Das ganz normale Chaos

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Treiben uns Google, Facebook und Co. in die Abhängigkeit?

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I love GoogleWenn man über Internetdienste wie Twitter, Facebook und Google schreibt, dann kann man damit rechnen, dass sie aus den Löchern gekrochen kommen, jene Leute, die keine Suchmaschinen benutzen, Facebook für eine Ausgeburt der Hölle halten und Twitter nicht verstehen wollen.  Darunter befinden sich auch Blogger, die sich konsequent verweigern, ihre Fühler in die Socialmedia-Welt auszustrecken.

Meine Vorteile durch die Onlinedienste

Oft habe ich mich gefragt, wie abhängig man als Blogger von den Online-Diensten ist und ob es nicht auch ohne gehen würde. Viele dieser Dienste machen einem Blogger das Leben angenehmer und einfacher. Google nimmt mir ab, meine Beiträge bei Twitter zu posten, erstellt für mich Statistiken und nimmt meine Artikel in seinen Index auf, damit andere Menschen danach suchen und sie finden können. Twitter und Facebook bringen meine Beiträge zeitnah zu den gewillten Lesern. Diese können sich dann auch auf der jeweiligen Plattform dazu austauschen. Ist zwar im Endeffekt ein bisschen ungünstig für die Menge der Kommentare im Blog selbst, aber so kommt der Artikel zu mehr Lesern als ohne Verbreitung. Je mehr Dienste man in seine Webaktivitäten integriert, desto besser ist es am Ende für das eigene Webprojekt. Hier sollte man aber auch Vorsicht walten lassen. 100 Share Buttons bedeuten nicht, dass die Leute am Ende auf 100 Buttons klicken. Hier sollte man Qualität und Quantität gegeneinander abwägen.

Ist bloggen ohne die Onlinedienste möglich?

Es wäre möglich aber sinnlos. Natürlich kommen jetzt wieder jene die sagen „Ist mir egal, ob ich gelesen werde.“ Aber wieso bloggen diese Menschen dann öffentlich im Internet und schreiben nicht einfach Tagebuch? Wer dauerhaft bloggen will und gewisse Ansprüche an sich stellt, wird um die Onlinedienste nicht herum kommen. Als Blogger ist man Teil des sozialen Webs und kann sich dem nicht gleichzeitig verschließen und daraus profitieren.

So gesehen ist man in einer selbstgewählten Abhängigkeit zu Diensten wie Google, Facebook und Co. Es ginge ohne, aber dafür müsste man auf viel verzichten. Ob sich das Bloggen dann noch lohnen würde, ist fraglich.

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  5. “Ist mir egal, ob ich gelesen werde.” Aber wieso bloggen diese Menschen dann öffentlich im Internet und schreiben nicht einfach Tagebuch?

    Die Frage hab ich mir auch schon oft gestellt.

  6. Hallo,

    Hmm, ich hatte zuerst vor den Kommentar mit einem großen „Unfug!“ zu starten, aber dann stände ich ja direkt in der von dir so praktisch vordefinierten Gruppe derer die in Löchern herumkriechen.

    Also starte ich mal damit das die Überschrift reißerisch ist und garnicht zum Text passt. Nur im letzten kleinen Absatz des Texts wird mal kurz darauf eingegangen, das davor ist einfach nur ein großer Lobgesang auf die Wunder des Web2.0. Und überhaupt treibt uns da nichts in die Abhängigkeit, wir begeben uns freiwillig in Sie. Bloggen ohne den ganzen Krempel ist möglich, und ja, es lesen trotzdem Menschen was man schreibt! Ich habe 2004 angefangen, und seit dem nur Twitter mit ins Boot geholt. Und das ganz einfach des Service wegen, nicht wegen der Reichweite. Die ganzen „Vorteile“ die du nennst sind in meinen Augen eher schlechte Lösungen aus bequemlichkeit, für die es ebenfalls externe, oft bessere Lösungen gibt. Statistiken etc. kann ich überall abrufen, Facebook ist keine Zielgruppe für mich und der zwang zur Anti-Anonymität dort ist kontraproduktiv, Google erfasst meine Einträge auch so…

    „Je mehr Dienste man in seine Webaktivitäten integriert, desto besser ist es am Ende für das eigene Webprojekt“ – Und das ist völlig falsch, sorry. Es kommt ausschließlich auf den Content an. Natürlich muss man den promoten, aber er ist der Grundstein eines jeden Webprojekts und entscheidet über „gut“ oder „schlecht“. Nicht die Verbreitung, nicht die Share-Möglichkeiten, nur der Content.

    • Natürlich ist guter Content die Basis eines jeden Projekts. Guter Content ist das beste Seo, aber wie sollen die Leute von deinem Artikel erfahren, wenn er nicht promotet wird? Ein Artikel kann noch so gut sein, wenn die Leute nichts von ihm wissen, werden sie ihn nicht lesen.

    • Ich verstehe deine Kritik, aber was nützt der der beste Artikel, wenn niemand weiß, dass er da ist? Ich bin schon auf so viele Blogs und Artikel aufmerksam geworden, weil diese z.B. bei Twitter geteilt wurden.

  7. Content is king, sharing is the crown 😉

  8. Ich finde deinen Denkanstoß wichtig, doch ehrlich gesagt habe ich bei deiner Überschrift erst an meine persönliche Abhängigkeit gedacht, weniger an die, die ich als Blogger brauche/in die ich gerate.

    Diese Angst ist bei mir fiel größer, denn ich würde sagen durch solche Dienste ist mein Medien-ADS ins unermessliche gestiegen. Wenn alle um meine Aufmerksamkeit buhlen, kann ich sie igendwann niemandem mehr wirklich schenken.

    Als Blogger würde ich aber sagen, man muss senden wie irre, damit es so viele wie Möglich erreicht. Wer es da schafft sich von dem Rest der Social Media Sachen zu entziehen und trotzdem Erfolg hat: Respekt.

    Für mich ist Sharing aber eindeutig ein Mittel, um sinnlose Contenfarmen und schwach geschriebene Texte aus Uraltverlägen zu umgehen.

  9. Die Sharing-Möglichkeiten anzubieten ist noch keine Abhängigkeit. Das ist ein extra Service, den deine Leser nutzen können oder nicht. Die Abhängigkeit beginnt doch schon viel früher. Stell dir vor, Google schmeißt dich aus seinen Suchergebnissen raus, wie viel Prozent deiner Leser (nicht Stammleser) würden dadurch verloren gehen? Stell dir dann noch vor, Facebook blockt deinen Blog, ich glaube, dann könntest du hier zumachen, dann würdest du kaum noch jemanden erreichen. Die Abhängigkeit gab es also schon vor den bunten Knöpfchen und wird durch Diese nur noch schlimmer. 😉

  10. Ich nutze zwar diverse dieser Dienste, außer vielleicht Facebook, aber eigentlich nie mit der Absicht, meinen Blog bekannter zu machen. Twitter, weil es mir Spaß macht, irgendwelche Gedanken in die Onlinewelt hinauszufeuern und Google ist eben furchtbar praktisch, wenn man was sucht. Dass dadurch mein Blog etwas bekannter wird, ist eher ein schöner Nebeneffekt.

  11. „Je mehr Dienste man in seine Webaktivitäten integriert, desto besser ist es am Ende für das eigene Webprojekt. Hier sollte man aber auch Vorsicht walten lassen. 100 Share Buttons bedeuten nicht, dass die Leute am Ende auf 100 Buttons klicken. Hier sollte man Qualität und Quantität gegeneinander abwägen.“
    Genau daran hab ich letztens auch gedacht als ich in meinem Blog bissl umgebaut hab. ich hatte Shareaholic mit ca. 10 Diensten, aber ob die wirklich genutzt wurden? Ich weiß es nicht. Ich hab mich jetzt für 3 Dienste entschieden, die ich persönlich am Wichtigsten finde: Twitter, Facebook, Google +1

    Und wenn ich mir die Statistiken auf Google Analytics angucke, dann sind das auch die wichtigsten Zugriffsquellen! =)

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