Das ganz normale Chaos

Verlorene Dinge der Zeit

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Verloren In der Zeit gehen immer wieder Dinge verloren, von denen man sich wünscht, sie wären nie verloren gegangen. Bei mir waren es meist Kleidungsstücke, die ich geliebt habe, die dann aber nie wieder in meinem Kleiderschrank waren.

Teil 1) Als ich jünger war hatte ich ein ziemliches Problem mit meinem Kleidungsstil. Während andere Kinder die modischsten Klamotten trugen, waren wir eher der elterlichen Diktatur der Klamottenwahl ausgeliefert. Dadurch wird man in der Schule oft mals ausgeschlossen, weil man eben anders aussieht. Dabei geht es nicht mal um die Marken der Sachen sondern eher um das Auftreten im Allgemeinen. Ab und zu bekamen wir man von Bekannten Klamotten, die gleichaltrige aus der Familie nicht mehr tragen wollten und so kam ich an Kleidung, die ich aus dem Elternhaus nie hätte haben dürfen, die aber geduldet wurde, weil sie ja umsonst war. Zum ersten Teil gehörte ein Spaghettiträgerklein, welches bis zum Knie ging. Es war ausgestellt und schwarz mit kleinen bunten Blüten. Es war mein Lieblingskleid und verschwand irgendwann aus meinem Schrank.

Teil 2) Irgendwann mit 18 bekam ich von meinem besten Freund ein original Skull Tshirt der Misfits geschenkt. Dieses hatte ich vielleicht 3 oder 4 Mal an, dann verschwand es. Dem gingen einige elterliche Kommentare voraus, was für nen Müll ich denn anziehen würde.

 

Welche Dinge sind euch in eurem Leben verloren gegangen?

 

Foto: CC von FotoRita [Allstar maniac]

6 Kommentare

  1. Pingback: TiiaAurora

  2. Passt vielleicht nicht so ganz … (vorher schnell zu Klamotten: im Osten war das anders, da gab’s nicht viel Auswahl und Eltern wie Kinder waren froh, wenn ein paar nette Teile dabei waren, aber groß stylisch war da nix, das war aber auch nicht wichtig!)
    Grad kam Wut auf deine Eltern bei mir hoch, aber ich hab auch mal was verloren: ich kam von einer Klassenfahrt und währenddessen hat meine Schwester geschickt eingefädelt, dass sie das obere Bett im Doppelstockbett bekommt. Ich komme also „nach hause“ und „mein“ Bett ist „weg“! Da hatte ich schon kein eigenes Zimmer und nix und nun war meine Höhle, mein Bett, mein einziges Rückzugsgebiet verloren. das war so ein großer Verrat, dass ich heute – mit 41- noch Hass kriege!!!

  3. Oft geug suche ich meinen Kopf, den ich einfach verloren habe.
    Aber auch kleinere Dinge, wie mein erste Walkman, mein erster Fotoaparat oder das Buch, mit dem ich anfing zu lesen (MAxhen und die Brötchenbande) sind verschwunden. Also ähnlich wie bei dir – Dinge mit einem sehr nostalgischen Wert…

  4. Was mir so verloren gegangen ist:

    Geduld, Fitness, Konzentration, weite Teile meiner Schulbildung und mein Kuschel-Eichhörnchen.

  5. Das mit den Kleidungstücken kenne ich zugut.
    Am ärgerlichsten fand ich, dass es meine Mutter gewagt hatte mein RedHotChilliPeppers-Shirt zu entfernen, da darauf überdimensioniert der nackte Podex einer dicklichen Dame abgebildet war. Es war das Geschenk eines Kumpels aus Internatszeiten. Definitiv unersetzbar. Unwiederbringlich verloren.

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