Das ganz normale Chaos

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Social Networks töten Interaktionen auf Blogs! Was nun?

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Als ich vor einigen Jahren mit dem Bloggen begonnen habe, fand ich es super, wenn Leute meine Artikel gelesen haben und mir Kommentare hinterließen, in denen sie ihre Meinung posteten. Vor allem untereinander sind Blogger immer aktiv gewesen, reden, schreiben, faven. Je weiter die Zeit voran schreitet und vor allem je mehr Besucher ein Blog bekommt (so war es in meinem Fall) desto rarer machten sich die Kommentare im Blog.

Das ist anfangs etwas frustrierend, denn man fragt sich, was man denn falsch gemacht hat. Man fühlt sich ein bisschen wie das Kind, das beim Mannschaften bilden im Turnunterricht als letztes aufgerufen wird. Aber dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Die Leute verlagern ihre Kommentare einfach nur woanders hin.

Ich poste meine Blogartikel seit jeher auch auf verschiedene soziale Netzwerke. Twitter, Facebook, Google Plus – alle sind sie mit dabei und dort wird interagiert. Die Leute kommentieren, befürworten, lehnen ab, streiten und versöhnen sich wieder. Das passiert dort in Echtzeit. Diese Kommentare landen nicht im Blog. Wer meinen Artikel im Blog besucht, weiß nicht, dass es Leute gibt, die sich angeregt darüber unterhalten. Er sieht nur den Artikel und darunter den Counter der verschiedenen Sharing-Dienste.

Die Interaktion an sich ist also nicht zurückgegangen, sondern sie findet dort statt, wo Leute die Artikel finden. Diese Kommentare sind fürs Blog nicht verloren, sondern sie wären ohne diese Netzwerke nie zustande gekommen, weil die Leute dort die Artikel vermutlich nie von selbst gefunden hätten.  Es wäre Utopia, wenn man denkt, man könnte die Kommentare zurück ins Blog holen. Das liegt zum einen an technischen Hürden und zum anderen auch an datenschutzrechtlichen. Wie löst man dieses Problem denn?

Es ist kein Problem. Es ist ein Symptom unserer Zeit und wir sollten damit umgehen können. Liebe Blogger, werdet einfach ein bisschen entspannter und freut euch, wenn eure Artikel gelesen werden. Freut euch über jeden Kommentar, egal wo er stattfindet. Sperrt nicht die Kommentarfunktion auf sozialen Netzwerken, weil ihr denkt, damit würden die Leute in die Blogs gehen. Tun sie in den meisten Fällen nicht.

Ich für meinen Teil kommentiere, da ich ja selbst Bloggerin bin, nur auf den Blogs selbst, auch wenn ich den Link über ein soziales Netzwerk gefunden habe. Für mich gehört das einfach dazu. Trotzdem diskutiere ich auch gerne mit anderen über das Netzwerk, doch meine Meinung findet sich dann trotzdem unter dem Artikel.

Für meine Blogs gilt: Kommentiert wo ihr wollt, aber wenn ihr eine Meinung zu einem meiner Artikel habt, sagt sie mir. Ich will sie hören. Wenn ihr sie jedoch hier postet, werde ich mich besonders freuen :)

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  17. Für mich war und ist es häufig schwer etwas in meinem privaten Blog zu schreiben (was schon viel zu lange nimmer passiert ist), wenn da kein Feedback kommt. Es bleibt oft das Gefühl eines: Liest das überhaupt wer und interessiert sich dafür, was ich so schreibe. Ist in meinem kleinen Bereich natürlich nochmal etwas anderes, als z.B. bei dir – trotzdem ist es eine Hürde, weiterzuschreiben, wenn man kein/kaum Feedback bekommt.

  18. Kann ich zu 100% so unterschreiben.
    Je mehr Besucher ich bekomme, desto weniger Kommentare kriege ich, eigentlich paradox, aber schon irgendwo logisch, denn die Besucher kommen zu einem großen über soziale Netzwerke, wo meine Beiträge geteilt werden. Leute die in Suchmaschinen etwas finden, kommentieren meist auch nur dann, wenn die Frage nicht beantwortet wurde – eher ziehen sie allerdings weiter.

    Ich finde es schon frustrierend, dass die Kommentare zurück gehen, es würde mir weit mehr Spaß machen, wenn ich auch Kommentare auf meinem Blog hätte, aber ich verstehe, warum es so ist :\ Ebenso schade finde ich es, wenn ich was im Google Reader lese, mich die Kommentare interessieren und es sind keine da. Ich lese Kommentare sehr gerne, aber sie fehlen heutzutage nahezu überall.

    Kann man nichts machen.

  19. Ich hatte vor einiger Zeit mal etwas darüber gelesen, die Kommentarfunktion komplett zu deaktivieren, u.a. genau aus diesen Gründen.

    Ich muss aber auch gestehen, dass ich lieber über Google+ beispielsweise kommentiere, da ich dort jeden anderen Kommentator direkt erwähnen kann. Das geht bei den Blogs so nicht. Ich kann auf einen Kommentar antworten, aber nicht andere Kommentatoren erwähnen, so dass sie eine entsprechende Information erhalten. Keine auf den ersten Blick sichtbare Reaktion im Blogposting zu erhalten ist tatsächlich etwas frustrierend. Es liegt aber auch stark an der Leserschaft, die man sich erarbeitet hat. Carsten von stadt-bremerhaven.de hat ziemlich viele Leser im Laufe der Zeit bekommen, die auch im Blog fleißig kommentieren und diskutieren. Bei Sascha und Nicole von Netbooknews sieht es genauso aus. Andere Blogger hingegen erhalten ihre Besucher hauptsächlich über Suchmaschinen, die eher nicht kommentieren und vielleicht mal einen Artikel in ihren sozialen Netzwerken weiter verteilen.

    Wir Blogger sind allerdings auch kein besonders gutes und glänzendes Beispiel. Oftmals lesen wir zwar die Artikel unserer Kollegen aus den gleichen Themenbereichen, lassen aber nur selten einen Kommentar zurück, oder klicken mal auf die Werbung, um wenigstens so ein kleines Dankeschön zu hinterlassen.

    Mein erster Gedanke bei deinem Posting war, ob es nicht möglich ist, die Kommentare, die in Google+, Twitter und Facebook zu Artikel XY entstehen wieder als Kommentar in den Blog zu importieren… Gibt es da einen Lösungsansatz?

    • Zu deiner letzten Frage. Für Facebook geht es bedingt. Für Google Plus nicht. Aber abseits der technischen Hürden sehe ich in Deutschland eher die datenschutzrechtlichen Probleme.

  20. Das mit den Kommentaren ist immer so eine seltsame Geschichte, auf meinem Castle sind es auch mal mehr und mal gar keine. Da die Verbindung zu G+ seltsamer Weise nicht funktioniert und Facebook aus unbekannten Gründen meinen Freehoster seit einiger Zeit blockiert, ist die einzige Möglichkeit für einen richtigen Kommentar nur auf dem Blog selbst vorhanden… oder auch mit 140 Zeichen bei Twitter, aber das sehe ich nicht wirklich als Kommentar an.

    Natürlich kommt es wohl auch auf das Thema eines Artikels an, ob es Kommentare gibt oder nicht. Leser scheine ich ja inzwischen genug zu haben, Kommentare sind aber eher Mangelware. Inzwischen habe ich fast die zehnfache Menge an Spam wie Kommentare im Blog, wovon ich nicht gerade begeistert bin! :-(

    Grüße aus TmoWizard’s Castle zu Augsburg

    Mike, TmoWizard

  21. Gut, dass Du das Thema ansprichst und siehe da, es haben doch irgendwie alle ähnliche Erfahrungen damit gemacht. Bei mir ist es zwar nicht unbedingt so, dass die Kommentare zurückgehen, aber manchmal ärgert es mich, wenn gute, diskussionsfähige Meinungen in einem Netzwerk abgegeben werden und nicht im Blog. Und zwar deshalb, weil dieses gute Feedback für mich als Autor “verloren” geht, während die schlauen Gedanken im Blog eben Bestand haben – und auch gefunden werden können (von Google und Co.). Manche Leute werden sich der Vergänglichkeit und Nicht-Findbarkeit Ihrer Meinung durchaus bewusst sein, diese bevorzugen und aus diesem Grund Social Networks bevorzugen. Damit meine ich gar nicht mal superkritische oder negative Kommis, sondern eher die Denkweise “Ich will keine spuren hinterlassen”. Wieder andere machen sich darüber gar keine Gedanken, vermute ich – die gehören dann zur Gruppe, für die es einfach BEQUEMer ist, den Artikel dort zu kommentieren, wo er gepostet wird (wie Du schon sagst). Man muss keine Daten angeben oder sich gar einloggen (ist man ja schon). Außerdem ist auch ein kurzer Comment a la “super post!” ok und sieht nicht doof aus (als wenn man ihn so im Blog schreiben würde).

    Etwas positives haben die Social Networks aber auch: Es kommentieren bei mir dort Leute, die NIEMALS einen Blogkommentar schreiben würden oder geschrieben haben. Also dieses Feedback hätte man sonst gar nicht, es wäre verloren. Daher bin ich auch wiederum froh über Facebook, G+, Twitter & Co.

    Ich sehe das genauso wie Du: Kommentare und Feedback sind überall prima, im Blog freue ich mich aber auch am meisten.

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  23. Pingback: Gilly

  24. Pingback: LangweileDich.net

  25. Die Social Networks sind – wie bereits angesprochen – in der Regel einfach funktioneller ausgestattet. Außerdem habe ich es auch schon erlebt, dass Leser meinten “Direkt auf dem Blog kommentieren? Das ist mir zu offiziell.” Es ist bei objektiver Betrachtung für den Benutzer einfach die bessere User Experience.

    Ich finde die Verlagerung nach Facebook, G+ & Co nicht wirklich schlimm, was aber vermutlich auch damit zu tun hat, dass ich nie jemand war, der massig Kommentare erhalten hat. Grundsätzlich finde ich das Entstehen von Diskussion wichtig, egal wo. Der ein oder andere geniale Gedanke geht im sozialen Blub sicherlich verloren. Ein Ausweg wäre hier aber einfach das Verlinken der FB-Kommentare im Blogpost selbst.

    Wo ich es echt schlimm finde ist bei instruktionalen Artikeln. Da kommen in den Kommentaren häufig Fragen auf, die der Allgemeinheit weiterhelfen. An dieser Stelle ist es dann tatsächlich schade, wenn die dort gegebenen Hilfestellungen im Wulst der Social Network Timelines für immer verschwinden.

  26. Pingback: Hans Hauschild

  27. Ich habe einen gern gelesenen Artikel über Fine-Tuning am Android Market. Und das ist so ziemlich der einzige Artikel der wieder und wieder kommentiert wird. Bei diesen Kommentaren fällt mir aber immer wieder eins auf: die Leute sind sogar mittlerweile zu faul zum Lesen.

    Fragen, welche eindeutig im Text erläutert werden tauchen imer und immer wieder auf. Folglich werden die Kommentare auch nicht gelesen. Vielleicht sollte ich es wie Cashy oder Sascha von netbooknews.de machen: mehr Videos.

    Ich fand es auf meinen früheren Blogs auch schöner: da entbrannten regelrechte Streitgespräche über meine Posts. Aber das scheint wohl vorbei zu sein. :(

  28. Du hast ja reeecht. :D Aber es ist ja trotzdem ein bisschen traurig, dass man nicht mehr alles gesammelt hat. :(

  29. Ein sehr guter Artikel der mir aus der Seele spricht. Ich versuche immer noch herauszufinden worin der Unterschied liegt, zwischen den Blogs in denen intensiv kommentiert wird und den anderen Blogs, auf denen Kommentare Seltenheitswert haben. Hab es bis jetzt nicht herausgefunden. Aber auch auf Facebook werden ja oft Statusmeldungen lebhaft kommentiert, die keinerlei Tiefgang besitzen, während vieles unbeachtet bleibt, das bei Nähe betrachtet, von einiger Relevanz wäre. Auch das scheint mir unerklärlich. :)

  30. Hi Tiia,
    ich versuche auch, direkt in einem Blog zu kommentieren. Allerdings klappt das ja nicht immer, vor allem dann nicht, wenn ich mich auf einen Kommentar in einem Netzwerk beziehe. Ich sehe das mit den Blogkommentaren ganz ähnlich und ich habe mich inzwischen daran gewöhnt, daß meine Blogartikel sehr selten kommentiert werden. Dafür freue ich mich um so mehr, wenn dann doch mal jemand einen Kommentar hinterläßt.
    Liebe Grüsse vom Bodensee,
    Michaela

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  34. Zu den schon erwähnten ‘Problemen’ mit den verteilten Kommentaren in den sozialen Netzwerken (bei selbst geteilten Links) kommen ja noch die Kommentare, die man überhaupt nicht selber mitbekommt, wenn der Link zu einem Post von jemand anderem geteilt wurde.
    Ist ja nicht nur bei den Netzwerken, sondern auch bei Foren etc. so. Viele nutzen ja auch schon in Foren Referrer-Verschleierung, so dass man keinen Anhaltspunkt auf den Zusammenhang der Verlinkung hat.

    Bei G+ hat man ja noch die Möglichkeit in der Suche diese Sachen zu finden, sofern es ein öffentlicher Beitrag war, bei Facebook gehts nicht wirklich und in vielen Foren muss man sich für die Suche anmelden oder überhaupt zum Lesen.

    Ansonsten wünschte ich mir auch, dass die Diskussion wieder mehr in den Blogs stattfinden sollte.

  35. Ich sehe diese Entwicklung zum einen auch entspannt – schließlich kann ich ja anhand der Stats oder Analytics die Reichweite ganz gut abschätzen.

    Was ich aber wie oben bereits kommentiert schade finde ist die Flüchtigkeit der Kommentare. Oftmals entsteht da ja auch eine Diskussion, die fast noch werthaltiger als der ursprüngliche Artikel ist und diesen um viele Facetten ergänzt – all das ist im Social Media-Nirvana verloren.

  36. Also dieser Beitrag hat etwas 2.0-Romantisches. Objektiv betrachtet, würde man sagen, es ist einerlei, wo die Leute kommentieren, solange sie tatsächlich kommentieren. Subjektiv wird es bestimmt einige Leute geben, die das so sehen, wie die Autorin hier. Nur, na ja… ich würde nicht sagen, dass es einen aus dieser “romantischen” Perspektive traurig stimmen sollte, sondern eher deshalb, weil der Content, der bei G+ oder FB landet nicht mehr so ganz der eigene ist, bzw. eben auch derjenige von Goolge und Facebook. Google hat mit Buzz und Co schon mal Formate eingestampft, die eine Gruppe von Leuten toll fanden uns ne Weile ausprobiert haben. Die Inhalte dort sind für den Diskurs nicht umsonst gewesen, aber es ist doch ein wenig für die Katz, weil, wenn so ein Service mal komplett eingestellt würde, wären die Daten alle futsch, da kann ich auf dem Herrn Unkreativ in dieser Beziehung Recht geben, der da mal vor Monaten einen Beitrag schrob, aber eher mit Blick auf Datenschutz-Lala.

    @Ursu: Bei deinem Kommentar musste ich ein wenig stutzen. Weil ich mich dann gefragt habe, ob Du keine Statistiken für deine private Webseite führst? Weil auch wenn es keine Kommentare gibt/gäbe, könntest du ja trotzdem feststellen, ob es viele oder wenige Leute sind, die deine privaten Ergüsse lesen.

    @Max: Das Phänomen – und du sprichst Foren ja an – gab es aber schon deutlich länger als FB oder G+. Die eigenen Webstatistiken haben oftmals Links von Foren gezeigt und es gab viele, für die man sich erst hätte anmelden müssen. Ach und das ist doch im richtigen Leben nicht anders. Zwei Leute unterhalten sich. Einer von beiden, unterhält sich später noch mit jemand anderem über die erste Person. So und die Dritte unterhält sich dann mit noch jemandem über das Gespräch der zweiten mit der dritten. Dass die erste darin auftaucht, aber davon nicht weiß, finde ich jetzt nicht unnatürlich. Oder man nehme Literatur… Autoren schreiben Geschichten und Gedichte oder Artikel. Die Diskussion darüber findet seltens im Beisein der Autoren statt. :)

    Ich würde es halt nüchterner betrachten und weniger romantisch, das macht die Sache zumindest einfacher.

  37. Amen, amen, amen. Aber, bei mir seh ich das immer etwas anders. Auch wenn es aussieht, als würde ich für “jedermann den es interessiert” schreiben, schreibe ich schon seit eh und je für mich selbst. Ich freu mir ein zweites Loch in den Hintern wenn ich mal ein Kommentar bekomme, freiwillig ;), natülich am Liebsten in meiner kleinen Blogwelt, aber auch auf jede andere Art und Weise.

    Aber, ich gebe ja auch was zurück. Wenn ich etwas lese was mir gefällt, dann gibt es ein Kommentar oder ich teile es, wenn ich nicht wirklich viel zu sagen habe, weil um den heißen Brei, brauch ich auch nicht schnacken.

    Ich habe aber bei vielen rausgehört, die so ehrlich zu sich selbst sind, und über Kommentareflaute mosern, dass sie selbst nicht viel kommentieren. Ihnen ist dann schon klar, dass es oft ein Geben und Nehmen ist.

  38. Pingback: Mario Hommel

  39. Der größte Nachteil, wenn die Kommentare auf den sozialen Netzen passieren, ist auch für mich die Flüchtigkeit. Nach einer halben Stunde ist der Post aus der Timeline raus und niemand sieht ihn mehr so wirklich. Die Stärke von Blogs ist die Vernetzung untereinander mit Kommentaren, Trackbacks und Pingbacks. Auf vielen Artikeln auf Blogs, bei denen ich die Benachrichtigung für neue Kommentare eingestellt habe, kommen auch nach Tagen und Wochen noch Kommentare und neue Aspekte, während der Post und die Diskussion auf Facebook oder Google+ schon längst im Nirwana verschwunden ist.

  40. Pingback: Christine Heller

  41. Pingback: Felix Barth

  42. Pingback: KreativeKK

  43. Pingback: Gerhard Schröder

  44. Ich bekomme leider, wenn überhaupt, auch fast nur Resonanz über die Social Networks FB und G+ aber im Grunde auch die meisten Besucher. Das liegt aber auch an der Bequemlichkeit der Nutzer. Auch wenn kommentieren auf Blogs in den meisten Fällen nicht sehr umständlich ist, in den Netzwerken ist einfach noch ein paar Schritte einfacher. Naja, daran muß man sich gewöhnen. Zum Glück motivieren mich die Statistiken trotzdem immermal wieder weiter zu bloggen.

    Gibs zu, Du hast den Beitrag nur geschrieben um mehr Leute im Blog kommentieren zu lassen! :)

    Nein im Ernst, gute Beobachtung. So ist das nunmal mit den Entwicklungen.

  45. Pingback: Monika E. König

  46. Hmm sehr interessanter Punkt. Ist schon Wahnsinn, was die sozialen Netzwerke alles mit sich ziehen. Würde es die nicht geben würde wahrscheinlich ein wenig mehr kommentiert werden, aber denke nicht erheblich mehr.. Ist die Frage ob sich das schlecht auf die Verlinkungen etc. auswirkt..

  47. Ja. Auch ich kann es – vom Herzen her – verstehen. Kommentare sind eben (irgendwie auch) verlangzeitlichte Wertschätzung der eigenen Blog-Tätigkeit.
    Allerdings hatte man Reaktionen (Kommentare) darauf von je her eh’ nie unter einem Artikel zusammen, denn…

    … was ist z.B. mit dem auf einen Blog-Post folgenden Anruf? Was mit dem Angesprochen werden auf dem Gang? Was mit der E-Mail, die einen Gegenrede/Antwort darauf enthält?

    Die gab es ja auch schon immer. Und die wollte ich – in einigen Fällen – nicht wirklich in den Kommentaren abgebildet wissen. ;)

  48. Pingback: Familie Bodehase

  49. Hallo zusammen,

    die Frage, ob Kommentierer vielleicht nur zu faul oder zu bequem sind, auf einem Blog inkl. aller Datenfelder zu kommentieren, könnte man doch relativ leicht erforschen, wenn ein Blog sowohl Kommentare über das “normale” Formular als auch über Twitter- und Facebook-Logins ermöglichen würde.

    Oder hat das schon einmal irgendwer ausgewertet, der alle Möglichkeiten im Blog eingebaut hat?

  50. Ich persönlich finde es auch schöner, wenn die Leser in Blogs kommentieren.
    Man bekommt gelegentlich das Gefühl, dass Internet besteht nur noch aus Facebook, Twitter und dergleichen. Blogs tragen mehr zur Vielfältigkeit bei, welche mir persönlich im Netz ein wenig fehlt.
    Klingt vielleicht abwegig, aber mir kam das Netz früher “bunter” vor.

    Was mein Blog angeht… keine Ahnung wer da was liest, ob es überhaupt jemanden interessiert. Einfach schreiben und authentisch bleiben, dann findet man auch vielleicht seine Leserschaft…
    Über Kommentare freut sich jeder.

  51. Ich habe ja auch schon mal darüber geblogt. Und ich war auch schon echt traurig, wo da die Entwicklung hin geht. Habe dann meine FB Fan-Seite gelöscht und meine Beiträge gar nicht mehr bei G+ geteilt. Aber ich muss dir Recht geben, so ist das jetzt, und entweder man geht mit der Zeit, oder bleibt zurück. Ich denke, deine Ansicht hier ist die bessere. Guter Artikel !!

  52. Pingback: Michael Kupfer

  53. Auch ich bekomme kaum noch Kommentare im Blog, momentan ist es so, dass meine Beiträge eher bei Twitter retweeted oder bei Google+ geteilt werden als dass jemand kommentiert.
    Mich freut es zwar, wenn mein Beitrag jeweils verteilt wird, aber mich würde ein Feedback in Form eines Kommentares auch sehr freuen, da man da auf jeden Fall rauslesen kann, dass jemand den Beitrag gelesen hat, sofern es nicht nur ein “Toller Beitrag”-Kommentar ist. Wobei ich mir selber an die Nase fassen muss, da ich selber auch eher retweete oder teile als zu kommentieren, aber das werde ich jetzt ändern, vielleicht werden es dann auch wieder mehr Kommentare im Blog.

  54. Ich kenn das Problem und hab deswegen auch lange Zeit gar nicht mehr gebloggt, einfach weil das direkte Feedback auf der eigenen Seite fehlt und die Kommentare in den Netzwerken zu flüchtig sind – ebenso wie der Artikellink selbst. Zusätzlich gibt es auch keine richtige Synergie der Kommentatoren weil die Kommentare auf FB, G+ und Twitter sich in einer eigenen Welt abspielen.

    Es ist daher schon ehr selten wenn direkt im Blog kommentiert wurde, meist ist es auch die reine Bequemlichkeit, man hängt im Netzwerk und postet dort eben den Kommentar. Aber selbst dort hat man auch einfach Pech, weil man im Stream schnell untergeht.

    Aber es ist eben der Lauf der Zeit, musste sich der Blogger früher noch intensiv darum kümmern sein Blog gut zu platzieren, übernehmen heute die Sozialen Netzwerke den Part (im Endeffekt ist es wie mit EBay nur für Content). Früher oder später wird wohl ein neuer Service kommen der Social Networks und Blogs vereint.

  55. Pingback: Nikola Hahn

  56. meinen blog lesen nur google bots. aber die trollen wenigstens nicht! :3

  57. Ich kenne das nur zu gut. In meinem Blog wird fast überhaupt nicht kommentiert. Dabei gebe ich sehr oft meine Kommentare unter anderen Blog gerne ab.

    Meine Blogs stelle ich auch in Google+ ein (dort bin ich nur vertreten, kein Facebook, kein Twitter), aber da erhalte ich auch ganz ganz ganz wenig Resonanz.

    Irgendwas scheine ich wirklich falsch zu machen. Ist das, dass ich manches in Spanisch oder Französisch schreibe (oftmals doppelt zum deutschen Blog)? Schreckt das die Leute ab. Oh der kann ja außer Deutsch noch eine andere Sprache?

    Oder sind meine Themen im Allgemeinen zu langweilig oder regional? Ok. Ich weiß Badminton ist in Deutschland eine absolute Randsportart; das interessiert nur Freaks, ebenso Leute, die das Betriebssystem Linux einsetzen (in meinem Xubuntu 12.04 zurzeit).

    Ich habe aber keine Lust immer ständig etwas gegen die Politik und gegen die Wirtschaft zu schreiben. Das machen Millionen andere Menschen auch und alle bekommen die totale Aufmerksamkeit.

    Ich sehe das aber immer so, dass was man schreibt und auch oftmals per E-Mail an Bekannte schickt, darauf möchte man eine Resonanz haben. Es muss ja niemand öffentlich kommentieren, per E-Mail an mich persönlich würde auch schon reichen. Aber wenn sich überhaupt keiner meldet, dann heißt das für mich, das (der) Blog wurde übersehen, das Thema war sterbenslangweilig oder ich hatte keine Zeit (wie immer dafür).

    Ich bin jetzt erst einmal im Urlaub. Keine Blogs, keine Kommentare in soziale Netzwerke. Vielleicht überlege ich mir, wie ich das Blog besser führen könnte. Aber da mir ja niemand dazu etwas schreibt, weiß ich nicht, was man besser machen könnte. Ich könnte wild umher stochern, aber dennoch immer noch das falsche machen, was die Leute abschreckt.

    Keine Ahnung.

    • Du könntest deinen Blog bei google analytics anmelden oder bei einem ähnlichen Tracking-Dienst. Dort kannst du dann sehen, wieviele Leute deinen Blog besuchen, woher sie kommen, ob sie gleich wieder verschwinden usw. Das dürfte für dich sehr aufschlussreich sein – und dann kannst du gezielt Konsequenzen daraus ziehen.

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