Das ganz normale Chaos

(M)eine kleine Nachtmusik

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Viele Leute sagen, wenn man aufs Land zieht (also damit meinen sie eigentlich alles, was noch nicht als Stadt durchgeht) kann man die Ruhe genießen. Viel hatte ich davon bisher nicht, denn unser Haus steht direkt an einer Schnellstraße (?).

Ab halb fünf in der früh rasen die Fahrzeuge wie vom Henker gesteuert direkt an meinem Schlafzimmerfenster vorbei. Klar, man gewöhnt sich dran, aber so wirkliche “Ruhe” ist das wahrlich nicht. Nun hat es sich zugetragen, dass ich um halb fünf heute Morgen durchs Innere des Dorfes gehen konnte (ich war auf dem Weg nach Hause). Das war einer der magischen Momente, in denen man einfach stehen bleibt, still wird und die Augen schließt. Ich als Stadtkind kenne kein Vogelgezwitscher ohne Straßenlärm (höchstens von irgendwelchen Meditations-CDs… fragt nicht…) und deswegen war es für mich atemberaubend schön, so etwas mal in vollkommen stiller Umgebung wahrzunehmen. Glücklicherweise hatte ich meine Kamera dabei und konnte eine halbe Minute für euch mitfilmen, damit ihr ein wenig miterleben könnt, wie schön dieser Augenblick war (solltet ihr das als Stadtkinder auch nicht kennen).  Das Bild ist jetzt natürlich nicht atemberaubend, immerhin wars dunkel, aber lauscht mal.

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9 Kommentare

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  3. Ich komme ja auch gerade von draußen, hatte ein ähnliches Konzert, es war aber schon etwas heller… 🙂 Kein Auto, kein Türklappen, nur die Vögel, mein Hund und ich. Sobald ich draußen bin, ist das frühe Aufstehen sofort vergessen…

  4. Wunderschön 😀
    Das kenne ich nur noch vom Zelten früher.
    Jetzt freue ich mich schon, wenn bei uns im Innenhof morgens mal ein Vögelchen zwitschert…
    Und als ich früher mal in Nordrhein-Westfahlen gewohnt habe, hatte ich auch nicht viel davon. Wir wohnten in einer Drei-Häuser Neubau-Reihe. Das einzige, was uns von der Schnellstraße trennte, war auf der einen Seite ein großer Kartoffelacker und auf der anderen Seite waren Einfamilienhäuser und noch ein großer Acker.
    Ich beneide dich 😉

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  6. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Geboren und aufgewachsen „quasi“ auf dem Land, bin ich jetzt seit über 10 Jahren Stadtbewohner. Aber jedesmal, wenn ich mich mit Freunden (jetzt auch alles Städter) setzen wir uns (wenns das Wetter erlaubt) ganz bewusst mit ein paar Bier meist irgendwo an den Fluß. Und irgendwann, gegen 22-23 Uhr, wird es ruhig. Still. Kein Auto, auch nicht in der Ferne. Keine Menschen in der Nähe. Nur der Wind und das Wasser. Im ersten Moment ist diese Stille fast beunruhigend, weil man sich ja schon an das Hintergrundrauschen der Grossstadt gewöhnt hat. Aber eigentlich ist das herrlich. Ruhe und Frieden. Und nichts anderes. Toll. Freu ich mich jede mal wieder drauf.

  7. Sehr schön idyllisch.

    Um 5 Uhr höre ich hier aber auch nur Vögel (mitten in Berlin).

  8. das nenne ich mal RL twitter.. ? tja, so ab und zu haben wir hier halt doch was zu bieten, gell? ;D meine gestrige kleine nachtmusik war allerdings weniger idyllisch.. lautes gegröhle einer gruppe sturzbesoffener frauen beim nach hause taumeln vom schützenfest.. -.-

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