Themenmix.

    Andererseits verstehe ich sehr wohl, dass man leicht von solchem Overkill überrannt wird. Das ist auch der Grund, warum ich meine Blogeinträge nicht generell per Twitter verkünden lasse, sondern nur ausgewählte dort mitteile.

  17. Ich finde, da kann man keine allgemeingültige Regel aufstellen, sondern muss jeden Blog einzeln betrachten. Ich habe nichts dagegen, wenn jemand gelegentlich einen Trigami-Artikel schreibt, Werbebanner auf dem Blog hat oder dergleichen – aber alles in Maßen.

    Wenn ein Blog nur noch dazu verkommt, möglichst viel Kohle und Goodies abzugreifen, dann wird er für mich langweilig und aus dem Reader gelöscht. Dazu gehören z.B. auch die penetranten Hinweise auf Gewinnspiele oder ständige „Produkttests“ für irgendwelche Werbe-Communities. Ich interessiere mich nun mal nicht für iPod Verlosungen und welcher tolle neue Raumduft fürs Klo grade herausgekommen ist.

    Meinen eigenen Blog versuche ich weitgehend werbefrei zu halten. Bei der T-Shirt-Aktion habe ich dennoch mitgemacht, ganz einfach, weil ich das Shirt, welches ich bestellt habe, ansonsten gekauft hätte. Aber wenn ich mir das Geld sparen kann, dann mache ich das.

    Ich finde es aber auch sehr putzig, was da abgeht, vor allem wenn ich mir die Diskussion drüben bei Cashy durchlese, der einen Trigami-Artikel schreibt und seine Leser beschwören prompt den Untergang des Abendlandes.

    Ich denke, wenn man als Blogger ernstgenommen werden will, dann muss man schon sehr aufpassen, nicht zur Werbe-Hure zu verkommen. 😉

    • Ich muss tatsächlich sagen, dass mich Trigami Beiträge gar nicht mal so stören, weil sie eindeutig als Werbung gekennzeichnet werden und es bei Trigami dazu auch noch eine Regelung bezüglich der Häufigkeit der Beiträge gibt. Dazu kommt, dass ich es wirklich sehr selten erlebe, dass ich mehr als 2 gleiche Artikel zu einem Trigami Angebot in meinem Feedreader finde. Ich glaube auch das T-Shirt Gewinnspiel wäre mir nicht dermaßen auf die Nerven gegangen, wenns nicht jeder mitgemacht hätte. (Und just habe ich nun auch Artikel 31 dazu in meinem Feedreader) Stell dir vor du erhälst 31 Mal innerhalb kürzester Zeit die gleiche Werbung. Wie würdest du das nennen? Ich nenne es Spam 😉

      (Übrigens die Diskussion beim Caschy fand ich putzig)

  18. Ich hab das auch schon beobachtet, das auf immer mehr Blogs solche Werbungsartikel erscheinen. Ich selbst habe mal bei zwei, drei solchen Aktionen mitgemacht die für Fotobücher oder eine Internetplattform geworben haben und finde es okay wenn ab und zu mal so ein Artikel erscheint. Dieses Ab und zu sollte allerdings nicht täglich sein.

    In meinem Feed-Leser tummeln sich gott sei Dank vorrangig Bücher-Blogs in denen es meistens Infos zu Büchern und Veranstaltungen zu lesen gibt.

    LG Bella

  19. Das sind ja immer nur so Phasen, wie bei dieser Shirt Aktion. Eine Schwemme an Beiträgen die dieses haben wollen und nach dem durchscrollen der Artikel im Reader ist es auch schon wieder vorbei.

    Solange nicht nur Stöckchen, Paraden und Gewinnspiele stattfinden in den Blogs ist es nicht weiter tragisch, finde ich.

    Ich finde, man muss die Blogs auch nicht ganz so wichtig nehmen und wenn jemand ein Shirt will ist es auch egal, mir zu mindestens.

    Diese Gewinnspiel, was auch immer Backlinkbeiträge überlese ich meistens ebenso wie die ganzen Hunde, Katzen, Geburtstags und Einschulungs-Abschluss Beiträge in den privaten Blogs.

    Rein private Blogs die kaum mir einen Mehrwert bieten sind eh draussen, die Mischung muss für mich stimmen.

    Die Hälfte der Webseiten in meinem Reader sind Informationsquellen für Beiträge im biotechpunk und der Rest ist Unterhaltung für mich.

    Wenn da jemand mal ein Gewinnspiel, oder Werbung bringt ist das nicht weiter tragisch.
    Aber wenn man sich die Blogroll im Bloggeramt mal ansieht scheint es so zu sein als würden nur noch solche Blogs exestieren, früher, vor nicht so langer Zeit waren hier viel mehr richtige Blogs vertreten und nicht nur welche die Werbung und Produkte an den Leser bringen wollen.

    • Ich muss sagen, dass ich schon finde, dass private Blogs einen Mehrwert haben können. Wäre es nicht so, würde ich keins führen. Ich bin interessiert an den Menschen hinter den Artikeln, was sie erleben, was sie denken. Ich liebe es genauso, mit Menschen persönliche intensive Gespräche darüber zu führen was sie denken und das über den reinen sachlichen Informationsaustausch hinaus.
      Biotechpunk ist, wenn ich überlege, auch das einzige Blog in meinem Reader, welches nicht privat ist. Für alle anderen Dinge greife ich zur Informationsbeschaffung als letztes auf Blogs zurück. Blogs ziehe ich nur dann hinzu wenn ich eine persönliche Einschätzung zu etwas lesen möchte.

      • Klar haben sie einen gewissen Mehrwert, doch interessieren mich Tiere zum Beispiel nicht so sehr. Habe zwar diese, bringe auch teilweise private Sachen im tonnendreher, oder angeschnitten private, doch überlese ich sehr viel im Reader einfach und nur wenn das Thema, im privaten wie Themenblog passend ist bleibe ich und lese und kommentiere.

        Der biotechpunk ist soweit privat das ich mir die Sachen die ich vorstelle entweder selber gut finde, oder aber mich wenigstens damit beschäftige.

        Nur wenn ich die Meldung selber lesen würde schreibe ich sie auch, das wäre dann dort der persönliche einschlag und bei den Reviews gibt es Meinungen zur Musik.

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  21. Ich lese auch gerne Blogs mit persönlichem und privaten Inhalt, da gerade da etwas hervor kommt, dass sonst von der Person eines „Newstickers“ verborgen bleibt… klar…

    Zur Sache mit dem T-Shirt. Ich denke es ist egal, ob man Produkte testet und darüber bloggt, ein T-Shirt geschickt bekommt, für Worte generell bezahlt wird oder was auch immer. Ob der Backlink zu günstig verteilt wird oder nicht… wen kümmert das schon… das ist ja der Schaden der jeweiligen Person. Genauso wie ich keine Kaffeemaschine oder so testen will und werde, so holen sich hier manche kein T-Shirt.
    Das bei über 500 gezählten Teilnehmern dieser T-Shirt-Aktion die Reader voll sind ist ja klar… aber: Wo ist das Problem? Ich sehe da keines… das ist eine Welle… die dauert wenige Tage… dann ist es wieder vorbei… da mache ich mir keinen Kopf.

    Solang ein Blog nicht vor Gewinnspielen, Test-Berichten und „Ich will jetzt ein Schoko-Kondom“ wimmelt… ist es doch scheißegal xD.

  22. Ich kann einerseits gut verstehen, dass es dir auf den Nerv gegangen ist, andererseits find ich aber auch, dass es auf die individuelle Dosis eines Blogs ankommt. So hab ich 2 Blogger in meiner Linkliste, die einen extra Blog für Gewinnspiele eingerichtet haben, damit ihr Hauptblog davon „frei“ bleibt. Das macht aber nur dann Sinn, wenn man an vielen Dingen teil nimmt, aber es wird mumpitz, wenn man als Blogger nur ab und zu mal bei sowas mitmacht.
    Ich hab auch bei den T-Shirts mitgemacht, grade eben, weil mir der kleine Artikel nicht weh tut und ich das Shirt gut fand. Aber ich übertreib es nicht, denn mich hat es schon bei dieser „Award-Welle“ genervt, so dass ich irgendwann gesagt hab, das ich keine mehr annehmen werde.
    Ja, in dem Punkt hast du Recht, wenn es auf 1 (!!) Blog überhand nimmt, dann geh ich irgendwann da auch nicht mehr hin, aber abzuwägen ob man Leute aus dem Reader wirft, nur weil grade 100 Blogs gleichzeitig bei einer Aktion mitmachen, find ich dann doch etwas zu hart.
    Wenn man überlegt, dass bei manchen Projekten über 300 Blogger mitmachen und man würde die alle aus dem Feed werfen, nur weil einem das Projekt nicht gefällt, dann könnte man sich mit dem Rauswerfen den ganzen Tag beschäftigen 😉

    • Es ist ja nicht so als wäre das Ganze schon vorbei. Noch kommen täglich immer noch Blogposts rein, die das Thema betreffen, dazu kommen bald die „Juhu ich bekomme ein T-Shirt“ Posts und zusätzlich die „Juhu mein T-Shirt ist angekommen“ Posts. Ich freu mich schon fast -.-
      Das mit den T-Shirts war jetzt nur ein stellvertretendes Beispiel für diese ganze Gewinnspiel-Kultur, die sich derzeit durch die Blogs zieht, wo ich mich frage, wie auch oben in der Überschrift „Welchen Weg schlagen die privaten Blogs ein?“ und werden sie letztendlich einfach nur Litfaßsäulen für irgendwelche Shops die es sich so sparen in aufwändige (gute) Werbung zu investieren?

  23. Pingback: Fairer Deal: Shirt gegen Link - Kawonga oder was...?

  24. Das mit der Shirt Aktion war mal eine Welle. Na klar nervt es irgendwann, wenn man davon dreißig oder mehr Posts damit bekommt, aber ich finde es auch nicht besonders schlimm, weil ich jedem der so ein Shirt will auch es gönne. Ich habe nicht mitgemacht, weil ich einfach keine Shirts mehr brauche. Ausserdem fand ich den Link wirklich etwas günstig.
    Das mit den Trigami Aktionen überschneitet sich auch öfters mal, weil die Aktionen zeitgleich ausgeschrieben werden. Da ist es schwierig die Posts zu zeitversetzt zu schreiben, damit des dem geneigten Feedreader nicht auffällt.
    Ich finde es nicht verwerflich, wenn man für seine Harte Arbeit, die man in den Blog steck, dass noch vermarktet. Wenn das Gleichgewicht zwischen normalen Posts und Werbeposts ausgeglichen ist, dann ist es in Ordnung. Sollte aber nur noch Werbung gepostet werden, dann fliegt er schnell aus meinem Feedreader. Aber jeder der seinen Blog vermarktet weiß, dass man nicht übertreiben darf, weil sonst eben die Leser weglaufen, die Zugriffszahlen einbrechen und dadurch dann am Ende auch die Werbeeinnahmen wegfallen.
    Wieso dir die Entwicklung mit zu viel Commerz vielleicht aktuell so auffällig ist liegt daran, dass viele Blogbetreiber die Anzahl der Artikel sehr gedrosselt haben und kaum noch privates schreiben.
    Ich sehe das ganze recht locker und ich habe da keine Bedenken, dass die Blogosphäre in die falsche Richtung läuft.
    vg Thomas

    • Da magst du recht haben, dass es eine subjektive Empfindung meinerseits ist. Und dass sich das Verhältnis von privatem Content in privaten Blogs mehr zu Werbecontent verschoben hat. Aber ich glaube das ist genau die Gefahr. Werbecontent lässt sich leicht generieren. Blogartikel müssen allerdings „aufwändiger“ geschrieben und überlegt werden und da kann man schnell die Lust verlieren, und einem Werbeeintrag den Vorrang geben, weils einfacher ist.
      Nur wenn man an dem Punkt angekommen ist, sollte man sein Bloggen vielleicht generell überdenken.

  25. also am allernervigsten finde ich wenn man sich Themen aus dem Fernsehen zu eigen macht und dann gross und breit drüber schreibt, ne Meinung dazu vertritt die man sofort wieder revidiert aber hauptsache man hat was „wichtiges“ abgelassen. Also …nee da könnt ich echt die Wände hochgehen…..Bxzeitung is da nix gegen!
    aber nu gut …wenn man sonst nix zu sagen hat ne!

    • Andererseits musst du das auch so sehen, dass es vielleicht Leute gibt, die erleben nichts anderes als das. Das sehe ich häufig auch auf Twitter. Gerade wenn das Abendprogramm startet und GNTM oder DSDS läuft/lief, dann wars fast unerträglich, die Tweets zu lesen, wenn man selbst diese Sendungen gar nicht schauen will.
      Für diese Leute nehmen zu dem Zeitpunkt genau die Sendungen einen so hohen Stellenwert ein, dass sie darüber berichten müssen.
      Klar, meins isses auch nicht und das hab ich ja oben schon geschrieben „Blogs, die sich als Newsticker für die Nachrichten von gestern verstehen.“ Ich gehe hier auch selten auf aktuelle Ereignisse ein, weil ich der Meinung bin, das können 1. andere viel besser und 2. soll dieses Blog mit seinen Einträgen auch noch später interessant sein. Und was ist uninteressanter als die Nachrichten vom Vortag?

  26. Als stiller Mitleser beiß ich mich jetzt einfach mal an dieser Shirtaktion fest,und muss dazu etwas was loswerden.
    Die Aktion ging von einem hier lokalen Shop aus -mein Freund ist dort Programmierer,ich selbst arbeite für die ab und an mal..kenne also die Leute stellenweise- was völlig legitim ist meiner Meinung nach.
    Natürlich nervt es wenn man ewig Schleichwerbung für irgendwelche Shops,Versandhändler,Produkte (bei Produkttests etc.) in den eigentlich privaten Blogs hat (geht mir nicht anders wo ich selbst auch private Blogs bevorzuge) Aber andersherum hab ich persönlich auch gern mit einem Posting auf die Aktion aufmerksam gemacht,weil ich die Meinung vertrete das gerad die kleinen,lokalen Betriebe/Läden (sofern denn qualitativ gut) Unterstützung verdienen. Was nicht heißt das man zwangsläufig einen Blog zu einer Werbeplattform verkommen lässt.
    Letzteres ist halt leider zu oft der Fall wo ich auch das RSS-Abo dann lösche und nicht mehr lese.
    Aber letztendlich muss jeder privater Blogbetreiber das selbst wissen ob er Werbung für irgendwas macht oder nicht.
    Wie gesagt,ich find´s eher abschreckend/nervig wenn ewig von irgendwelchen Produkttests,Kaufaktionen o.ä die Rede ist.

    • Schön, dass das Thema schafft, dass sich auch stille Mitleser zu Wort melden 🙂
      Wo zieht man den Strich bei Werbung? Klar, Trigami und Co. sind klar Werbung. Werden ja auch als solche ausgegeben. Gewinnspiele sind auch Werbung. Es steht zwar nicht dran, aber es ist Werbung, meist auch mit Keyword-Linking.
      Dass die Shirtaktion sicher nicht böse gemeint war, ist mir klar 😉 Aber dass sie (und zwar nicht nur bei mir) manchen Leuten ziemlich auf den Senkel gegangen ist, ist genauso verständlich. Ich kann und will niemandem vorschreiben, was er in seinem Blog zu tun und zu sagen hat, aber genauso kann ich auch hier sagen, wenn mich etwas nervt. Und diese Aktion hat mich in den letzten Tagen tierisch genervt und zwar weil praktisch der Höhepunkt dessen war, was sich die ganzen Monate und Wochen abzeichnete. Manchen Bloggern geht es nur noch darum, kostenloses abzustauben und viele vergessen, dass hinter einem Blog auch noch Leser stehen, die diesen vielleicht sogar abonniert haben, weil sie ihn gern lesen und dann auf einmal eine Gewinnspielwüste vorfinden. Das ist eine Entwicklung, die mir nur zeigt, dass private Blogs auf dem Weg sind, ihre Eigenständigkeit und ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren, weil zwischen den Werbeeinträgen meist nicht mehr viel sinnvolles kommt.

      • Den Strich bei Werbung zu ziehen ist sicherlich nicht einfach. Man sollte einfach überlegen, dass Werbung deine Glaubwürdigkeit als Blogger untergraben kann, wenn deine Leser feststellen, dass es dir einfach nur darum geht, möglichst viel kostenlosen Plunder abzugreifen.

        Auf der anderen Seite gibt es auch Werbung und Tests, die durchaus sinnvoll sein können. Ich habe kürzlich z.B. einen Gutschein für einen Testeinkauf bei einem Shop zur Verfügung gestellt bekommen. Dort gibt es im Wesentlichen Haushaltswaren der qualitativ und preislich hochwertigen Sorte. Das ist nicht nur für mich interessant (ich ersetze nach und nach mein Küchenzubehör durch hochwertigere Dinge) sondern wie ich weiß auch für diverse Leute die bei mir mitlesen. Als gelernte Kauffrau bin ich außerdem in der Lage, einen Shop professionell zu bewerten. Ich habe deswegen den Gutschein gerne angenommen, in der Hoffnung, dass dieser Artikel nicht nur mir, sondern auch meinen Lesern einen Mehrwert bringt.

        Das meinte ich mit abwägen. Es geht ja nicht nur drum, möglichst viel Geschenke zu bekommen und / oder unters Volk zu schmeissen.

  27. Pingback: Kategorien aus dem Feed ausschließen und Feedleser vor Werbung verschonen - Das ganz normale Chaos

  28. Also ich finde zwischen Werbung und Produkttest besteht ein Riesenunterschied. Denn man könnte das Produkt ja auch scheisse finden und das dann bloggen. Mich nervt die ganze Werbung inzwischen auch gewaltig, gestern im Blogverzeichnis waren 3 neue „richtige“ Blogs und 27 Werbeblogs.. örgs

    • Stell dir einen Produkttest vor bei dem nicht die Meinung des Schreibers sondern die Meinung der Firma vertreten wird. Wäre das dann schon Werbung?
      Viele „Produkttests“ die ich mir durchlese scheinen völlig unwertend und meinungsfrei zu sein und oft habe ich das Gefühl, Firmen wollen gar keine Meinungen zu einem Artikel, sondern einfach nur schöne Berichte über ihre Artikel.
      Ich würde Produkttests nicht unbedingt in die „Nicht Werbung“ Schiene packen, sondern schon nen Unterschied machen, wie sie verfasst werden.

    • Wenn Du bei solchen Produkttest-Communities bloggst, dass Du das Produkt nicht gut findest, wirst Du feststellen, dass Du mysteriöserweise keine weiteren Einladungen erhältst.
      Been there, done that, got the T-shirt. (auwei, ich hab das T-Wort gesagt…)

  29. Es ist sicher eine Frage der Abonnements, die du hast. Ich hab ganz wenige, und daher nur einmal einen Artikel über Shirts gelesen. Nervig würde ich es finden, wenn auf einmal meine wenigen Abbos plötzlich alle Werbung machen würden 🙂

    Und in gewisser Weise hast du jetzt ja auch irgendwie Werbung gemacht, weil du es erwähntest 😉

  30. Warum lasst ihr die Leute nicht einfach das tun was sie für ihr eigenes Blog am besten finden?

    • Was anderes mache ich ja auch gar nicht. Aber genauso halte ich das hier ein meinem Blog. Wenn mir was auffällt schreibe ich darüber.
      Ich schreibe niemandem vor, wie er zu bloggen hat, aber das macht mich nicht zu einem meinungslosen Menschen. Wenn ich zu etwas eine Meinung habe, dann mache ich diese kund. Ob man sich von der Meinung was annimmt oder nicht, entscheidet dann jeder für sich selbst, aber ich nehme mir nicht die Dreistigkeit heraus, jemandem vorschreiben zu wollen, was er zu tun hat.

  31. Ich halte meinen Blog auch eher privat.
    Es kommt immer auf die Dosis an. Wenn eine gesunde Mischung auf den verschienen abonnierten Blogs herscht ist es mir egal. Wenn nur mehr über Gewinnspiele usw. gebloggt wird, dann fliegt er aus meinem Reader.

    Ui, dein neues Design kann ich noch nicht. Daumen hoch 😉

    • Ich denke grad im Feedreader verschwimmen die Grenzen zwischen den Blogs häufig. Ich muss sagen, dass ich, wenn ich durch den Reader gehe, nicht auf den Namen der Blogs sondern rein auf die Themen achte. Danach wähle ich auch aus wo ich kommentiere. Da passiert es mehr als einmal dass ich dachte „Huch hier bin ich also gelandet“ 😉
      Freut mich, dass dir das Design gefällt 🙂

  32. Wir veranstalten bei uns im Blog auch regelmäßig Gewinnspiele. Aber es muss immer zum Thema Hamster oder zumindest Haustier passen. Wir sind auch ehrlich, dass Gewinnspiele – neben den vielen netten Kontakten zu Online-Shops und Herstellern von Hamsterzubehör – ordentlich Besucher und neue Leser bringen.
    Trotzdem finden auch wir es wichtig, dass die Mischung stimmt. Würden die Gewinnspiele nicht so gut ankommen, gäbe es sie bei uns auch nicht.
    Wir lesen nicht nur Privatblogs. Bei Katrin landen Architekturblogs, bei mir Blogs über Fotografie, Webtechnologien, News, Lustiges & Co. im FeedReader. Wenn mir dann aber trotz der großen thematischen Durchmischung meines FeedReaders bei jedem 2. Post (etwas übertrieben) ein T-Shirt erscheint, ist das beim ersten Post noch interessant, dann aber schnell nicht mehr…
    Gilly hat schon Recht, wenn er meint, dass sich die Blogs dadurch völlig unter Wert verkaufen. Vor allem dann, wenn man durch zuviele Tests, Gewinnspiele und Aktionen irgendwann seine Leser verliert.
    Meine subjektive Meinung 😉

  33. Pingback: Links zum Thema Bloggen, Teil 2 « LeseLustFrust

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