Das ganz normale Chaos

Schatz? Ich glaub das Dach fliegt weg!

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Wir sind ja in ein kleines schnuckliges Fachwerkhäuschen gezogen und man muss ja erstmal die Macken, Tücken und Eigenarten von so einem Häuschen kennenlernen, bevor einem irgendwelche knarrenden, knarzenden und pfeifenden Geräusche keine Bedenken mehr machen.

Vorteil ist es dann also, wenn man ein komplettes Jahr, mit allen vier Jahreszeiten durchlebt hat um zu sagen: „Ach das ist normal, da passiert nichts“. Auch wenn viele Leute das Alter von 100 Jahren, was wirklich nicht viel für ein Fachwerkchen ist, als Argument gegen Stabilität verwenden würden, bin ich ja der Meinung. „Das hat 100 Jahre gehalten, dann wirds auch nochmal 100 Jahre halten. Immerhin hats 100 Jahre lang bewiesen, dass alles hält! Es wird ja nicht 100 Jahre ohne Probleme stehen, und genau dann zusammenbrechen, wenn wir drin wohnen.“

Unsere Schlafzimmer befinden sich unterm Dach. Und jetzt gehen die ersten schnelleren Herbstwinde auf die Reise. Das pfeift durchs Dach, das glaubt ihr nicht. Das klingt richtig gefährlich, auch wenns manche vielleicht eher gemütlich nennen würden *g* Trotzdem muss man sich an das Geräusch erst gewöhnen. Man lernt das Haus eben erst noch kennen.

Ein anderes Phänomen ist, dass Häuser mit einem Ständerbau aus Holz gern jede Schwingung mal mitnehmen. Das macht sie eben stabil. Die Folge war, dass vor ein paar Tagen auf einmal nachts unser Bett vibrierte. (Nein wir haben an unserem Bett keinen Geldschlitz, wie ich manchen billigen, amerikanischen Motels)

Wir gehen also davon aus, dass irgendwer eine ziemlich alte Waschmaschine hat, und die sich grad im Schleudergang befand. Gruselig wars zumindest. Vielleicht wars auch nen Erdbeben, aber ich hab nix von Erdbeben bei uns gehört.

Aber auch trotz aller Seltsamitäten, ich wohn gern hier, auch wenn das Haus pfeift, knarzt und manchmal vibriert.

3 Kommentare

  1. Endlich kann mich mal jemand verstehen!
    Wenn ich jemandem erzähle „Bei mir wackelt das Dach“ oder „Das Dach bollert“, glaubt es mir keiner. Immerhin wohn ich ja auch unter’m Dach und auch in einem Fachwerkhaus. Denke, da ist es normal, dass man mit klappernden Geräuschen einschlafen muss. Ich hab mich jetzt nach 3 1/2 Jahren dran gewöhnt 😉

  2. Gründen wir den Verein. „Unsere Häuser klappern, na und?“

  3. Ich glaub den Verein gibt es bestimmt schon 😀 Und beitreten ist so teuer 😀

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