Archiv für die Kategorie „Humor“

Die letzten Brüste in meiner Twitter Timeline sind nun verschwunden und seit Mitternacht sind nun auch ein paar Stunden vergangen, sodass ich denke, dies ist der perfekte Zeitpunkt um ein persönliches Fazit zu verfassen.

Allen meinen Lesern, die nicht bei Twitter angemeldet sind, fasse ich die letzten Wochen etwas zusammen:

Vor einigen Wochen hatte ich aus der Laune heraus die Schnapsidee, dass es doch auf Twitter einen Tag geben sollte, an dem jede Frau, sofern sie es denn will, kollektiv mal Ausschnitt zeigen kann. Ohne dumme Sprüche, einfach so. Ich schrieb einen Tweet in dem ich diesen Wunsch äusserte und als Datum passenderweise den 8.8. angab. Dieses Datum sollte in dem Zusammenhang ja auch niemand vergessen. Im Messenger wurde ich gefragt “Na meinste das klappt auch so?” und ich antwortete “Das Kurzzeitgedächtnis von Twitter beträgt 10 Minuten, höchstens 30. Dann redet keiner mehr drüber”

Zrtn 002p16119105 Tn in Nach einigem Rumgescherze verflog der Gedanke wieder bis ich auf einmal erste Flyervorschläge bekam, Tweets las, wo Pläne über Avatare geschmiedet wurden und wo man mir für die Idee gratulierte. Ich hatte irgendwie einen Nerv getroffen. Wie sehr, war mir aber selbst da noch nicht bewusst.

Einige Tage vergingen, bis auf einmal Artikel auf mehreren Nachrichtenplattformen zum Boobsday erschienen. Lokale Radiosender schalteten sich ein und selbst im RTL Videotext berichtete man über den Tag und die Idee. Die Reaktionen, Ideen und Kontakte die ich bekam explodierten an diesem Tag förmlich. Das war für mich der Punkt wo ich wusste “Jetzt gibts kein Zurück mehr”.

Von dem Tag an blieb das Thema bei mir und Twitter recht präsent. Viele Mädels freuten sich schon auf den Tag und ich bekam Tweets dass man schon die Fotos gemacht hätte und dass man sich freue. Ich erstellte für die nicht ganz so mutigen und auch für die Herren der Schöpfung ein Twibbon, quasi einen kleinen Aufkleber, den man sich auf deinen Twitteravatar pappen konnte.

Viel mehr machte ich eigentlich auch gar nicht, denn die meiste Arbeit, wie Werbung, Erklärung an Fragende im Twitter und die Definition des Hashtags auf den diversen Seiten erledigte meine Timeline voller Vorfreude selbst. Kurz vor dem BoobsDay wurde dann sogar noch eine Webseite zur Info erstellt und ich war geplättet über die Ausmaße, die diese Aktion anzunehmen schien. Natürlich gab es nicht nur positive Reaktionen. Immerhin ist das hier das Internet. Irgendwer hat immer was zu meckern, aber negative Stimmen beschmunzelte ich und ignorierte sie darauf hin.

Interviewanfragen zu dem Thema habe ich abgelehnt. Das aus mehreren Gründen. Zum einen glaube ich, dass twitterinterne Aktionen solche bleiben sollten. Zwar twittern aus meinem Umkreis viele, aber der Großteil der Deutschen versteht weder das Twittern, noch Twitter und auch keine Twitteraktionen. Zum anderen finde ich es erstaunlich, wie hellhörig die klassischen Medien auf einmal werden, wenns um Brüste geht. Nein, mal ehrlich irgendwie haben Radio und Fernsehen in meinen Augen größtenteils einen Informations- und Bildungsauftrag. Da sollte man, anstelle von Brüsten im Twitter zu reden, doch lieber irgendwelche Missstände aufzeigen, Geld für Kinder in Afrika sammeln oder ähnliches. Etwas mit Nachhaltigkeit.

Gestern war es dann soweit und ab Mitternacht wurden die ersten Avatare hochgeladen, sich gegenseitig zu den eigenen Brüsten gratuliert, BH-Tipps ausgetauscht und einfach lustig getwittert. Als ich dann später am Tag aufstand und Tweetdeck startete, sah ich dann, dass bis auf einige wenige, fast meine komplette weibliche Timeline mitzumachen schien. Auch einige Männer hatten sich das Twibbon verpasst und twitterten fröhlich mit. Klar ist sowas immer eine rein subjektive Wahrnehmung, zumal einige auch berichteten, dass sie kaum Teilnehmerinnen in ihrer Timeline hätten.

Der Tag war witzig. Die Mädels hatten Spaß. Einige trauten sich dann später auch, als sie sahen, dass so viele mitmachten. Die Jungs hatten anscheinend auch Spaß. Ich las einen Tweet (Ich weiß leider nicht mehr von wem) der ungefähr aussagte “Brüste twittern und Retweeten sich gegenseitig, ich liebe den BoobsDay”.

Unglaublicher waren dann gegen Abend die Zahlen der Mitmachenden, auch wenns mir darum nie ging, sondern einfach nur den Spaß und dem Gefühl seine Weiblichkeit zu feiern.

156 Leute hatten sich ein Twibbon verpasst, über 60 Teilnehmerinnen gab es, die ein reales Bild von sich verwendeten, die www.boobsday.de Seite hatte allein gestern fast 2800 Besucher. Das hat mich umgehauen.

Ich danke noch mal allen Teilnehmerinnen und denen, die bei Twitter, auf verschiedenen Seiten oder andernorts darüber berichtet haben. Ich danke auch meinen wundervollen Followern, die sich mit der Organisation rund um den gestrigen Tag befasst haben. Zuguterletzt danke ich auch denen, die negativ über diesen Tag berichteten, denn auch negative Werbung ist Werbung und gibt Anstoß, dass sich Leser eine eigene Meinung zu dem Thema bilden.

Am Schluss verlinke ich euch noch ein paar Blogartikel die ich gefunden hab. Wenn ihr auch über den Tag berichtet habt, hinterlasst mir entweder nen Trackback oder nen Kommentar zu euren Artikel und ich verlinke euch hier.

Fischkopp – Boobsday – die Glocken von Twitter

alt-shift-x – Fuck What? Boobsday?

Lokalrunde – Der Twitter-Boobsday

Himmelschwarz -#Boobsday

Elizra – Frauenpower inc: Boobsday & Happy #Boobsday

Asu – Happy #Boobsday

Chaosmacherin – Happy #Boobsday

0pearl0 – Boobsday

Bis zum 15. August 23:59 kann man übrigens auf http://boobsday.de/voting/ über einige Teilnehmende Vorbauten abstimmen und dafür voten.

Eigentlich sollte das hier ja ein Kommentar werden. Und zwar zu diesem Artikel hier bzw. zu dieser PDF Datei mit dem netten Titel “Ansichten zur Kommentarkultur in Weblogs”, der zwar schon impliziert, dass es sich dabei um persönliche Ansichten handelt, trotzdem möchte ich einige der Dinge dort nicht unkommentiert lassen. Nachdem wir hier ja schon eine angeregte Diskussion zu dem Thema Kommentare und Blogs hatten, war ich der Meinung, dass mein geplanter Kommentar als Artikel doch sehr viel mehr Sinn hätte. (Sorry Christian, dass ich dich nun um einen Kommentar gebracht habe, ich hoffe mein Pingback reicht dir auch.)

Image44 in Von Schulmeister habe ich bis dato weder etwas gelesen noch gehört. Das Erste was ich also von ihm lese sind seine “Ansichten zur Kommentarkultur”. Dort setzt er sich mit dem Phänomen der Weblogs auseinander und betrachtet dabei besonders die sogenannten “EduBlogs” bzw. “EduWeblogs” da ich von dem Themenbereich der Weblogs keine Ahnung habe, lasse ich sein Kommentargezähle und das “Wer mit wem und wie oft” mal unter den Tisch fallen und befasse mich mit den ganz allgemeinen Aussagen die da über Blogs getroffen werden.

Schulmeister persönlich hat an Blogs im Allgemeinen und im Besonderen im wissenschaftlichen Bereich einen sehr hohen Anspruch. Sein Ideal eines Weblogs soll Fragen aufwerfen, Kommentare provozieren und durch prägnante Beiträge intensive Diskussionen entstehen lassen.  Und im wissenschaftlichen Bereich korrekt wissenschaftlich bearbeitet werden.

Diesem Ideal entsprechen aber sicherlich nur ein Bruchteil der bestehenden Blogs und auf mich hat es so den Anschein als sei Schulmeister der Meinung, die meisten vorhandenen Blogs würden von egomanischen Selbstdarstellern betrieben, die darauf geifern ihr Ego anhand der Zahlen der Kommentare aufzuwerten.  Ich leugne nicht, dass so Blogger gibt, aber diese sind meist relativ schnell von der Bildfläche verschwunden, wenn Google sie nicht so einstuft, wie sie das gern hätten und wenn sie feststellen, dass die ganze Welt eben NICHT auf genau das Blog gewartet hat, welches sie vor 3 Tagen mit den Worten “Hier bin ich, ab heute werde ich eure Startseite sein”. begonnen haben. Sowas nennt man dann (failed) “attention whore”. Die Übersetzung kann sich jeder selbst raussuchen Icon Wink in .

Diese Leute kommen und gehen, hinterlassen aber keine nennenswerten Spuren in der Blogosphäre, als dass sie in irgendeiner Hinsicht erwähnenswert wären (Oder man sich später noch an sie erinnert).

Wann setzt man sich aber durch?

In Deutschland ist das schon eine sehr seltsame Sache mit den Blogs und der Blogosphäre allgemein. Während in anderen Ländern Menschen wie du und ich mit ein bisschen Kreativität und Esprit selbst Vorbild  für Leute außerhalb der Blogosphäre werden können, wird der Wert und die Relevanz eines Blogs in Deutschland an der Ausbildung des Bloggers gemessen. Als hätte ein Blog erst dann eine Daseinsberechtigung, wenn der Blogger einen Berechtigungsschein vorweisen kann, auf dem steht “Ich bin Journalist, ich darf das!”. Alles natürlich an den Kriterien gemessen was ein “ideales Blog ausmachen sollte”.

Image45 in Schaut man sich diese Blogs dann aber mal genauer an, dann stellt man fest, dass diese Leute ihre Blogs allein dazu nutzen ihren Marktwert zu steigern in dem sie mit ihrer Rhetorik spielen und das Volk staunen lassen. Und wenn dann irgendwann mal im Fernsehen am Rande einer Randnotiz der Name einer dieser “Blogger” erwähnt wird, schreien alle auf, dass man so den Durchbruch geschafft hätte und alle hecheln den Medien hinterher, die sie selbst in ihrem letzten Blogeintrag für tot und irrelevant erklärt hatten. Da beißt sich der Hund in den eigenen Schwanz und dreht sich dabei munter im Kreis. Seien wir mal ehrlich. Die Namen der meisten Blogger, die sich mit dem Adelstitel “Journalist” schmücken, würden wir ohne dass sie bloggen gar nicht kennen. Und sie würden uns nicht interessieren, wenn sie es denn jetzt tun.

Man sollte an sich selbst auf keinen Fall den Anspruch stellen, mit dieser selbsternannten Elite konkurrieren zu wollen. Man sollte sich auf die Anfänge der Weblogs zurückbesinnen, denn sie bergen den Schlüssel des Erfolgs in sich. Wichtiger als oben genannter Adelstitel “Journalist” ist es, Blogs zu verstehen. Blogs laufen nicht nachdem Schema, einer gibt was vor und der Rest konsumiert. Nein Bloggen ist anstrengend. Denn als Blogger äußert man seine eigenen Gedanken, Meinungen und Sichtweisen und muss dazu noch auf die Kommentare der Leser reagieren und sich mit ihnen auseinandersetzen. Dazu muss der Blogger seine Kontakte pflegen und seine Kommentatoren (die oftmals selbst bloggen) besuchen und an ihrem Geschriebenen teilhaben. Eine so erarbeitete Basis an Stammlesern und Kommentatoren ist unbezahlbar.

Wie aber verhält es sich mit der Qualität der Blogs?

Woran wollen wir die Qualität der Blogs und der Beiträge messen? Woran kann man sie überhaupt messen? Schauen wir uns mal die verschiedenen Möglichkeiten an:

Anzahl der Kommentare:

Kann man die Qualität eines Beitrags an der Anzahl der Kommentare ablesen? Ich sage “Nein”, denn die Anzahl der Kommentare hängt von unendlich vielen Faktoren ab, dass allein die Anzahl oder das Wegbleiben der Kommentare keinerlei Aussage treffen kann. Mit diesen Faktoren ist man allerdings immer erst dann konfrontiert, wenn man selbst bloggt. Denn wenn man zB. seine Blogeinträge auf Twitter promotet können so kleine Dinge wie “Anzahl der Twitter-Follower in Kombination mit der Uhrzeit der Veröffentlichung, dem Wochentag und der Jahreszeit” in verschiedenen Kombinationen verschieden erfolgreich sein. Zum anderen können Artikel auch so anspruchsvoll sein, dass sich Kommentatoren schwer tun, etwas sinnvolles beizutragen.

Anzahl der Besucher:

Die Besucherzahlen sind ein einfach zu manipulierender Faktor. Mit Google-freundlicher Optimierung, die nichts an der inhaltlichen Qualität verändert kann man seine Besucherzahlen konstant in einem hohen Level halten. Und wenn man dann zB. Nude Content postet, sogar Höchstwerte erzielen. Aber nicht dadurch dass die Artikel so interessant sind (das ist ein Privileg, welches nur der “Playboy“ inne hat).

Anzahl der Backlinks:

Auch manipulierbar. Diverse Bloggewinnspiele bestehen auf verlinkende Beiträge und sammeln sich so innerhalb kürzester Zeit einige hundert Backlinks an. Was sind die dann wert? Gar nichts.

Image46 in Was ist also wirklich Qualität? Die Qualität eines Blogs ist es, den Leser mit dem, was man schreibt zu begeistern. Unabhängig von Berufsbezeichnung, Lehrsätzen und Regelwerken die irgendwann einmal entstanden sind. Man schreibt nicht für Lehrbücher, die vorschreiben wie man zu schreiben hat, sondern für Menschen. Als Betreiber eines Nischen- bzw. Themenblogs kann es nur die größte Freude sein Leser über die Nische hinaus zu gewinnen. Egal ob nun absichtlich oder unabsichtlich.

All diese vielschichtigen Komponenten, die ich genannt habe (und die die ich weggelassen habe, weil das hier sonst noch ausschweifender werden würde und wahrscheinlich sowieso keiner bis zu dieser Stelle gelesen hat) wurden in dem oben genannten 23-Seitigen pdf entweder nur grob angerissen oder gar nicht betrachtet, wobei es bei solch einem Thema wichtig ist, alle Facetten von allen Richtungen zu begutachten, erst recht wenn diese neuen Medien in Zukunft Bestandteil dessen werden sollen, was unsere Kinder in der Schule lernen und natürlich dadurch auch Bestandteil unseres Lebens.

Was ich aus dem pdf gelernt habe? Naja eigentlich nichts Neues, außer dass Blogs (neben Twitter wo man eben NICHT nur schreibt, dass man grad auf dem Klo sitzt) auch 2010 noch zu den großen undurchsichtigen Mythen des Internets zählen werden und an deren Erfassung viele weitere scheitern und zwar so lang bis auch der letzte erkennt, dass wir doch nur bloggen, weil wir uns eigentlich vor irgendwelcher Arbeit drücken wollen und es immer furchtbar wichtig klingt zu sagen “Ne, Moment, ich sitz grad an ‘nem Artikel der heute noch raus muss.”

Abschließende Bemerkungen:

1. Dieser Artikel ist unbelastet von Journalismus, Relevanz und Schwermetallen (kann aber Spuren von Nüssen und verstecktem Humor enthalten)

2. Fotos stehen nicht im Zusammenhang mit dem Artikel sondern sind lediglich Platzhalter für passende Bilder, die ich aber nicht hatte. (Sorry falls ihr schon interpretiert habt)

3. Ende und so..

Bei Andrea gefunden musste ichs doch selbst mal ausprobieren.

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YearbookYourself 1978 Thumb1 in YearbookYourself 1984 Thumb1 in YearbookYourself 1986 Thumb1 in

YearbookYourself 1992 Thumb1 in YearbookYourself 1996 Thumb1 in YearbookYourself 2000 Thumb1 in

Ich find ich seh mal sehr stylisch aus Icon Biggrin in

Ich trage Hausschuhe

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