Das ganz normale Chaos

MeinFernbus und Berlin – Die kleine Erlebnisreise

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Mit dem Fernbus nach Berlin. Kann man sich das trauen? Ich habe am letzten Wochenende den Selbsttest gemacht und möchte euch von meinem Erlebnis Fernbus und Berlin schreiben.

>Eine Fahrt nach Berlin ist von meiner Ecke Deutschlands aus vor allem eines: teuer. Je nachdem, welchen Luxus man sich leisten möchte, kann so eine Fahrt einmal mehrere 100 Euro kosten. Das muss nicht sein, wenn es Fernbusse gibt – so dachte ich mir das. Die Fahrt mit dem Bus ist sehr viel günstiger. 22 Euro kostete die Hinfahrt – 28 Euro die Rückfahrt. Mit der Bahn käm ich für den Preis vermutlich gerade mal bis Köln.

Fahrt mit MeinFernbus

Ich habe als Linie MeinFernbus.de gewählt, weil das der erste Anbieter war, wegen dem ich auf die Fernbussache aufmerksam wurde. Kauf der Tickets ging schnell. Von der Bahn kenne ich das leider auch immer nur komplizierter. Um mit dem Fernbus fahren zu können, muss ich bis Dortmund fahren. Das ist etwas ärgerlich, aber lässt sich leider nicht vermeiden. In Dortmund ging das Einsteigen und checken der Tickets schnell. Man braucht lediglich den Ausdruck oder das pdf auf einem Tablet/Laptop/Smartphone vorzeigen. Beide Strecken Hin- und Zutück waren ausgebucht. Der Bus also voll. Es herrscht freie Platzwahl. Wer zuerst kommt, kann sich den besten Platz also aussuchen.

Die Fahrt dauert regulär 6 Stunden. Das sind knapp 2 mehr als mit der Bahn. Beide Male gab es aber Verspätungen, für die das Unternehmen zwar nichts kann, die man beim Fernbus aber einplanen muss. Das Ziel ist hier eher „ankommen“ wobei das „wann“ eher die untergeordnete Rolle spielt. Auf der Hinfahrt kam ich 35 Minuten später an. Das gab meinem Freund dann zumindest genug Zeit zum ZOB in Berlin zu fahren, um mich dort dann abzuholen. Bei der Rückfahrt gab es knapp 2,5 Stunden Verspätung. Wir gerieten in einen Superstau, der durch insgesamt 5 Unfälle verursacht wurde.

Beide Busse waren sehr bequem. Das Internet an Board funktionierte mal mehr und mal weniger. Es können immer nur 8 Leute gleichzeitig online, aber bej 2-3 gleichzeitig ist es schon unter Edge-Geschwindigkeit mit vielen  Ausfällen (wenn dann eine Sitznachbarin gleichzeitig versucht ihr Windows zu updaten, dann kann der Rest des Busses gar nichts mehr machen). Aber es ist immerhin kostenlos.

Snacks kosten im Bus einen Euro. Kaffee ebenfalls. Auf beiden Strecken waren die Fahrer unglaublich nett, freundlich und hilfsbereit. Auch wenn es etwas länger dauert, ist Fernbus fahren sehr viel entspannter, als Bahn fahren. Und bei dem Preis mit Strom und Internet im Bus sowieso konkurrenzlos.

Edit: Kleiner Nachtrag. Mein Fernbus hatte auf der Rückfahrt ja einiges an Verspätung. Heute flatterte ein Gutschein über 2 Freifahrten ins Mailfach. Ich darf also zweimal gratis fahren. Und ich hab mich nicht einmal beschwert.

Berlin, hallo du großes Städtchen

Freund hatte bei der Auswahl des Hotels besten Geschmack bewiesen. An der Info wurde uns bereits gesagt „Das ist unser schönstes Zimmer“ und während ich es eigentlich als Spruch abtat, musste ich beim Betreten des Zimmers definitiv zustimmen. Solltet ihr jemals in Berlin ein gutes, modernes und schön eingerichtetes Hotel suchen, dann versucht es beim Adina-Hotel.

2013-10-18

Ankunft – Foursquare einchecken \o/

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Kleine Küchenzeile

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Zimmer ohne Tiiamensch drauf

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Stärkung nach der Ankunft abends

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Miniburger Nomsi

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Blick vom Balkon

Ich wollte in Berlin vor allem Menschen wiedersehen, die ich schon lang nicht mehr gesehen habe. Darunter Siggi, Mario und das Äffchen. Alle habe ich treffen können und dazu auch noch andere Menschen getroffen, mit denen ich zwar nicht rechnete, aber über deren Bekanntschaft ich mich sehr freute.

Berlin begrüßte uns im schönsten Herbstwetter, obwohl eigentlich ein durchwachsenes Regenwochenende angesagt gewesen ist. So kann sich alles zum Besten ändern.

Samstags waren wir im Museum und haben uns Kultur gegeben. Zuerst im Pergamon-Museum und dann im Neuen Museum, Nofrete besuchen. Ich habe sie bereits vor einigen Jahren noch an ihrem alten Standort besucht und viele Fotos gemacht. Das wollte ich eiiigentlich wieder tun, doch leider, ist fotografieren mittlerweile verboten und wird vom Museumspersonal mit vollstem Körpereinsatz durchgesetzt. Ein Foto von mir mit der Nofretete fällt also leider weg 🙁

2013-10-19 13.00.45

Eine Tiia

Der Abend gehörte dann Siggi, der mit seiner Freundin Geburtstag nachfeierte. Zuerst Burger beim Burgeramt und dann Cocktails trinken um dann bis um 4 in der Wikingerbar zu versacken. Ein rundum gelungener Samstag.

Sonntags trafen wir uns mittags noch etwas verknautscht mit dem Äffchen und seiner Freundin und aßen im Fräulein Burger unser Burgerfrühstück. Danach war der Plan 1-2 Stunden auf den Mauerpark-Flohmarkt zu gehen. Aus 1-2 Stunden wurde der ganze Tag. Es war wundervoll in alten Fotos zu wühlen, sich alte Kameras anzusehen und das ein oder andere historisch wertvolle Schnäppchen zu machen.

Abends ging es dann mit Mario essen und der Abend verlief mit interessanten Diskussionen viel Lachen und selbstgemachter Holunderlimonade. Nicht umsonst mein Fazit des Abends:

 

Berlin war schön, aber zu kurz. Viele meiner liebsten Menschen konnte ich leider nicht sehen, aber das nächste Mal schaffe ich das bestimmt. Einige liebe Menschen konnte ich zum Glück sehen und habe mich darüber auch sehr gefreut. Berlin war Medizin fürs Herz und für die Seele. Schade, dass ihr alle so weit weg seid.

2013-10-21 01.32.30

Shiny happy people

5 Kommentare

  1. Deine Fernbuserfahrung kommt mir gerade recht, habe ich mich nach meiner letzten traumatischen Bahnerfahrung auch schon über diese Möglichkeiten informiert. Schwerte-Bensersiel per Bahn hieß auf der Hinfahrt mit allem Drum und Dran 5!x umsteigen, Rückfahrt 6x! Das Ganze für ca.130 Euro. Die ständige Angst den Anschluss zu verpassen und am Ende der Fahnenstange dann die Fähre, bedeutete permanenten Stress. Da hielt ich diese Fernbusgeschichte für eine gemütlichere Option. Einsteigen- und gut is.
    Gut zu wissen, dass man per Bus auch einen gehörigen Zeitpuffer einplanen muss.
    Ich werde diese Möglichkeit auf jeden Fall testen.

    Danke!
    Annette

  2. Auf dem letzten Foto seht ihr aber erschöpft und glücklich aus! Toll!
    Berlin ist sowieso immer einen Besuch wert, wobei ich mittlerweile eigentlich fast immer mit Blablacar fahre. Gerade am Wochenende gint es da meistens noch etwas, und Die Busreisen sind meistens schon im Voraus schon ausgebucht, zumindest die preiswerten Plätze.
    Das Pergamon ist übrigens der Hammer, der Altar gleicht wenn man reinkommt ist die reine Wucht. Ich hab mir dann vorgestellt, wie es war, da in Kleinasien draufzusteigen und über die Gegend zu blicken…

    • Ja wir waren auf dem Mauerpark-Flohmarkt und sind da zufuß wieder zurück zum Hotel gelaufen. Waren bestimmt eine Stunde unterwegs und froh, wieder da zu sein.

  3. Leider sind, wie du schon beschrieben hast, die Fernbuslinien nicht so dicht wie das Bahnnetz. Ich selber fahre fast ausschließlich Auto, werde aber demnächst mal den Fernbus testen. Ich finde die zuvorkommende Art einem Kunden nach massiver Verspätung mittels Freifahrten entgegen zu kommen genial. Mal schauen, ich hoffe nicht zu spät zu kommen, werde aber meinen Zeitplan nicht so eng stecken. Danke für deinen Erfahrungsbericht 🙂

  4. Pingback: Lesenswerte Links – Kalenderwoche 45 in 2013 > Vermischtes > Lesenswerte Links 2013

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