Das ganz normale Chaos

Meine Bücherkiste 1-3

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Wir haben den 8. Januar und ich glaube es wäre an der Zeit nun die ersten drei Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe ein bisschen genauer vorzustellen. Finden könnt ihr meine bereits gelesenen Bücher wie immer in meiner Bücherkiste 2010.

Klein Ricarda beim Lesen

Beginnen wir also mit dem ersten Buch:

Gillian Flynn – Cry Baby

Gillian Flynn - Cry Baby

Klappentext:

Babydoll steht auf ihrem Bein. Böse findet sich ganz in der Nähe. Girl prangt über ihrem Herzen, schädlich ist in ihr Handgelenk geritzt. Camille Preakers Körper ist übersät mit Wörtern. Wörtern, die sie sich in die Haut geritzt hat. Das letzte Wort, das sie sich einritze, hieß verschwinden.

Kurzfassung:

Camille Preaker arbeitet in Chicago bei der Daily Post. Sie selbst stammt aus einem kleinen Ort namens Wind Gap, den sie schon vor langer Zeit verließ und an den sie am liebsten nie wieder zurückgekehrt wäre. Einerseits, weil sie den Tod ihrer kleinen Schwester nie überwinden konnte, andererseits weil sie an ihre Kindheit und Jugend nur schlimme Erinnerungen, gespickt mit Grausamkeiten und Gewalt hat.

Als in Wind Gap allem Anschein nach ein Serienmörder sein Unwesen treibt, der es auf kleine Mädchen abgesehen hat und noch keine andere Zeitung dies bemerkt zu haben schien, schickt Camilles Chef Frank Curry sie in ihre Heimatstadt um dort zu recherchieren. Er verspricht ihr den Durchbruch, wenn sie ihm einen guten Artikel abliefert.

Camilles Ausflug zurück in die Vergangenheit und zurück nach Hause verwandelt sich in einen Albtraum, denn zu früher hatte sich nichts verändert und Camille kämpft mit sich, nicht wieder in ihre alten Verhaltensmuster zurückzufallen in denen sie sich selbst verletzte.

Dazu verhärtet sich immer mehr der Verdacht, dass sie den Mörder kennt.

Meine Meinung:

Das Buch ist wirklich gut und leichtgängig zu lesen, weshalb es auch nicht schwer war, eine größere Menge an Seiten am Stück zu lesen. Mit jeder Seite wird man mehr in die Welt und die Gedanken von Camille gezogen und durchlebt alle Grausamkeiten zusammen mit ihr.

Das Ende war für mich zum Teil vorhersehbar, zum Teil aber auch nicht, obwohl es in der Verlauf der Geschichte sehr viele Andeutungen und Zeichen gab, die man hätte verstehen können. Trotzdem war es für mich authentisch und bis zur letzten Seite spannend. Ich kann es nur jedem weiterempfehlen.

Nun zu Buch 2:

Max Frisch – Homo faber

Max Frisch - Homo Faber

Klappentext:

“Ich glaube nicht an Fügung und Schicksal, als Techniker bin ich gewohnt, mit den Formeln der Wahrscheinlichkeit zu rechnen. Ich brauche, um das Unwahrscheinliche als Erfahrungstatsache gelten zu lassen, keinerlei Mystik, Mathematik genügt mir.”

Kurzfassung:

Walter Faber, Ingenieur und oft Reisender, meint die Welt zu kennen und ist der Meinung, es lasse sich alles rational erklären. In jungen Jahren wurde er von seiner ersten, großen Liebe Hanna, vorm Traualtar stehen gelassen. Sie war schwanger und Faber verließ sie in dem Bewusstsein, sie hätte das Kind abgetrieben. Viele Jahre hörte er nichts von ihr, bis zu einem schicksalshaften Flug, auf dem er Herbert, den Bruder seines ehemals besten Freundes Joachim trifft. Spontan beschließt er sich, Herbert zu Joachim auf eine Tabakplantage zu begleiten. Auf dem Weg dorthin erfährt er, dass Joachim Hanna damals geheiratet hatte und dass beide zusammen ein Kind hätten, eine Tochter.

An der Plantage angekommen finden sie Joachim erhängt in einer Hütte bei der Plantage. Faber, gefangen in seinen Gedanken an die Vergangenheit und Gegenwart beginnt sich mit dem auseinanderzusetzen, was damals geschehen war und entwickelt eine Neugier, wie es Hanna wohl ergangen sei.

Auf einer Kreuzfahrt nach Europa lernte er dann die junge hübsche Elisabeth (Sabeth) kennen und schloss mit ihr Freundschaft. Es entwickelte sich eine junge zarte Liebe zwischen dem alten Faber und der jungen Sabeth, die auf dem Weg war, ihre Mutter in Athen zu besuchen. Vorher wollte sie aber noch Europa bereisen. Aus Angst dass ihr etwas zustoßen könnte, begleitete Faber sie auf ihrer Reise und erfuhr dass sie Hannas Tochter ist. Er war jedoch fest überzeugt, es sei Hannas und Joachims Tochter. Zurückgeworfen in die Zeit wo er und Hanna noch zusammen waren, versuchte er diese Erinnerungen mit Sabeth fortzuführen, da sie ihn sehr an Hanna erinnerte bis zu einem Unfall, bei dem Sabeth stirbt und sich Faber nicht nur Hanna sondern auch seiner Vergangenheit stellen musste, denn Sabeth war seine Tochter und sie starb, bevor sie es erfahren konnte.

Meine Meinung:

Viele sind mit diesem Buch und seiner analytischen Auseinandersetzung sicher in der Schule “gequält” worden und irgendwie finde ich das schon schade, da der Zwang etwas zu lesen, für das man sich zu dem Zeitpunkt gar nicht interessiert, einem irgendwie die Lust auf Literatur kaputt machen kann. Ich bin froh, dass ich in der Schule dieses Buch nicht habe lesen oder analysieren müssen, denn darauf hätte ich damals sicher auch keine Lust gehabt. Jetzt vom freiwilligen Standpunkt aus, habe ich es aber gern gelesen und fand es fesselnd, spannend und unvorhersehbar.

Man fiebert mit Faber mit, hofft auf ein Happy End, welches es in der traditionellen Art und Weise nicht zu geben scheint. Das ist einem spätestens nach dem Tod von Sabeth klar. Auch das Ende des Buches ist offen, was in mir normalerweise ein recht beklemmendes Gefühl hinterlassen würde. In dem Fall allerdings habe ich so meine Hoffnungen dem Protagonisten gegenüber, dass sein Drama “ausgestanden” ist.

Homo Faber passt noch gut in unsere Zeit, ist aber keine leichte Kost und ein Buch über das man nach dem Lesen noch etwas nachdenkt. Trotzdem behalte ich es in guter und lesbarer Erinnerung.

Als letztes Buch 3:

Amber Benson – Jenseits GmbH 01: Lieber Tod als Teufel

Lieber Tod als Teufel Amber Benson

Klappentext:

Calliope Reaper-Jones wünscht sich nichts sehnlicher, als ein normales Leben führen zu können, ihrer Vorliebe für Designerschuhe zu frönen und Dates zu haben. Doch als Tochter des Todes ist sie alles andere als normal. Und als ihr Vater entführt wird und der Protegé des Teufels das Familienunternehmen, die Jenseits GmbH, übernehmen will, sieht sich Callie gezwungen, nach Hause zurückzukehren und vorübergehend die Firma zu leiten. Dazu muss sie jedoch zunächst drei äußerst schwierige Aufgaben lösen. Und dass der Gesandte des Teufels auch noch teuflisch gut aussieht, macht die Sache nicht leichter …

Kurzbeschreibung:

Calliope Reaper-Jones möchte ein normales Leben führen und in der Modebranche erfolgreich arbeiten. Stattdessen arbeitet sie in einem Großraumbüro, hat keine Dates, und muss alles für ihre Chefin erledigen was so gar nicht in ihren Zuständigkeitsbereich fällt. Ihre Woche: Montagmorgens bis Freitagsabends arbeitet sie. Samstags macht sie ihren Haushalt und ist erschöpft von der Woche und Sonntags trifft sie sich mit ihren Freundinnen zum Frühstück.

Als auf ihrer Arbeit auf einmal ein kleiner Faun steht und ihr sagt, dass ihre Mutter sie um Hilfe bittet, erinnert sie sich, dass sie sich mit einem Vergessenheitszauber von ihrer Familie und Vergangenheit lösen wollte, um ein normales Leben zu leben. Missgestimmt entscheidet sie sich ihrer Familie zu helfen und erfährt, dass ihr Vater, der Tod, samt ihrer Schwester und dem Führungsvorstands der Jenseits GmbH entführt wurden und wenn nicht jemand aus der Familie die Rolle des Todes übernimmt, alle Familienmitglieder ihre Unsterblichkeit verlieren. Callie ist ihre Unsterblichkeit egal, aber ihre Familie will nicht darauf verzichten.

So muss sich Callie drei schweren Aufgaben und den Verlockungen des Teufels und der Hölle stellen, um selbst der Tod zu werden und ihren Vater, ihre Schwester und den Vorstand zu retten. Während der Rettungsaktion kommt aber auf einmal alles anders.

Meine Meinung:

Hätte auf diesem Buch nicht als Autorin Amber Benson gestanden, hätte ich es nicht gekauft. Der Titel ist irgendwie sehr klischeebehaftet (im englischen Death’s Daughter gefällt mir besser) und auch einige Übersetzungen finde ich doch recht unpassend. Auch “Jenseits GmbH” im englischen “Death Inc.” klingt in der Originalfassung schon irgendwie cooler. Nichtsdestotrotz hat mir das Buch gefallen. Es ist lustig geschrieben und die etwas oberflächliche und auch trottelige Hauptperson Callie ist einem irgendwie sympathisch.

Zur Autorin: Amber Benson sollte eigentlich jedem, der Buffy im Bann der Dämonen gesehen hat ein Begriff sein. Sie spielte Tara, die Freundin von Willow. Ihr Charakter wurde in der Serie erschossen, kurz nachdem Willow und Tara sich wieder versöhnt hatten. Amber Benson ist Schauspielerin, Autorin, Co-Autorin und Regisseurin, die nebenbei auch Musik macht. Ein wahres Multitalent also. Ende Februar erscheint in den USA der zweite Band ihrer Buchreihe. Ich bin gespannt, wann er hier in Deutschland erscheint und werde ihn sicher auch lesen. Ich möcht ja wissen wie es weiter geht.

3 Kommentare

  1. @janapurplepen http://bit.ly/7Ot0DV schau mal hier zu buch 2

  2. Pingback: /|(;,;)/|

  3. Pingback: Brunos Blog

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