Das ganz normale Chaos

Mit dem Bloggen beginnen: Artikel 1 (Artikelserie)

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Mit dem Bloggen beginnenEinleitung:

Bloggen ist hip, Bloggen ist in? In ist, wer etwas zu sagen hat. Blogger haben etwas zu sagen. Deswegen bloggen sie. Jedoch hat nicht jeder, der etwas sagen möchte, auch die nötigen Kenntnisse, um sich ein Blog einzurichten. Gute Tutorials, die verständlich erklären, wie man ohne Vorkenntnisse ein Blog erstellt und Inhalte veröffentlicht, gibt es nicht viele. Manchmal ist auch die Hemmschwelle, jemanden zu fragen, der sich damit auskennt, zu groß. Diese Artikelreihe erklärt ausführlich und Schritt für Schritt jedem bloginteressierten Anfänger, wie er sich schnell ein Blog einrichten und Artikel verfassen kann.

Die Theorie:

Was ist ein Blog?

Der erste Artikel dieser Reihe befasst sich mit der Theorie des Bloggens. Zwar hat jeder den Begriff Blog oder Weblog bereits gehört, aber ohne direkten Kontakt zur Materie fällt es oft nicht leicht, sich etwas darunter vorzustellen.

Das (neuerdings auch der) Blog ist eine Kurzbezeichnung für „Weblog“. Im groben Sinne handelt es sich dabei um ein Tagebuch im Internet. Blogs werden entweder auf dem eigenen Webspace mittels einer Blogsoftware installiert oder große Anbieter stellen Accounts zu fertig eingerichteten Blogs zur Verfügung auf denen man dann (meist kostenlos) bloggen kann und keinen Webspace braucht.

Der Vorteil der Methode des eigenen Webspaces ist, dass man sein Blog komplett selbst gestalten und einrichten kann. Man kann sich nicht nur ein freies Design aussuchen oder selbst erstellen, sondern auch Plugins installieren, mit denen man den Funktionsumfang des eigenen Blogs erweitert.

Nachteil ist jedoch, dass man entweder einige Vorkenntnisse mitbringen oder bereit sein sollte, sich intensiv mit der Administration des Blogs auseinander zu setzen, um die Kenntnisse zu erwerben.

Dementsprechend brauchen sich User bei einem Bloghoster um die technische Administration des Blogs keine Gedanken machen und können sich komplett auf die Inhalte konzentrieren. Das allerdings zu dem Preis, dass das Blog nicht 100% anpassbar ist, sondern man sich im Rahmen dessen bewegen muss, was der Hoster anbietet.

Blogs basieren auf CMS Systemen, die es einem User vereinfachen, Inhalte ins Netz zu stellen. So können User ohne technische Vorkenntnisse professionell aussehende Webseiten selbstständig erstellen und verwalten. Möchte man das Design der Seite ändern, so sind keine Änderungen an den Artikeln nötig, da Design und Inhalte voneinander getrennt administriert werden.

Was ist Bloggen?

Als „Bloggen“ bezeichnet man den Vorgang, bei dem man sein Weblog mit Artikeln füllt und diese veröffentlicht. Auch wenn der Ursprung des Bloggens im rückblickenden Verfassen von Tagesgeschehnissen liegt, heißt es nicht, dass Blogbeiträge so aussehen müssen. Jeder Blogautor ist seines eigenen Glückes Schmied und kann genau die Inhalte veröffentlichen, die ihn bewegen und beschäftigen. Jeder bloggt anders und auch aus anderen Motivationen heraus.

Wichtig ist ist allerdings immer, und da ist es egal um welches Thema es geht: Man darf sich nicht verstellen, um dem Leser zu gefallen. Man muss authentisch bleiben. Alles andere merkt der Leser früher oder später und wendet sich vom Blog ab. Man selbst sollte für sich herausfinden, weswegen man bloggen möchte und ob man den Willen und die Zeit aufbringen kann, selbst Texte zu verfassen und zu veröffentlichen. Wenn man bloggt, so sollte dies regelmäßig geschehen und zwar mit Zeitabständen, bei denen einem die Leser nicht davon laufen. Das klingt nun zwar nach einer großen Bürde, aber viele Blogger berichten davon, dass das Verfassen der Artikel mit in ihren Alltag eingegangen ist und diesen auch bereichern.

Viele Blogs „sterben“ bereits im ersten Jahr. Das zeigt, dass viele Blogger zu Beginn mit der falschen Motivation ans Bloggen herangehen. Man ist als Neublogger nicht sofort beliebt und wird von allen gelesen. Im Gegenteil! Anerkennung muss man sich wie im Leben außerhalb des Internets erst verdienen. Zum Aufbau und Pflegen eines Netzwerks kommen wir dann in einem der späteren Artikel. Wichtig ist für jetzt auf jeden Fall, dass man sich klar macht, dass Bloggen eine soziale Sache ist, die ohne andere Mitmenschen keinen Spaß macht und schnell frustriert. Man muss also damit leben können, dass andere Menschen sich ins eigenen Blog mit einbringen und darauf reagieren.

In einem anderen Artikel schrieb ich etwas über die „Selbstzensur“. Bei jedem Artikel sollte euch immer klar sein, dass diese offen im Internet stehen und unter gewissen Umständen zu euch zurückverfolgt werden können. Schreibt also nur Dinge, zu denen ihr auch offen stehen könnt.

Was sind die Vorteile des Bloggens?

Der größte Vorteil des Bloggens ist, dass man mit relativ wenig Arbeitsaufwand eine große Gruppe Menschen mit dem erreichen kann, was man zu sagen hat. Dazu ist die Blogsoftware mittlerweile so weit und gut entwickelt, dass es für Außenstehende einfach ist, auf Artikel zu reagieren und diese in ihrem eigenen Netzwerk zu teilen, was die Erreichbarkeit der eigenen Worte zusätzlich vergrößert.

Die Blogsoftware ist zudem einfach gehalten und bietet die Möglichkeit auch mit anderer Software, mobilen Endgeräten oder Webdiensten, das eigene Blog mit Inhalten zu füllen. Damit wird das Blog zum eigenen digitalen Mittelpunkt auf dem man veröffentlicht, sammelt, teilt und kommuniziert.

Suchmaschinen kommen mit Blogs, sofern man selbige nicht ausschließt, gut zurecht und kann auch mit wenig Aufwand bereits gute Suchmaschinenpositionierungen erreichen.

Bloggen ist aber vor allem eins: Ein Hobby, bei dem man nicht nur Spaß hat, sondern auch viele verschiedene Menschen kennenlernt. Als Blogger geht man auf der ständigen Jagd nach Themen, mit offeneren Augen durchs Leben und nimmt seine Umwelt genauer wahr.

Wenn ihr jetzt Lust aufs Bloggen bekommen habt, dann wartet einfach auf meinen nächsten Artikel, in dem wir zusammen Schritt für Schritt ein Blog erstellen. Wollt ihr diese Zeit überbrücken? Dann überlegt euch doch schon einmal Themen, über die ihr gern bloggen würdet. Ihr könnt natürlich auch schon euer Schreibprogramm anwerfen und Artikel vorschreiben um auszutesten, wie es euch das Verfassen längerer Texte liegt.

Als Hilfestellung könnt ihr auch andere Blogs zu euren Themen lesen, in dem ihr die Google Blogsuche verwendet, um Blogs zu finden: http://blogsearch.google.de/ oder ihr schaut bei Wikio rein http://www.wikio.de/

9 Kommentare

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  2. Pingback: Screencast Blog

  3. Dem ist nichts hinzuzufügen. Hast du wirklich klasse beschrieben. Und hat man erstmal mit dem Blgogen angefangen, so will man einfach nicht mehr aufhören. Die Bloggerszene ist einfach genial 😉

    • Also ich schließe mich der Nila an. Gut beschrieben und ich denke aller Anfang ist schwer. Ich habe auch einfach angefangen zu bloggen, weil ich einfach mal sehen wollte wie das ist. Heute kann ich es mir gar nicht mehr vorstellen, nicht zu bloggen. Habe auch verschiedene Anbieter hinter mir. Angefangen mit blogspot, dann zu WordPress. Danach ein selbst gehosteter Blog und wieder zurück zu blogspot. Da mir aber dann die Möglichkeiten bei blogspot nicht mehr ausgereicht haben, habe ich wieder einen selbst gehosteten Blog. Obwohl ich sagen muss, das man da die Preise sehr stark kontrollieren sollte. Ich bezahle für meinen Blog jetzt 24 Euro im Jahr.

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