Das ganz normale Chaos

RabenSpur
RabenSpur

Manche Tage haben andere Menschen schon besser beschrieben

| 1 Kommentar

Abschied – Friedrich Nietzsche

 

Die Krähen schrei’n
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein –
Wohl dem, der jetzt noch – Heimat hat!

Nun stehst du starr,
Schaust rückwärts ach! wie lange schon!
Was bist Du Narr
Vor Winters in die Welt – entflohn?

Die Welt – ein Tor
Zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer Das verlor,
Was du verlorst, macht nirgends Halt.

Nun stehst du bleich,
Zur Winter – Wanderschaft verflucht,
Dem Rauche gleich,
Der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg‘, Vogel, schnarr‘
Dein Lied im Wüsten-Vogel-Ton! –
Versteck‘, du Narr,
Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrei’n
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnei’n,
Weh dem, der keine Heimat hat

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Ein Kommentar

  1. Hach. Ein wenig heimatlos fühle ich mich zur Zeit auch. Ich hoffe das gibt sich, wenn ich mich in meinem Halb-Uni-Halb-Schichtarbeiter-Alltag eingerichtet habe. Sende dir ein paar Zuckerherzen zu :-*

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