Das ganz normale Chaos

Figur auf dem neuen Teil des Johannisfriedhofs

… und ich kann es nicht ändern – Über Hass, Bosheit und Egoismus

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Ich mag diese Welt nicht mehr

Ich stoße momentan immer wieder an die Grenzen dessen, was ich akzeptieren kann. Was ich hinnehmen kann und von dem ich weiß, dass ich zwar nicht damit einverstanden bin, aber akzeptieren muss, dass es in dieser Welt existiert. Momentan ändert es sich und ich weiß nicht, ob es an mir liegt oder an den Menschen um mich herum. Ich weiß auch nicht, ob es eine Entwicklung ist oder ob ich aus meiner Filterblase in die Welt trete, in der viele Dinge unerträglich sind.

Früher habe ich daran geglaubt, dass viele Dinge aus einem Grund geschehen und das böse Dinge passieren müssen, damit gute Dinge passieren, die das Gleichgewicht wiederherstellen. Das hat es mir einfach gemacht, böse Dinge hinzunehmen und nach vorn zu blicken. Nun sehe ich, dass sich Gut und Böse nicht unbedingt gegenseitig brauchen, um zu existieren und dass es Gut und Böse egal ist, in welcher Dichte sie auftreten, weil es kein Gleichgewicht geben muss und wir die Einzigen sind, die es in der Hand haben, Gut und Böse in irgendeiner Art und Weise zu steuern. Und wir haben es vermasselt.

Wir haben Angst. 24 Stunden, 7 Tage die Woche

Figur auf dem neuen Teil des Johannisfriedhofs

Unsere Zeit, unsere Generation lebt in Angst. Jede Richtung macht uns Angst und Angst hält uns klein. Angst macht uns gefügig und kleinlaut. Wenn etwas in der Welt passiert, machen die Medien UNS Angst. WIR müssen vorsichtig sein. Passiert in irgendeinem Land der Welt etwas, so fragen sich die Medien schon nicht mehr, ob sowas auch bei uns möglich wäre, nein sie fragen sich WANN es bei uns passiert und ein jeder fühlt sich wie ein Schlachtvieh, das auf der Schlachtbank auf den Metzger wartet.

Ich bin zugegeben eine Person die generell schreckhaft und ängstlich ist, aber der Druck von außen macht das noch viel unerträglicher. Bei allem was ich erreichen wollte, wurde mir Motivation dadurch versucht zu geben, indem man mir sagte „Wenn du das und das nicht schaffst, dann passiert [etwas sehr schlimmes]“. Anstatt zu sagen „Wenn du das schaffst bin ich unglaublich stolz auf dich und selbst wenn es nicht klappt, bist du dadurch kein schlechter Mensch, sondern versuchst es einfach noch einmal“ wurde mir Angst gemacht. Und so bin ich in Angst großgeworden. Hatte vor jeder Prüfung Angst und habe bis heute Angst zu versagen.

Die Angst macht uns zu schlechteren Menschen. Angst die wir anderen machen, gibt uns eine Art Machtgefühl über diese Personen und diese Macht wird von den Medien regelmäßig ausgenutzt. Nur so funktionieren die Medien noch. Mach den Leuten Angst und sie werden dir zuhören.

Wer Angst ausüben kann, hat Macht

Wenn ich in der Vergangenheit Menschen erlebt habe, die zu anderen boshaft waren, habe ich immer versucht zu verstehen, wieso sie das sind. Ich habe versucht zu hinterfragen, wieso Menschen anderen Menschen Leid zufügen. Oftmals ist dies in einer eigenen gebrochenen Persönlichkeit begründet, aber langsam fange ich an zu zweifeln. Menschen werden grundlos angegangen. Menschen werden angegangen, weil sie in den Köpfen anderer etwas darstellen, was sie zwar nicht sind, von dem sie sich aber auch nicht wirklich lossagen können.

Schauen wir uns das Internet an. Das Internet als Spiegel der analogen Welt. Im Netz passiert das gleiche wie draußen, doch viel schneller, ungefilterter und offener als in der Welt draußen. Trollerei im Netz als Sport. Ich kenne einige Menschen, die das Netz dazu benutzen, andere Menschen zu „trollen“, sie vor anderen schlecht zu machen. Das unterscheidet sie prinzipiell nicht von Kindern, die anderen Kindern auf dem Schulhof das Leben zur Hölle machen. Dass diese Menschen Leben zerstören können, REALE Leben, das ist ihnen nicht klar.

In Großbritannien sind die Hälfte aller Suizide unter jungen Leuten in Verbindung mit „Bullying“ passiert. 2011 waren in Deutschland 32% aller jungen Menschen Opfer sogenannter Cyber-Bullying Attacken. In NRW, dem Bundesland in dem ich lebe, waren es sogar 36%. Fast ein fünftel konnte sich vorstellen, auch einmal Täter dieser Attacken zu sein.

Menschenleben sind nichts wert

Ich stoße im Netz häufig über Geschichten, die mich trauern lassen. Geschichten, die mich wütend werden lassen. Eine dieser Geschichten, ist die Geschichte von Rehtaeh. Ich weiß nicht mehr genau wie ich über ihre Geschichte stieß, aber ich folge der Seite auf Facebook, die ihre Mutter in Gedenken an sie angelegt hat. In Gedenken deswegen, weil Rehtaeh nicht mehr lebt. Um die Geschichte zusammenzufassen.

She went with a friend to another’s home. In that home she was raped by four young boys…one of those boys took a photo of her being raped and decided it would be fun to distribute the photo to everyone in Rehtaeh’s school and community where it quickly went viral. Because the boys already had a “slut” story, the victim of the rape Rehtaeh was considered a SLUT.

Danach folgten Monate des Hasses gegen sie und ihre Familie. Wie die Geschichte endete? Tragisch, traurig und schrecklich.

I will say that she has told me many times that “Mom, although I often feel like killing myself…I could never do that to you because you would be devastated.”
This past week she was having lots of mood swings and her boyfriend Mike and Jenna wore the brunt of it but Thursday April 4th she had a great day, made plans for the weekend etc. Later that evening she had an outburst, acted on that impulse and locked herself in the bathroom. And to stop any rumours from spreading…. She acted on an impulse but I truly in my heart of heart do not feel she meant to kill herself. By the time I broke into the bathroom it was too late. My beautiful girl had hung herself and was rushed to the hospital where she remained on life support until last night. […]  Rehtaeh is gone today because of The four boys that thought that raping a 15yr old girl was OK and to distribute a photo to ruin her spirit and reputation would be fun.

Wer nun glaubt, das sei eine Ausnahme, der liegt falsch. Das Netz ist VOLL von diesen Geschichten. Es ist voll von Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen, die nicht stark genug waren, Hass über sich ergehen zu lassen. Menschen, die gebrochen wurden.

A 13-year-old Georgia boy who hanged himself after reportedly being bullied at school was remembered by family and friends as a hero at his funeral this week. [Quelle]

Während ihre Eltern das Essen in der Küche vorbereiteten, erhängte Megan sich in ihrem Kleiderschrank. Sie wurde kurz darauf von ihren Eltern gefunden, doch trotz mehrerer Wiederbelebungsversuche wurde Megan am nächsten Tag, drei Wochen vor ihrem 14. Geburtstag, für tot erklärt. [Quelle]

A distraught mother has claimed that her 11-year-old son was driven to suicide by bullies at his school. Thomas Thompson took an overdose of painkillers after other pupils picked on him because he was clever and well-spoken, she said. Sandra Thompson found her son in his bedroom when she returned home from work in the evening. [Quelle]

Gemma Dimmick, 15, of Ashington, Northumberland, took an overdose of Co-proxamol painkillers in June 2003. [Quelle]

Ich könnte diese Liste weiterführen, aber sie würde nicht enden und wenn man sieht, in welchem Alter diese Kinder waren, dann werde ich traurig und wütend, aber vor allem wütend.

Ich sehe das alles, ich erlebe Hass selbst und ich kann nichts ändern. Ich kann die Menschen nicht zur Vernunft argumentieren, ich kann sie nicht schütteln und sagen „werdet endlich klar im Kopf“. Ich habe keine Lösung, sondern kann nur dabei zusehen, wie wir zugrunde gehen. Langsam aber stetig… und ich kann es nicht ändern.

Um uns herum wird es kälter, Menschen werden kälter, Menschen werden gefühlloser, Gefühle werden als etwas Negatives angesehen. Würden wir mehr auf unsere Gefühle hören und nach ihnen handeln, dann wäre die Welt eine bessere. Es gibt aber egozentrische Menschen, denen andere egal sind und diese Menschen sind in der Lage, andere Menschen zu verletzen. Vielleicht gibt es kein Gut und Böse. Vielleicht gibt es keine guten und bösen Menschen. Vielleicht… Nein ganz sicher haben wir es in der Hand. Liebe Menschen, die Natur hat euch nicht nur einen Kopf zum Denken sondern auch ein Herz gegeben. Benutzt es einfach einmal. Habt keine Angst vor Liebe, habt keine Angst vor Vertrauen. Hasst euch bitte nicht mehr, ich ertrage das nicht.

Dieser Artikel wurde angestoßen durch folgende Worte:

 

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20 Kommentare

  1. Was Du tun kannst: es anders machen.

  2. Pingback: Ulf. Mehr oder minder täglich Privatkram.

  3. Ich fühle deine Wut und kann auch die Ohnmacht, angesicht der egoistischen Übermacht, nur allzu gut verstehen.
    Doch sein direktes Umfeld kann jeder von uns positiv beeinflussen, sei es durch Courage, Liebe oder Aufklärung – „die“ Menschen gibt es nicht, sondern jeder Einzelne trägt all jene Facetten in sich.
    Viele haben diese Mechanismen verlernt und sich der Angst, Selbsthass, dem Materialismus oder sonstigen schadhaften Ersatzhandlungen hingegeben – welche letzendlich nie zu dem führen was jeder sucht: Liebe!

    „Und jeder Hass auf dieser Welt ist auch Hass auf sich selbst“

    http://www.youtube.com/watch?v=7plI-urkohU

    Grüße

  4. Ich deine Wut so gut nachvollziehen, es geht mir selbst genauso. Man kann nicht alle Menschen ändern bzw. überzeugen dass Gier letztendlich nur Schaden anrichtet. Das einzige was man selbst tun kann, ist es selbst besser zu machen – oder es zumindest zu versuchen, schließlich ist niemand perfekt. Aber schon das zuzugeben fällt vielen schwer, warum auch immer.

  5. Dadurch, dass Du darüber schreibst, ändert sich schon etwas.

  6. Hallo Ricarda,
    ein Text macht mich irgendwie traurig. Ich glaube nicht, dass sich die Welt so einfach in gut und böse einteilen lässt. Natürlich passieren viele Dinge auf der Welt gegen die wir machtlos sind. Neben Kriegen und sonstigen Ungerechtigkeiten, die durch Gier oder Mißgunst verwursacht, andere Menschen verletzten. Ich bin mir aber sicher, dass wenn Du danach suchst, ebenso auch Beispiele für gute und selbstlose Taten finden. Ich persönlich habe die Erfahrung, dass sich der täglichen Mißgunst am besten mit Freundlichkeit begegnen kann. Was immer hilft ist auch Humor (von Unwissenden auch als Sakarsmus betitelt). Alleine die Tatsache, dass ich hier Deinen Text lesen kann ist für mich ein deutliches Zeichen dafür, dass die Welt ein Stück besser wird, weil immer mehr Menschen immer einfacher miteinander reden können. Natürlich hat auch dieser Vorteil seine Nachteile (Stichwort Cybermobbing), aber so tragisch diese Schicksale sind, wenn man über sie liest, es sollte uns alle doch nicht dazu bewegen, uns einzuigeln und den Kopf in den Sand stecken, bis sich die böse Welt dort draußen selbst erledigt hat…

  7. Keine Lösung fürs große ganze, aber etwas:
    Geh auf den VSD. Da gibt’s jede Menge rücksichtsvolle Menschen. Zumindest kann ich das für die heutige Veranstaltung sagen, aber ich vermute in Dortmund wird es ähnlich sein.

  8. Die Welt ist das, was du von ihr denkst. Deshalb macht es Sinn, regelmäßig zu überprüfen, wohin der persönliche Fokus geht. Man sollte sich nicht das Leid der Welt tagtäglich auf die Schultern laden, indem man darüber nachsinnt, was eh niemandem was bringt. Lieber gezielt hier und da für etwas einsetzen, was verbessert werden kann. Und tue dies dann aus Freude am Helfen, statt auf Basis schlechter Gefühle.

  9. Ist es das Böse, wenn morgen ein Vulkan ein 1/4 der Erde über 10 Jahre in Dunkelheit hüllen würde? Nein, das ist die Natur. Man fühlt sich gut, wenn man sich unter gute begibt und das hat jeder Mensch selbst in der Hand, der eine vielleicht etwas mehr als der andere. Dann zählt noch der positive Gedanke. Setzt man sich Ziele, das steht man morgens schon mit einem ganz anderen Elan auf! Zudem gibt es die Macht der Liebe! Also verliebe dich!

  10. Deine Angst kann ich gut nachvollziehen, das hat nichts mit Deiner Generation zu tun. Die Ängste ändern sich, aber sie sind immer präsent..

    Natürlich ist die Welt nicht schwarzweiss, sondern in etliche Graustufen unterteilt. Das Böse ist auch nicht vom Guten abhängig, wie Du schon ganz richtig erkannt hast. Das Gute ist in Dir und in vielen anderen Menschen, die täglich ein wenig Licht in die Welt bringen. Trotzdem wird die Welt scheinbar immer dunkler, aber das ist nur Schein. Der Mensch neigt dazu, Katastrophenmeldungen und Geschichten über das Böse zu bevorzugen, weil er sich dadurch einbildet, es gehe ihm besser als jemand anderem. Das ist einfach nur Selbstbetrug und die Medien, egal ob nun offizielle oder „nur“ Blogs und soziale Medien, werden genutzt, um das zu bündeln.

    Die Welt ist in Wirklichkeit nicht wesentlich böser oder anders als in meiner Jugend, wir sind nur näher zusammengerückt durch das Internet und die Informationsgesellschaft, der Tellerrand ist nicht mehr so hoch.. Es macht den Eindruck, als würde viel mehr geschehen und vor allem viel mehr Böses.

    Ich bringe täglich meine Mitmenschen zumindestens zu einem Lächeln und vermittele Respekt und Fröhlichkeit. Um mich herum wird dadurch die Welt immer ein wenig heller und viele meiner Kunden freuen sich aufrichtig, mich zu sehen. Unter den Kollegen ist es genauso. Ich werde mit Freundlichkeit und Respekt behandelt und gebe das auch gerne an andere weiter. Es hilft mir und meiner Umgebung, auch mal die Sorgen und Nöte des Alltags zu vergessen und gemeinsam eine Lösung für Probleme zu finden. Wenn das jeder tun würde, wäre die Welt mit Sicherheit ein viel schönerer Ort.

    Denke stets daran: Ein Lächeln ist kostenlos, aber niemals umsonst 😉

    Lass Dir das Leben nicht versauern, versuche lieber, es zu ändern, anderen das Leben leichter zu machen. Du wirst sehen, das kommt auch zurück..

  11. Mario Sixtus Satz ist gut, ist aber auch ein Teil des Problems: Als um Empathie noch gebeten wurde, als Freiwilligkeit noch die Basis des Handelns war, da gingen die Menschen nett miteinander um.

    Wenn früher jemand den Nebenmann bat, sich die Zigarette nicht anzustecken, hat er das in den meisten Fällen getan. Heute wird gesetzlich bestimmt, wann er rauchen darf und wann nicht, der Raucher wird, wenn er rauchen darf, keine Rücksicht mehr nehmen.
    Früher hab ich bei der Parkplatzsuche bei erkennbar Familien mit Kindern ihnen auch mal gern den mir u. U. zustehenden Parkplatz überlassen. Heute mach ich das nicht mehr.

    Was ich meine: verordnete Empathie wird nie funktionieren. Die Grenzen von gut und böse sind medial und damit irgendwie auch moralisch abgesteckt worden und sobald sich jemand gefühlt im bösen Bereich befindet (dazu muss er unter Umständen nur einen spritschluckenden Wagen haben) ist es ihm egal, wie weit er ins Böse abgleitet.
    Vorher konnte jeder nett sein, aber er musste nicht. Heute muss er in bestimmten Bereichen nett sein, dann will er in den Bereichen, in den er es nicht mehr sein muss, es eben nicht mehr sein.

  12. Es stimmt: die Welt hat sehr grauenvolle Orte. Es heißt nicht umsonst: Der Mensch ist des Menschen Wolf. Nur wenige verstehen, dass eine Gesellschaft, in der sich die Menschen gegenseitig selbst das Leben schwer machen, nicht lange überleben wird. Und das wird sie auch nicht.
    Aber die Welt hat auch seine guten Seiten, Menschen die sich engagieren und die gegen Unrecht dieser Art vorgehen. Menschen die auch andere Menschen zum Nachdenken und einem besseren Verhalten inspirieren. Es sind nicht viele und ihr Anliegen stößt meist auf taube Ohren. Aber ich bin mir sicher, dass sich dies in ein paar Jahren relativieren wird. Spätestens, wenn uns unser Wohlstand abhanden kommt und irgendwann die ersten den Aufstand proben, weil ihnen Perspektive und Zukunft schon lange vorher abhanden gekommen sind.

  13. meine meinung ist auch nur noch durchhalten bis zur Technologische Singularität und nicht den Schrott glauben den uns Hollywood usw. einzutrichtern versucht (Star Wars, avatar…), das es ewig so weiter geht und Maschinen nicht irgendwann mal kreativ denken können, ändern kann man nicht´s die Menschen haben werder die zeit noch die lust sich mit der zukunft zu beschäftigen und die medien usw. fördern diese einstellung auch noch

  14. So etwas spüre ich auch. Auch frage mich warum manche menschen dasb machen bzw. Irgendwie einen emotionalen impuls dazu spüren.

    Esgeht wohl um erlangung von selbstwert dadurch … nur der entsteht indem man anderen etwas gibt.

    Es macht auch mich wütend. Dahinter steckt so glaube ich eine art feigheit, selbstbequemlichkeit .. die ja u.a. auch aus angst gespeist wird … spielarten des narzissmus.

    … das ist tatsächlich bösartig anderen gegenüber … und sie hören wie kleine kinder nicht auf wenn sie keine grenze bekommen.

    Was macht man mit empathielosen menschen?

    … geht dad ohne gegendruck … ich glaube nicht … niemand möchte sich da engagieren … solche menschen konsumieren die energie ihrer mitmenschen und leben davon wie junkies oder vampire.

  15. Finde ja auch schlimm dass viele sich über den Egoismus anderer aufregen und diesem Verhalten dann nacheifern.

    Ich hoffe dass ich niemals aufhöre anderen Menschen zu helfen, niemals so verbittere dass ich „faith in humanity“ komplett verliere.

  16. Die gute Nachricht ist doch:
    Jeder von uns kann etwas beitragen und die Welt lebenswerter machen.

  17. Pingback: Teenager hassen Facebook, nutzen es aber trotzdem

  18. Vor der eigenen Tür kehren die wenigsten und das Internet zeigt uns einfach nur deutlicher, wie der Mensch tatsächlich ist. In analogen Zeiten war der Mensch nicht anders, es war nur nicht so offensichtlich und medial.
    Mein Arbeitsschwerpunkt ist die Psychiatriegeschichte, ich befasse mich täglich mit den menschlichen Abgründen, die vor 120 Jahren nicht weniger hässlich waren wie heute.

  19. Ein schöner und zum Nachdenken anregender Beitrag. Ich stehe selbst vor dem Rätsel, warum Dritte lieber das Opfer kleinmachen, als die Täter zu stellen. Ich kann es mir nicht erklären. Wir haben früher auch den einen oder anderen Außenseiter fertiggemacht – und sind damit durchgekommen; ich habe aber selbst auch einiges abbekommen, weil ich damals dick war. Gut, dass es die sozialen Medien damals noch nicht gab, sonst hätten wir dort natürlich eifrig weitergemacht.

    Warum die Psyche so ist, das verstehe ich leider nicht; aber auch ein Täter, der jemanden misshandelt, fühlt wahrscheinlich etwas, nämlich Lust oder Macht. Empathie, ja… oder benutzen wir doch gleich das deutsche Wort Mitgefühl.

    Zur Sache der allgegenwärtigen Angst habe ich vor einiger Zeit übrigens auch schon einmal gebloggt:

    Occupy SciLogs: Wir Menschen, so klein
    http://www.scilogs.de/blogs/blog/menschen-bilder/2011-10-15/wir-menschen-so-klein

  20. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, dass für sein Leben bezahlen muss.

    Das, was uns zwischen Tieren unterscheidet, ist unser freier Wille, der zu gutem oder schlechten Handeln führen kann. Und ich würde es sogar soweit sehen, dass es eine Verantwortung für jeden Menschen ist, gut zu handeln, denn wir besitzen diese Intelligenz nicht umsonst. Daher ist die Gesellschaft sehr anfällig auf moralischen Verfall, denn unser Gemüt ist schwach und verlangt immer nach dem einfachsten Weg: Nicht gut sein

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