Das ganz normale Chaos

Fertiges Becken komplett

Projekt Fischpfütze: Die Einrichtung

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Vor meinem Geburtstag hatte ich bei Zooplus bestellt. Leider schienen sie Probleme gehabt zu haben und bis gestern kam kein Paket. Gestern morgen schrieb ich ihnen also eine Email und klagte ihnen mein Leid. Ohne große Diskussion gaben sie meine Bestellung noch einmal auf und heut Morgen klingelte GLS bei mir. Geht doch 🙂

Jetzt zeige ich euch, welche Schritte ich danach vorgenommen habe, um das Aquarium einzurichten. Geliefert wurden 15kg weißer Sand und ein Filter. Bevor der Sand ins Aquarium kann, muss er gewaschen werden. Zwar ist er nicht dreckig, aber staubig, denn wenn Sandkörner aneinander reiben, nutzen sie sich gegenseitig ab. Als ich mein erstes Aquarium eingerichtet habe, hatte ich den Staub nicht herausgewaschen und danach 4 Tage lang trübes Wasser, bis der Filter nach und nach das Wasser klärte. Deswegen erspart man sich einiges, wenn man den Sand vorher wäscht.

Um den Sand zu waschen habe ich mir einen sauberen Eimer genommen und dann zu einem viertel mit Sand gefüllt. Dann kann man entweder mit der Duschbrause und einem starken Wasserstrahl den Sand rühren, oder man wäscht ihn per Hand indem man Wasser reinfüllt und dann mit der Hand rührt.

Das mit der Duschbrause geht schneller und deswegen habe ich es so gemacht. Ihr seht schon. Die dunkle Brühe will niemand in seinem Becken haben.

Wenn das Wasser klar bleibt, kann man den nassen Sand ins Aquarium geben. Das Waschen dauert zwar ein bisschen, aber es lohnt sich, wie oben beschrieben wirklich.

Wenn der ganze Sand gewaschen ist, gibt man ein bisschen Wasser ins Becken, damit sich er sich verteilt. Beim Aquarium wird empfohlen, den Sand nach hinten höher auslaufen zu lassen, damit der es optisch schöner aussieht. außerdem sieht man dann hinten keine unschöne Kante.

Jetzt wird es Zeit, Wasser einzulassen. Wie man sich denken kann, würde der Sand weggespült werden, wenn man jetzt einfach Wasser hineinkippt. Deswegen gebe ich einen Teller auf den Sand, auf den ich das Wasser schütte. Das Wasser verteilt sich dann drum herum ohne groß das Sandgebilde zu zerstören.

Zusätzlich zum Leitungswasser habe ich auch noch 10 Liter aus dem bestehenden Aquarium hinzugegeben. Damit werde ich das Bakterienwachstum ein bisschen beschleunigen. Auch werde ich noch den alten Filter im kleinen Aquarium auswaschen.

Danach kam die Technik ins Becken. Ein Filter und eine Heizung. Die Heizung steht auf 24 Grad, was ein guter Durchschnittswert ist.

Den Funktionstest haben alle Geräte bestanden und deswegen konnte ich zum nächsten Schritt übergehen. Das Bepflanzen. Zum Glück habe ich ein größeres Aquarium, welches ein Pflanzen ausdünnen sehr gut gebrauchen konnte. Ich habe also dort komplette Pflanzen und Ableger entnommen, die danach ins kleine Aquarium gepflanzt wurden.

Ich habe erst einmal nur die Ränder hinten und an der Seite bepflanzt, weil ich mir für die Mitte noch eine Gestaltungsmöglichkeit überlegen will. Irgend ein zentrales Dekostück.

Nach dem Bepflanzen setzte ich das Aquarium samt Deckel und restlicher Technik zusammen.

Jetzt heißt es Geduld, denn die Pflanzen müssen jetzt erst einmal anwachsen, und es sollte mindestens 4 Wochen so stehen bleiben, bis erste Fische ins Becken können. Ich hätte den Filter auch an die Seite packen können, irgendwo hinter Pflanzen, damit er nicht sichtbar ist, jedoch wollte ich ihn vorn haben, da dort die große Reinigungsklappe ist und ich so besser an den Filter komme, sollte er verstopft sein. Mir macht es nichts aus ihn sehen zu können und ich denke den Fischen wird es später auch egal sein.

Soweit bin ich jetzt also. Die nächsten Infos wird es dann noch einmal vorm Fischeinzug geben, damit ihr sehen könnt, wie sich das Becken entwickelt hat.

EDIT:

So sieht es nach einem Tag aus. Das Wasser ist fast klar geworden. Noch ein weiterer Tag und es ist kristallklar.

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8 Kommentare

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  2. Finde ich schön beschrieben. Wenn erlaubt, würde ich noch ein paar Anmerkungen machen.

    Die Größe des Beckens ist mir jetzt nicht bekannt, aufgrund des letzten Fotos tippe ich auf ein eher kleines Becken. Da ist ein reiner Innenfilter ok. Bei größeren Becken würde ich immer einen Außenfilter nehmen und den dann NICHT bei die Heizung setzen. Denn dann wird das gerade leicht erwärmte Wasser direkt wieder abgesaugt und verliert auf dem Weg durch Leitungen und Pumpe/Filter die Temperatur wieder.

    Das mit dem Teller ist eine tolle Idee beim befüllen. Ich selbst habe den Sand jedoch nie nach hinten aufgestockt, da ich stets so viel Bewegung im Wasser hatte, dass der Sand sich nach einiger Zeit immer von selbst geglättet hat.

    Etwas Wasser im Becken beim Verteilen finde ich übrigens schon deshalb sinnvoll, weil der Sand dann nicht so am Boden kratzt und Kratzer hinterlassen kann.

    Schwimmpflanzen nutzt du keine? Insbesondere bei einem neuen Becken finde ich die Reinigungswirkung der freischwebenden Wurzeln enorm. Zwar sind diese nach einiger Zeit brauch und haben einen leichten „Pelz“ aber immerhin sind dann auch die Schadstoffe, überschüssige Nährstoffe usw im Wasser gebunden.

    Welche Fische willst du denn einsetzen?

    Nochmals Danke für den tollen Beitrag.

    • Das ist ein kleines 60cm Becken, welches in meiner alten Wohnung jahrelang stand und durch diverse Umzüge keinen Platz mehr gefunden hat. Da ich keinen Aussenfilter für diese Beckengröße gefunden habe, gabs einen Innenfilter. Ausserdem wurde mir generell von einem Aussenfilter wegen der Katzen abgeraten. Das mit dem Sand ist sicher geschmackssache. Ich werde sehen ob es so bleibt oder ob es auch wieder heruntergeht.
      Schwimmppflanzen hatte ich in meinem Großen Becken und sie waren eine echte Pest. Die wieder loszuwerden war fast unmöglich. Ich habs nach 3 Jahren geschafft und seit dem gehts dem Becken auch wieder besser.
      Bei den Fischen bin ich mir noch unschlüssig. Entweder Guppys oder Endler Guppys und etwas für den Boden. Zusammen will ich beide Guppyarten nicht halten, weil ich sie einfach „sortenrein“ schöner finde und ich generell denke, man sollte sie nicht vermischen. Aber mit der Fischwahl kann ich mir jetzt noch Zeit lassen. Noch muss das Becken ja vernünftig eingefahren sein.

      • Ja, macht Sinn. Wobei ich bei den Guppys – zumindest in meiner Gegend – bezweifel, dass es wirklich noch sortenrein gibt. Ich habe mir mehrmals schon augenscheinliche „normale“ gekauft und hatte nach 2-3 Würfen trotzdem wieder die typischen Endler-Farben und Formen im Becken. Bei den Züchtern und/oder Geschäften ist da also schon vorher eine gewisse Vermischung eingetreten.

        Und Überzüchtung/Inzucht ist mittlerweile ja deutschlandweit ein Problem. Vor 20 Jahren konnte man nen Guppy theoretisch in nem Einmachglas halten. Heute sind die – im Vergleich zu damals – schon ziemlich kaputt.

        Welche Schwimmpflanzen hattest du denn, wenn du so Probleme hattest? Das klingt ja eher so, als hättest du Linsen oder so gehabt. Ich rede von größeren Schwimmpflanzen die man bei nichtgefallen einfach rausgreifen kann und weg sind sie.

        • Stimmt es waren Linsen. Die haben das ganze Licht weggenommen, wenn ich nicht mindestens einmal die Woche den Großteil abgeschöpft hätte. Ich will jetzt sehen dass ich möglichst viel Licht ins Becken bekomme, damit die Pflanzen gut wachsen.
          Mit Sortenrein meine ich, dass ich nicht gewillt optische Endlers und optische normale Guppys vermische. Was in den normalen Guppys steckt weiß man im Laden natürlich nicht, aber man muss es ja auch nicht absichtlich machen.
          Überzüchtung und Inzucht ist bei jedem vom Menschen gezielt gezüchteten Tier ein Problem. Drum werde ich auch sehen, dass ich meine Fische aus verschiedenen Quellen beziehe. Übrigens ist Inzucht nur dann ein Problem, wenn die Tiere schon genetische Defekte mit sich bringen. Diese doppeln sich dann, wenn zweimal das gleiche Erbgut aufeinander trifft.

  3. Den Akt habe ich letzten Samstag hinter mich gebracht, jetzt heißt es erst einmal warten, bis Becken Nr. 5 dann auch besetzt werden kann. 🙂

    Den Sand nach hinten aufsteigend einzubringen, habe ich auch schon versucht. Nach einem guten halben Jahr war die Höhe aber dann wieder gleich. Geht bei Kies vielleicht besser.

    lg

    Anika

    • Kies hab ich im anderen Becken und wollte ich eigentlich auch nicht mehr, weil ich Bodenfische haben will und für die Sand besser ist. Das andere Becken ist für Kiesgestaltungen eher ungeeignet, weil ich dort meinen Dorny drin habe und der sich das Becken sowieso so gestaltet wie er es haben will.

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