Das ganz normale Chaos

Gemüse

Low Carb ist für mich der beste Weg

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Oftmals werde ich gefragt, wieso ich denn ausgerechnet Low Carb und nicht konventionelle Methoden nehme, um mich gesünder zu ernähren und abzunehmen. Unter konventionell verstehe ich jetzt alle, von den Medien populär geredeten, Diäten. Ich möchte euch jetzt erklären, wieso Low Carb für mich am besten ist.

Low Carb ist nur der Überbegriff für alle Ernährungsweisen, die weitestgehend auf ungesunde Kohlenhydrate verzichten bzw diese im Vergleich zur normalen Ernährung stark einschränken. Es gibt viele verschiedene Arten, verschiedene Namen und verschiedene Abläufe. Ich habe mich nach einiger Informationsarbeit für die Lebensweise nach Atkins entschieden. Dr. Robert C Atkins, Kardiologe, leider 2003 verstorben, hat sehr intensiv an einer revolutionären Nahrungsumstellung geforscht, mit der er das Leiden seiner Patienten verringern und weitere Verschlimmerungen ihrer Gesundheitssituation vermeiden wollte und konnte.

Seine Forschungen setzten an dem Punkt an, was die Gründe für viele unserer Zivilisationskrankheiten sind. Wenn man die Wurzel allen Übels findet, kann man verhindern, dass mehr und mehr Leute krank werden. Zudem nahm er sich die Ernährungsforschungen zu der empfohlenen Ernährungsweise vor, und entdeckte dort viele unbeantwortete Fragen und falsche Ergebnisse.

Zu seiner Zeit und auch heute hat Robert Atkins immer polarisiert. Früher wie heute als „Spinner“ abgetan, wurden sogar nach seinem Tod verleumdende Gerüchte in die Welt gesetzt, um seiner Arbeit auch nach seinem Tod nachhaltig zu schaden, auch wenn die Wissenschaft langsam zurückrudert und Low Carb die Erfolge zugesteht.

Was unterscheidet Atkins nun von Diäten die wir kennen?

Atkins oder Atkins for life ist keine temporäre Diät, bei der man mit seinen ganzen Vorsätzen aufhört, wenn man sein Wunschgewicht erreicht hat. Bei Atkins lernt man etwas über seinen Körper, welche Lebensmittel ihn wie beeinflussen und welche Lebensmittel ihm nicht gut tun. Das Programm ist dafür angelegt, lebenslang und nachhaltig betrieben zu werden.

Atkins kann von Übergewichtigen wie Normalgewichtigen Leuten betrieben werden. Da Atkins in verschiedenen Phasen funktioniert und man in der letzten Phase keine Gewichtsabnahme mehr hat, sondern eine Erhaltungsernährung, können sich Normalgewichtige bewusster und gesünder ernähren.

Atkins erfordert keine künstlichen Nahrungsmittel (Fettreduziert), mit der die Nahrungsmittelindustrie versucht gut zu verdienen. Bei Atkins werden ursprüngliche Lebensmittel bevorzugt.

Bei Atkins besteht nicht die Gefahr, dass der Stoffwechsel aufgrund zuweniger Nahrung „herunterfährt“. (Symptome wie starkes Kälteempfinden, Müdigkeit, Kreislaufprobleme, Gewichtszunahme) Wichtigste Regel ist es, dass man nicht Hungern darf und essen soll, bis man satt ist, sich aber auch nicht überfressen soll.

Atkins hält lang satt und nach Mahlzeiten hat man keine Müdigkeitsattacken mehr. Der Blutzuckerspiegel bleibt konstant. Demzufolge bekommt man auch keine Fressattacken.

Bei Atkins muss man nichts zählen. Keine Punkte, keine Kalorien. Man muss nichts abwiegen. Der Körper zeigt einem an, wann er genug hat und das ist die Messlatte.

Und wo ist jetzt der Haken? Das klingt viel zu einfach!

Die größte Überwindung ist man selbst. Man muss seine Ernährung teils sehr intensiv umstellen und auch festsitzende Meinungen über Ernährung grundlegend überdenken.

Gerade wer viele leere Kohlenhydrate konsumiert (Reis, Nudeln, Weißmehl, Zucker) kennt dieses Phänomen. Man hat eine große Mahlzeit gegessen und danach recht schnell wieder Hunger. Vor allem bei Nudeln habe ich es erlebt, dass ich spätestens nach einer Stunde wieder was hätte essen können. Bei Süßigkeiten ist dieses „Sattgefühl“ gar nicht da, egal wie viel wir essen. Meist hört man dann auf, wenn einem schlecht ist.

Wer mit Atkins beginnt, wird in der ersten Woche reale Entzugserscheinungen haben. Der Zucker und die anderen leeren Kohlenhydrate machen uns psychisch abhängig. Wer also beginnt, sollte damit rechnen, dass er in den ersten Tagen Opfer seiner Gedanken ist und am liebsten über alles Zucker schütten würde. Das geht aber vorbei, wenn man genug Willenskraft besitzt, das durchzuhalten.

Ich habe schon gesagt, worauf ich verzichte. Welche Tragweite das hat, wird einem spätestens dann klar, wenn man einmal die Lebensmitteletiketten studiert hat. Kohlenhydrate sind in den verrücktesten Dingen. Der Grund ist, dass Zucker in viele Lebensmittel beigemischt wird und als Geschmacksverstärker fungiert. Lebensmittel mit Zucker schmecken uns besser und diese kaufen wir dann immer wieder. Das prägt uns schon von Kindesbeinen an, denn besonders Artikeln speziell für Kinder werden riesige Mengen Zucker beigemischt.

Tabu sind also:

Brot, Toast, Brötchen in jeglicher konventioneller Form. Natürlich auch alles Süßgebäck mit Weißmehl und Zucker (darunter fallen auch Panaden um Fleisch, Fisch oder Gemüse). Nudeln, Reis, Mais, Kartoffeln, Getreideprodukte und alle Produkte, die daraus verarbeitet werden. Zuckerreiches Obst, Getrocknetes Obst

Weil: Die meisten dieser Dinge enthalten leere Kohlenhydrate mit oder ohne Verbindung mit minderwertigen Fetten. Beide tun dem Körper nicht gut.

Moderat erlaubt sind:

reine Milchprodukte, verschiedene Früchte (Zuckerarme Fruchtsorten), Nüsse, Zuckerreiche Gemüsesorten

Weil: Milchprodukte enthalten auch Zucker. Laktose. Zuckerärmere Früchte sind zB verschiedene Beeren. Zuckerreiches Gemüse sind zB Kohlrabi und rote Paprika

Unbedenklich sind:

Fleisch, Fisch, Eier, Fleischprodukte ohne Zuckerzusätze, Fett, Gemüse, Salat

Weil: Fett und Eiweiß in Kombination mit Ballastreichem Gemüse sind die Hauptzutaten der Ernährung. Sie machen satt und beeinflussen unseren Blutzuckerspiegel kaum.

Wie ihr sehen könnt wurde die gute alte Ernährungspyramide komplett über den Haufen geworfen.

Es gibt natürlich auch noch einige kleine Regeln, die einem im Alltag helfen. zB.

  • lieber zu Butter greifen, als zu Magarine,
  • lieber eine Mascarponecreme als einen Halbfettquark
  • lieber Sahne als Milch
  • Lieber Mayonnaise als Ketchup
  • usw usf

Ihr erkennt das Prinzip? Fett macht satt, nicht fett. Zucker und Fett zusammen machen Fett, Bei Zucker allein ohne Fett sterben wir, denn der Körper braucht Fett um zu überleben.

Wie funktioniert der Fettabbau nun genau?

Ich bin keine Medizinerin, also erlaubt mir meine stümperhaften Erklärungsversuche.

Wenn man nun nicht gerade ein Marathonläufer ist, verbraucht man am Tag zwischen 60-80 Gramm Kohlenhydrate. Kohlenhydrate sind eine schnelle aber leider nicht sehr ergiebige Energiequelle. Durch eine normale Ernährung, in der man sich auch mal Pizza, Nudeln, Brot, Brötchen und nen süßen Pudding gönnt, nimmt man am Tag 300-400 Kohlenhydrate auf. (Ich habe meine damals vor dem ersten Low Carb spaßeshalber mit normaler Ernährung gezählt)

Dass diese Rechnung im Körper nicht aufgeht sieht man dann, wenn man an sich herunter schaut. Der Körper denkt sich „Hey cool, hab ich was für schlechte Zeiten!“. Wir nennen das dann für gewöhnlich Hüftgold und Wohlstandsbauch.

Der Körper bevorzugt Kohlenhydrate als Brennstoff, denn sie sind schneller verfügbar, als Fett. Und wieso sollte man ans Fett gehen, wenn man von diesen Kohlenhydraten genug bekommt?

Wir nehmen dem Körper jetzt also die Kohlenhydrate weg und sagen ihm, dass in den Vorratskammern des Körpers genug Energie schlummert, die er gefälligst mal aufbrauchen soll. Zuerst schmollt der Körper ein bisschen, denn die Umstellung von Kohlenhydraten auf Fett ist mit ein bisschen Anstrengung verbunden, zumal Fett ja auch nicht so einfach in Energie umgewandelt werden kann. Je nach Person kann diese Umstellung entweder einen Tag oder eine Woche dauern. Kommt drauf an was man für einen Stoffwechsel hat. Manche Leute empfinden in der Zeit ein wenig Unwohlsein, manche Grippesymptome. Ich hab immer ein bisschen Kopfschmerzen. Aber das ändert sich danach schlagartig und das Empfinden verbessert sich danach rapide.

Zurück zum Anfang

Wieso ich mich für Atkins entschieden habe liegt auf der Hand. Ich möchte nicht lebenslang hungern. Genauso wenig will ich eine falsche Gewichtsabnahme, bei welcher man im Hauptteil Wasser und Muskeln Verliert und ich trotzdem nicht gut aussehe und mich nicht gut fühle. Ich möchte mich gut, bewusst und gesundheitsorientiert ernähren. Ich möchte natürliche Dinge essen, die mir schmecken, kein Junk Food.

Positive Nebeneffekte:

Ich fühle mich über Tag wacher. Keine Süßhungerattacken mehr. Meine Allergiesymptome verringern sich, denn ich nehme nur noch einmal die Woche eine Allergietablette anstatt alle zwei Tage. Meine Neurodermitis wird weniger. Ich fühle mich nach Mahlzeiten endlich zufrieden und habe nicht das Gefühl, noch was essen zu müssen.  (Keine Geschmacksverstärker) Ich bleibe vor allem länger satt. Das alles führt dazu, dass man selbst zufriedener ist.

Natürlich ist Low Carb bzw gerade Atkins nichts für jedermann. Wem Atkins zu streng ist, kann auf unzählige andere weniger strikte Varianten umsteigen. Wer aber genau weiß, dass er sich bei vielen Freiräumen diese auch sehr intensiv nimmt und vielleicht auch mal ein bisschen mehr, sollte vielleicht doch drüber nachdenken ob Atkins nicht besser geeignet sei.

Es gibt natürlich viele Leute, die meinen, dass eine Ernährung nicht gut sein, kann, bei der man Dinge untersagt, aber für Leute mit wenig Selbstdisziplin, ist genau sowas echt wichtig.

Ich kann aber nicht auf Brot und Kuchen verzichten

Für viele Weißmehlprodukte gibt es Ersatzrezepte, wie man Kohlenhydratarm auch diese Gerichte geniessen kann. Von Zeit zu Zeit teste und überlege ich mir hier im Blog Rezepte, die solche Lebensmittel ersetzen. Je nach dem in welcher Phase man sich befindet, kann man von diesen Produkten mehr oder weniger essen.

Wenn es euch interessiert, stelle ich euch die vier Atkinsphasen noch einmal genauer vor.

Foto 1: AttributionNoncommercial Some rights reserved by Philocrites

Foto 2: AttributionNoncommercialNo Derivative Works Some rights reserved by jardek

Foto 3: AttributionNoncommercialShare Alike Some rights reserved by Nicole Lee

 

 

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23 Kommentare

  1. Pingback: TiiaAurora

  2. Nun ich denke jeder muss das beste für sich herausfinden.
    Ich habe einfach die Groden Mahlzeiten auf den Vormuttag verlegt.
    Das wichtigste ist meiner Meinung nach
    a) Bewegung
    b) reine Kopfsache http://www.pooly.net/lebensqualitaet-durch-konsumverzicht/

    • Bewegung ist immer wichtig, aber muss immer auf die jeweilige Situation angepasst werden. Leute mit 200Kilo Lebendgewicht können nicht mal eben Joggen gehen, um abzunehmen.
      Verzicht macht nur dann Sinn, wenn man weiß, was gesund für uns ist. Erstmal muss man lernen, was der Körper braucht, dann kann man auf das Verzichten, was der Körper nicht braucht.

      • Kann es sein, dass deine mobile BLogversion Probleme mit Umlauten hat?
        Hatte den Kommentar mit dem Telefon geschrieben und mich gerade über die seltsamen Wörter gewundert 😉

        Egal.

        Ja wie gesagt man muss es selber herauszufinden.
        Bewegung war für mich eben die beste Form. Andere essen weniger – was ich zwar auch gemacht habe, aber nicht ganz so extrem.

        Ich hatte mir schon JAHRE zuvor vorgenommen abzunehmen, irgendwann hat es endlich mal klick gemacht.
        Hättest du mich vor 2 Jahren gefragt; ich hätte das nie gelaubt wo ich jetzt bin.

        Man muss nur aufpassen, dass man vor lauter „Euphorie“ nicht zu überheblich klingt.

        Unterm Strich gesehen:
        Ich fühle mich so gut wie schon lange nicht mehr.

  3. Ich habe immer großen Respekt vor Leuten die ihre Diäten durchziehen. Klingt alles ganz Interessant. Für mich aber nix. Wäre mir doch zu aufwendig. Und im stressigen Studentenleben, muss es oft schnell gehen und da ich auch gerne asiatisch Koche, würde ich nie auf Reis und Nudeln verzichten können! Aber ich achte schon darauf, dass ich nicht zu viel Fast Food esse. Eigentlich verzichte ich fast ganz auf fastfood. Vielleicht ein mal im Monat oder alle 2 Monate sündige ich mal mit einer Pizza :3 Aber einen strengen Diät bzw Ernährungsplan druchhalten…. habe ich keine disziplin für 😀

    Wünsche dir aber trotzdem viel Erfolg ^_^

    • Disziplin ist auch nur dann wichtig, wenn man ein Ziel hat was man erreichen will. Wenn man mit sich zufrieden ist, braucht man auch keine strenge Disziplin, sondern sollte einfach ein wenig drauf achten, dass es nicht aus dem Ruder läuft.

  4. Hey Ricarda,

    mich würde es auf jeden Fall interessieren, wenn du eine Artikelserie über das Thema machst und die Phasen näher vorstellst. Auch würde mich definitiv interessieren, wie du bestimmte Dinge ersetzt hast.

    Zum Beispiel esse ich morgens und Mittags ein Brötchen (was dann ja wegfiele) und Abends entweder nichts oder meistens auch Brot. Kochen ohne „Beilage“ also Nudeln oder ähnliches kann ich mir persönlich irgendwie gar nicht vorstellen. Wenn ich zum Beispiel meinen Auflauf vom Wochenende nehme würde wohl die Würzmischung rausfallen (müsste ich mal auf die Inhaltsstoffe schauen) und die Nudeln kämen raus. Also im Endeffekt würde ich mit Käse überbackenes Hackfleisch essen… Klingt jetzt irgendwie unspannend.

    Ich denke mal bevor du deine Ernährung umgestellt hast wirst du sowas ja auch gegessen haben und kannst daher sagen, was du als Ersatz dafür isst…

    LG Knut

    • Wie du oben siehst ist es wichtig dass du viel Gemüse zu dir nimmst. Bei deinen Beispielen oben sind nur Kohlenhydrate und Fett. Beides zusammen ist schlecht für unseren Körper.
      Du isst also dann nicht nur Fleisch, sondern Fleisch und Gemüse oder Salat. Die Beilagen vermisst man irgendwann nicht mehr, denn man ist dank der Fett- und Eiweißhaltgen Produkte schnell und lang satt.

  5. Pingback: TiiaAurora

  6. Selten soviel Mist in einem einzigen Blogbeitrag gelesen.

  7. Ich bin echt begeistert von deinem Artikel.
    Ich möchte abnehmen und habe es kurz – vielleicht zu kurz mit LowCarb versucht – aber ich hab das gleiche Problem wie Knut, ich weiß einfach nicht, was ich anstatt meiner Stulle essen soll!? Wenn ich mich morgens für die Uni fertig mach und dann den ganzen Tag unterwegs bin, muss ich leider auf frisch Gekochtes verzichten. Mensa-Essen ist manchmal auch nur solala. Ich weiß dann teilweise auch nicht, was ich darf und was nicht! Vorallem unterwegs fällt mir das sehr schwer, gerade wenn ich wieder am Bahnhof steh und 25 Minuten auf den nächsten Zug warten muss! Außerdem liebe ich Kartoffeln!^^
    Ich bewundere deine Selbstdiszpilin und vllt. sollte ich es jetzt während der vorlesungsfreien Zeit einfach noch mal mit LowCarb probieren.

    • Wenn du die Umstellung geschafft hast, wirst du merken, dass du länger satt bist und eigentlich kaum noch Hunger hast. Das trägt übrigens auch dazu bei, dass man bei dieser Umstellung nicht nörgelig wird, wie zB bei jenen, wo man aufs Fett verzichtet, und damit seinen Blutzuckerspiegel ins Nirvana schickt.
      Ich werde mal versuchen explizit ein paar Frühstücksideen zum Sammeln.

  8. Wenn man darüber nachdenkt macht diese Ernährung wirklich Sinn. Letztendlich sind das die ursprünglichen Nahrungsmittel die der Mensch schon immer zur Verfügung hatte: Fleisch + Gemüse.
    Das Zucker das größte Übel der Neuzeit ist kann ich auch nachvollziehen.

    Die Sache klingt interessant, ich werde mal versuchen in nächste Zeit gezielt auf üppige Beilagen in Form von Kartoffel, Nudeln oder Reis zu verzichten.

    • Das ist auch der Grund, der mich überzeugt hat. Jeder der mir einreden möchte, dass ich Dinge brauche, die vom Menschen künstlich hergestellt werden, hat einfach nicht verstanden, dass wir damals auch schon ohne sehr gut klar gekommen sind und solche Produkte eigentlich eher durch Zufall hergestellt wurden.
      Natürlich haben die Leute früher mehr Kohlenhydrate gegessen, aber sie hatten früher auch noch starke körperliche Arbeit zu leisten. Wir müssen unsere Energie, die wir aufnehmen, an das anpassen, was wir verbrauchen. Wie müssen nicht essen wie Marathonläufer, wenn wir den ganzen Tag im Büro sitzen.

  9. Und was ist mit Vollkorn?
    Unterschiedliche Arten von Kohlenhydraten haben eine unterschiedliche Wertigkeit – es gibt welche, die braucht man eigentlich nicht, wie z.B. Zucker und Weißmehl, aber deswegen alle pauschal in die Tonne kloppen, wäre mir selbst zu einseitig. Auch wenn ich dir grundsätzlich zustimme, dass eine kohlenhydratreduzierte Ernährung sinnvoll ist, wenn man Gewicht verlieren möchte.

    • Die Kohlenhydrate, die ich zu mir nehme, kommen ausschließlich aus dem Gemüse, was ich esse. Ich habe in den ersten Wochen eine Grenze von 20g KH. Die wird dann später bis auf 60g gesteigert. Das ist dann der Zeitpunkt wo ich nicht mehr abnehmen muss.
      20g sind bei Blumenkohl zB etwas weniger als 1kg. Dass man nicht soviel isst, ist aber klar.
      Ballaststoffe werden nicht mitgezählt, weil der Körper sie zur Verdauung braucht und die den Insulinspiegel kaum beeinflussen.
      Worauf ich also verzichte, sind alle vom Menschen künstlich hergestellten Produkte. Vollkornbrot ist später in Maßen wieder okay. Aber dann nur welches, was man selbst gebacken hat und kein gekauftes, da diese meist ziemliche Pfuschprodukte sind.

  10. Im Grunde genommen ist die „Low Carb“-Ernährung eine abgewandelte Form dessen was unsere Vorfahren in der Steinzeit gegessen haben: Fleisch, Fisch und natürlich vorkommendes Obst und Gemüse.

    Zuckerhaltige Nahrung basierend auf Getreide und/oder Kartoffeln kam erst später dazu und hat uns nicht wirklich gut getan.

    Mir fällt es als „Südländer“ leider sehr schwer auf gutes Weißbrot zu verzichten: ein gutes, noch warmes Brötchen und darauf saure Sahne … schön während ich darüber schreibe könnte ich Hunger bekommen. 🙂

    Fleisch könnte ich essen bis ich platze, leider ist gutes Fleisch (ich rede hier nicht Wasserschnitzeln) teuer und man findet es leider nicht mehr in jeder Metzgerei.

    • Hallo Perun, was du schreibst ist vollkommen richtig. Ich lese gerade ein Buch zu dem Thema und zu der Entwicklung unserer Ernährungsgewohnheiten und irgendwie bestätigt es mich in meinem Vorhaben. Auch ich mag frisch gebackenes Brot, so ist es nicht. Ich finde es lecker und morgens ein Brötchen mit Käse ist auch wirklich toll, aber ich weiß auch, dass es mir nicht gut tut. Jetzt wo ich meine Ernährung seit knapp 2 Wochen umgestellt habe, merke ich es. Meine Migräne ist seit 2 Wochen verschwunden. Das war die letzte Zeit undenkbar. Ich hatte fast jeden zweiten Tag einen dicken Kopf. Dazu sind die Stimmungsschwankungen verschwunden unter denen ich sehr stark gelitten habe. Das Weglassen von Zucker hat also einen erheblich größeren Einfluss auf unseren Organismus als wir glauben. Ich höre oft „Aber der Körper braucht das doch“ Dann frage ich mich wieso der Körper vom Menschen künstlich geschaffene Produkte braucht? Wäre dem so, dann wäre der Mensch schon ziemlich früh ausgestorben. Und trotz der Umstellung der Länder auf die vermeintlich gesunde getreidereiche Ernährung, werden die Bewohner nicht nur immer dicker, sondern auch die Krankheiten nehmen zu.
      Leider ist es schwer, sich mit dieser Einstellung durchzusetzen, weil viele Leute vorverurteilen und sich mit dem Thema nicht auseinandersetzen wollen und einfach sagen „Das ist Unsinn“.
      Jeder soll so leben wie er möchte, aber man sollte mir auch meinen Weg zu leben lassen.

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