Das ganz normale Chaos

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Warum es gut ist, dass Peter Capaldi „der neue Doctor Who“ ist [Kommentar]

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Als gestern die Entscheidung bekannt gegeben wurde, dass Peter Capaldi der neue Darsteller von Doctor Who sein würde, wurde einmal mehr wieder ein Fass aufgemacht, wieso man sich für einen Mann und nicht für eine Frau entschieden hat. Diese Stimmen habe ich größtenteils aus den deutschen Netzwerken aufgefangen. Aus den Britschen kaum. Dort wurde Capaldi größtenteils sehr euphorisch gefeiert.

Im Metro-Blog hat Dan Wilson einen Kommentar dazu geschrieben, wieso er froh ist, dass der neue Darsteller keine Frau ist. Und so sexistisch wie die Überschrift scheinen mag, so gut ist seine Begründung. Da es im Internet ja mittlerweile aber leider zum Standard geworden ist, männliche Meinungen zu dem Thema auszublenden, gebe ich auch noch mal meinen weiblichen Senf dazu, denn ich stimme Dan Wilson zu.

Es ist wichtig, dass wir Männer in Rollen wie Doctor Who sehen, weil sie uns ein ganz anderes Männerbild vermitteln als ein Großteil der Serien und Filme heutzutage: Witzig, sensibel, pazifistisch und manchmal ein bisschen schusselig. Eine neue Generation der „Doctor Who“-Fans wächst heran und wurde vielleicht auch durch die vorherigen Zuschauer angelockt. Ich finde es richtig und wichtig ihnen zu vermitteln, dass Männer nicht egozentrisch, sexbesessen und testosteongeschwängert auftreten müssen, sondern dass auch sensible und emotionale Männer existieren und dass es okay ist, so zu sein.

Wer nun aber behauptet, dass in der Serie Frauen benachteiligt werden, hat anscheinend keine der Folgen gesehen. Von seinen Begleiterinnen wurde jeder Doctor immer wieder zu dem geformt, der er schließlich war. Die Begleiterinnen waren keine Püppchen, die nur lächelnd neben ihm standen, sondern moralische Instanzen. Freundschaft und Vertrauen und das Verantwortungsgefühl füreinander spielen in diesen Konstellationen eine große Rolle.  Die Entscheidung, die getroffen wurde, halte ich deswegen für absolut richtig und nachvollziehbar. Gerade die großartige Schauspielerin der River Song war dem Doctor immer überlegen und geradezu ein Vorbild für ihn.

Ich habe jedenfalls keine Bauchschmerzen mit dem neuen Darsteller. Im Gegenteil – Ich freue mich auf die neuen Folgen. Peter Capaldi ist ein großartiger Schauspieler und in meinen Augen eine gute Wahl für den Doctor.

Foto: CC-Lizenz Hilary Perkins London, UK

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5 Kommentare

  1. Ich bin auch der Meinung eine Frau hätte einfach nicht gepasst. Wie du anmerkst, Dominieren die Frauen doch eh heimlich die Serie.
    Einzig alleine find ich den neuen Doctor nicht ansprechend vom Aussehen her. Und kann ihn mit nicht wirklich neben der Aktuellen Begleiterin vorstellen.

  2. Okay. Guter Punkt, das mit dem Männerbild.

  3. Ich habe Doctor Who mit jedem Darsteller gemocht. Ok, nicht jeder entsprach meinem Kopfbild, dass ich vom lieben Doktor hatte. Aber mir ging es auch eher um das, wofür der Doktor steht, was er verkörpert – nämlich genau das Männerbild, von dem du schreibst. Gepaart mit teils fantastischen, teils all zu irdischen Stories genau der Stoff, den ich liebe.

  4. So habe ich das noch garnicht gesehen.Und so unattraktiv finde ich ihn garnicht.Danke für diesen Artikel!:)

  5. Hallo an alle Doctor Who Fans, ich versteh ja die meinungen ob Frau oder Mann aber lasst uns mal alle ehrlich sein der Doc ist nun mal ein Mann und wer das nicht so sieht hat wohl noch nie eine folge geschaut!
    Die Frauen in der Serie waren immer gleich berrechtigt und haben dem Doc auch immer Kontra gegeben!
    Ich schliesse mich da meinen vor schreibern an und freue mich auf neue neue folgen im Vortex!!!

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