Das ganz normale Chaos

Meine Tipps zum Schreiben

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Wasser

Diese Tipps wende ich nicht nur beim Bloggen an, sondern auch beim schreiben von Gedichten, Kurzgeschichten (und auch längeren). Also eigentlich alle Situationen in denen ich Text “produziere”. Ich habe gemerkt, dass die Lust und die Ausdauer etwas zu schreiben stark von einigen Faktoren abhängig ist. Diese habe ich nun für mich herausgefunden und möchte sie euch weitergeben. Vielleicht helfen sie ja dem ein oder anderen von euch, produktiver und konzentrierter schreiben zu können.

Text planen

Früher habe ich meine Texte ohne vorherigen Plan geschrieben. Ich hatte eine Idee im Kopf und habe diese dann während des Schreibens weitergeführt. Das ist eine anstrengende Art zu schreiben, denn man muss nicht nur die richtigen Worte finden, sondern auch gleichzeitig überlegen, wie es weitergeht und wie man gewisse Überleitungen schafft. Heutzutage lege ich mir eine kleine Textdatei an, in der ich zuerst die Hauptpunkte meines Textes aufschreibe und gegebenenfalls sortiere. Wenn man den fertigen Text als Stichpunkte zur Verfügung hat, kann man sich besser einen ersten Eindruck verschaffen, wie sinnig der Text ist. Ich habe zu Beginn mehr als einmal eine begonnene (schon lange) Geschichte verworfen, weil ich mitten in der Erzählung fand, dass sie einfach einen blöden Handlungsverlauf hat. Das wirkt sich natürlich negativ auf die Motivation aus.

Evtl. Recherchen vorher

Texte werden harmonischer wenn man sie flüssig durchschreiben kann, anstelle dass man für jeden Absatz noch eine halbe Stunde Recherche verschwendet. Jegliche Recherche wird anhand des Plans, den man sich aufgestellt hat, vorher gemacht. Sollten zwischendurch Fragen und Unklarheiten aufkommen, markiert man sich die Stellen im Text und recherchiert sie, nachdem man mit seinem Tagespensum fertig ist. So wird man nicht unterbrochen. Unterbrechungen sind das schlimmste beim Schreiben, denn sie fordern von uns, dass wir uns auf etwas anderes als unseren Text konzentrieren müssen und dann beim Umschwenken zurück auf den Text brauchen wir auch erst einmal ein wenig bis wir wieder im Thema sind. Daraus folgern wir auch:

Internetprogramme abstellen

Messenger, Mailprogramm, Twitter. Alles abstellen. Alles sind potentielle Aufmerksamkeitsräuber. Wers ernst meint, kann auch Telefon und Klingel abstellen. (Allein für einen Blogbeitrag würde ich das aber für übertrieben halten).

Die richtige Hintergrundmusik

Die richtige Musik muss jeder für sich selbst finden. Manche können am besten bei ihrer Lieblingsband schreiben und andere vertragen überhaupt keine Musik. Ich brauche für mein Schreiben unbedingt Musik und habe hierfür einen eigenen Radiosender gefunden, den ich eigenes nur zum Schreiben höre. -> Cryosleep <-

Ich kann mich nicht konzentrieren, wenn ich Musik nach einem festen Schema habe in der vielleicht sogar noch gesungen wird. Ich höre die Musik dann auf dem Kopfhörer meist so laut, dass die Hintergrundgeräusche völlig ausgeblendet werden. Das funktioniert bei mir super.

Nichts erzwingen

Wenn ihr trotz allem einen Tag mal nicht in Schreiblaune seid, dann ist das kein Problem. Erzwingt sie nicht, denn jeglicher Zwang tötet die Kreativität. Und seid ihr einen Tag mal besonders in Schreiblaune, dann schreibt doch einfach bis euch die Lust vergeht. Blogeinträge lassen sich zB., wenn es nicht um aktuelle Themen geht, super vorschreiben und dann zeitverzögert veröffentlichen. Nutzt die Kreativität, die ihr habt voll aus.

Habt Spaß!

11 Kommentare

  1. Pingback: TiiaAurora

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  3. Schöne Tipps! Einzig bei dem Text planen muss ich passen. Habe zwar eine Idee im Kopp, doch weiß ich zu Beginn nie wo der Artikel bzw. das Thema endet. Das wichtigste ist eh der letzte Spruch: habt Spaß!

  4. Ein ganz toller Beitrag, danke schön für die gute Zusammenfassung. Ganz ähnlich mache ich das schon, allerdings kann ich nicht einmal die allerkleinste Hintergrundmusik dabei hören. Leider. Es lenkt mich sofort ab, obwohl ich ohnehin nur Klassik höre. Aber ich brauche es ruhig.

  5. Pingback: Gilly

  6. Deine Tipps sind super. Ich sitze gerade im Zug und habe nur streckenweise Internet. Dadurch, dass ich nicht ständig bei Twitter reinschauen, Mails abrufen oder Chatten kann habe ich schon zwei recht umfangreiche Artikel zu Stande bekommen.

    Allerdings sollte ich mir für die Zukunft wirklich deine Ratschläge einen Plan zu machen und vorher zu Recherchieren zu Herzen nehmen.

    Mir geht ea oft so, dass ich eine gute Idee im Kopf habe, dann losschreibebund schnell merke, dass ich gar nicht wirklich mehr als 2 Sätze zu sagen habe. Ich finde das merkt man meinem Blog in letzter Zeit auch an.

    Ich werde mir mal zukünftig ein paar strukturelle Stichpunktr machen, an denen zu denen man ja auch immer mal etwas hinzufügen kann. So fallen einem vielleicht auch längere und konplexere Beiträge leichter und ich schiebe die Sachen vielleicht nicht ewig vor mir her 😉

    Dankeschön 🙂

  7. Da kann ich mich den Vor- Rednern anschliessen, das das wirklich mal sinnvolle Tipps sind 🙂 Seit ich deinen Beitrag gelesen habe, versuche ich zumindest meine Artikel (wenn das überhaupt so nennen kann 🙂 ) als Entwurf vorzuschreiben um dann nochmals alles überprüfen. Doch meistens kommt dann einfach die „Gewohnheit“ wieder und es wird einfach mal drauf los getippt 🙂

  8. Schöne Ideen 🙂 Ich persönlich mache mir aber meist vorher keinen Plan sondern schreibe einfach drauflos xD

    Zu den Büchern von Anne Rice: Ich habe Gespräch mit einem Vampir angefangen, aber das war mir zu langwierig und zu trocken. Ein paar Leute meinten aber schon, dass dieses das schwierigste Buch von Rice wäre und das die anderen besser seien 😀

    LG, Missi

    • Ich gebe dir Recht, dass Anne Rice nicht einfach zu lesen ist, vor allem wenn man aus dem Genre andere Bücher gelesen hat. Ich selbst liebe Anne Rice‘ Bücher, aber mir war es zB nach der Bis(s) Reihe unmöglich etwas von Anne zu lesen, weil dieser sprachliche Unterschied zwischen den beiden Reihen extrem anstrengend war. Jetzt mit ein bisschen Abstand zu den anderen Büchern lässt sich Anne Rice wieder flüssig lesen.
      Ich hätte dir wahrscheinlich das Buch nicht unbedingt zum starten empfohlen, sondern eher nen Einzelroman wie Vittorio. Man muss sich eben erst ein bisschen an ihren Stil gewöhnen bevor man in die Reihe einsteigen kann. Wenn man aber erstmal drin ist, kommt man nicht mehr raus.

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