Das ganz normale Chaos

Unboxing und erster Eindruck des Google Chromebook Series 5 3G XE500C21

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Ich habe mich ja tatsächlich überall beworben, wo es ein Chromebook hätte geben können. Ich habe an Gewinnspielen teilgenommen, Verlosungen mitgemacht und Ohren vollgejammert, aber nie Glück gehabt. Oft bekam ich zu hören, dass das Chromebook nichts taugt, dass da viel Wind um nichts gemacht wurde und dass es vor allem keine Zukunft haben wird.

Jetzt habe ich die Chance bekommen das Samsung Chromebook XE500C21 10 Tage zu testen. Das ist zwar nicht lang, aber sollte dennoch einen Überblick darüber geben, was es kann, was es nicht kann und für wen es geeignet ist.

Technische Daten:

Das Chromebook XE500C21 von Samsung ist 12.1 Zoll groß, also so groß wie mein Netbook, das ich von Samsung habe. Als CPU ist ein Intel® ATOM Processor N570 verbaut. Die Taktrate beträgt 1,66 Ghz und der Arbeitsspeicher ist mit 2GB bemessen. Das Display ist matt und hat eine Auflösung von 1280 x 800 Pixeln. Als Festplatte ist eine 16GB SSD vorhanden und sorgt für eine Menge Speed. Neben zwei USB Anschlüssen, einem SIM-Kartenslot, einem kombinierten (?) Micro- und Kopfhörer 3,5mm Klinkenanschluss hat es auch noch einen Mini-VGA-Anschluss. Am oberen Rand über dem Bildschirm befindet sich eine 1,3 Megapixel Webcam.

Unboxingfotos:

Wie ihr seht, ist das ein sehr hübsches kleines Gerät. Die Grundfarbe ist schwarz aber die der Deckel oben weiß und mit einem silbernen SAMSUNG Schriftzug versehen. Darunter befindet sich der Chrome Schriftzug und ein aufgeklebtes Chrome-Logo.

Vergleichsfotos mit dem Samsung NC20

Beide Geräte sind gleichgroß aber das Chromebook ist sehr viel dünner als das NC20. Auf den Fotos stehen beide Geräte auf der gleichen Ebene. Vorn sind sie fast gleich hoch, aber aufgrund des Lüfters und des Akkus ist das NC20 hinten höher, was man auf den Fotos dann auch sieht.

Der erste Eindruck:

Das Chromebook ist hochglänzend. Das mag ich persönlich nicht so gern, aber lässt sich in dem Fall nun nicht ändern. Die Handballenablage und auch das Touchpad sind matt. Die Freiflächen zwischen den Tasten der Chiclet-Tastatur sind dann wieder hochglänzend. Der Kontrast gefällt mir unglaublich gut. Der Bereich um den Bildschirm ist auch glänzend und unter dem Bildschirm steht dezent „Samsung“ in silber.

Das Spiel mit Matt und Glanz ist gelungen. Man merkt dass das Design sehr durchdacht ist. Die Tastatur ist groß und die Abstände rechts und links sind sehr gering. Man hat also die volle Breite ausgenutzt um eine möglichst große Tastatur einzubauen. Die Tastatur gefällt mir auch außerordentlich gut. Das Tippen ist angenehm, lediglich der „Enter“ Button ist etwas klein geraten.

Die Einrichtung:

Die Einrichtung funktioniert unglaublich einfach. Erst recht wenn man bereits ein Google Konto hat und Google Chrome verwendet. Ich habe mich also in mein WLAN eingeloggt und danach updatete sich das System automatisch. Das dauerte ungefähr fünf Minuten. Danach suchte ich ein Icon aus, welches mit meinem Account verknüpft wurde. Ich loggte mich mit meinen Google Account ein und sofort war Chrome, also ChromeOS verfügbar nicht nur das. Es startete automatisch mit den Einstellungen meines Browsers auf dem Netbook, da ich die Synchronisation aktiviert habe und alle Daten dadurch mit allen Computern abgeglichen werden. Auch verwendete Themes und Erweiterungen. FERTIG!

Ein paar Worte zu ChromeOS:

ChromeOS ist eigentlich gar nicht so spektakulär sondern ziemlich schlicht. Es ist einfach Chrome, bei dem oben rechts Uhrzeit, WLAN-Empfang und Akkuladung angezeigt werden. Alle Anwendungen finden innerhalb von Chrome statt. Für Anwendungen gibt es von Google den Web Store in dem es Erweiterungen gibt, die im Browser ausführbar sind. Darunter zum Beispiel Tweetdeck oder der Multimessenger IM+, der auch Skype beherrscht. Die Google Dienste funktionieren natürlich auch alle online, sodass man auch ein vollwertiges Officeprogramm hat.

Natürlich ist ChromeOS erst dann wirklich brauchbar, wenn man auch online ist. Das funktioniert mit über WLAN oder das 3G/UMTS Modul und eine entsprechende SIM-Karte mit Datenvertrag.

Mein erstes kurzes Zwischenfazit:

Der erste Eindruck ist gut. Es braucht natürlich ein bisschen Eingewöhnung und Umstellung, aber wenn man die Arbeit mit Chrome kennt, wird man keine großen Probleme haben. Funktionen lassen sich durch Erweiterungen hinzufügen und bisher habe ich nichts vermisst. Zum Bloggen, online gehen, surfen, chatten fehlt nichts. In den nächsten Artikeln werde ich das Chromebook noch von einigen verschiedenen Aspekten vorstellen. Wenn ihr Fragen zu dem Gerät habt, dann schreibt diese in die Kommentare, ich versuche soweit wie ich es kann, darauf einzugehen. Ich habe das Chromebook wie gesagt 10 Tage, lasst euch also nicht zu viel Zeit.

9 Kommentare

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  5. ich frag mich immer ob das ganze performant ist – mit netbooks habe ich generell immer schlechte erfahrungen gemacht.
    bricht das ganze nicht bei ein paar javascript-lastigen seiten ein?
    ich hätte da lieber einen ulv-core i oder amd e/c prozessor drin gesehen.

    gibt’s eigentlich flash? spätestens damit stößt man ja an die grenzen bei einem atomprozessor 😀

    ansonsten finde ich das gerät interessant. genauso das betriebssystem. viel spaß damit 🙂

    • Auf die Performance werde ich noch einem gesonderten Artikel eingehen. Bei den Unterstützungen kann man ganz einfach sagen, dass alles was der Chrome Browser unter Windows unterstützt, schafft er auch unter ChromeOS. Habe da keine Einschränkungen feststellen können. Es ist eben nur kein Windows drumherum.

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  8. Ich bin ebenfalls stolzer Besitzer eines Chromebooks. Ich habe es jetzt drei Wochen und bin ausgesprochen glücklich damit. Da ich mich vorher schon erkundigt habe, wusste ich natürlich, worauf ich mich eingelassen habe.
    Was mich überrascht hat war, wie schnell die Entwicklung weitergeht. Ich habe mich voll und ganz darauf eingestellt, das Gerät nur online nutzen zu können, aber jetzt gibt es schon die ersten Anwendungen, die man auch offline entweder vollständig oder zum Teil nutzen kann. GMail kann man z.B. offline wie ein lokales mailprogramm nutzen, Google Text und Tabellen kann man zumindest die Dokumente lesen. Ich bin gespannt, wohin es mit ChromeOS und Cloud Computing geht.

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