Das ganz normale Chaos

Blogblume ungeschminkt

Was ist Glück? Hechten wir Illusionen hinterher?

| 27 Kommentare

Blogblume ungeschminktIch habe ein Ritual was Montage angeht. Als Kind habe ich Montage gehasst, weil ich in der Schule nie zurecht kam. Nicht weil ich schlecht gewesen wäre, sondern weil mich diese aufgezwungene Konversation, Interaktion gestört hat. Kinder haben mich schon gestört, als ich selbst noch Kind war. Montage habe ich gehasst.

Mein Ritual ist es, den Montag ausfallen zu lassen, indem ich einfach die Nacht wach bleibe und dann den Zeitpunkt zwischen Sonntag und Montag, wo der Wochentrott losgeht, voll ausnutze und mich nicht schlecht fühle, wenn ich früh oder überhaupt schlafen gehe und damit den Montag schneller herbeirufe, als ich es eigentlich möchte.

Diese Nächte, Sonntag auf Montag, sind immer ruhig. Die meisten liegen vorbildlich in ihren Betten und drehen sich von der einen auf die andere Seite und versuchen Schlaf zu finden, weil sie es müssen. Versuchen ein schönes Wochenende gezwungen zu beenden, um in die Woche zu starten.

So eine Nacht ist lang. Im besten Fall 8-12 Stunden und sie gibt einem Zeit, abzuschalten. Das Rauschen auszublenden und seinen Kopf reden zu lassen. Ideen hervorzuholen, die sonst tief verborgen lauern und aus Angst vor dem Alltag nicht rauskommen.

Ein Blitz, ein Gedanke und vielleicht eine Erkenntnis

Heute Nacht habe ich mir Gedanken gemacht. Gedanken darüber, wer ich bin und was ich will. Manch einer wird nun denken „Das sind große Gedanken“, sind es aber nicht. Nimmt man die Weltbevölkerung und setzt die Relevanz meines Daseins ins Verhältnis zu den Fragen und Themen, die alle etwas angehen, dann ist der Grund meiner Erdenexistenz doch eigentlich unwichtig. Vielleicht diese Erkenntnis der erste Schritt in die richtige Richtung. Gedanken, die klein erscheinen lassen sich besser denken, als große übermächtige Gedanken, die für uns die Welt bedeuten.

Grund meines Gedankenlaufs war die Frage, wieso ich mich eigentlich derzeit schlecht fühle, obwohl es eigentlich gar nicht so schlimm läuft. Wieso habe ich bei allem das Gefühl, es würde nicht richtig passieren? Wieso gibt es so viele Dinge, über die ich mich aufrege, obwohl sie alltäglich sind und mich gar nicht betreffen? Wieso bin ich nicht glücklich? Wieso entspricht meine Gefühlslage nicht der Erwartung, die ich für diese Situation an mich stelle?

Ich las heute Nacht die Biografie von Lovecraft fertig und da ging es um das Thema Liebe. Seine Sicht auf die Liebe. Er sah das Thema recht wissenschaftlich/pragmatisch. Nicht emotional, denn er war selten emotional. Denken wir an Liebe, dann denken wir an ewiges Glück, ein problemloses Leben, an eine Einheit, die alles überwindet. Das sind mehr oder weniger die Vorstellungen, die wir von der Liebe haben. Geprägt von zahlreichen Liebesfilmen, Liebesgeschichten, Werbung – sie ist überall präsent.

Liebe ist eine Hoffnung, kein Gefühl

Fiktive Liebesgeschichten sind beliebt, weil der Mensch sie nach seinem Wunsch formen kann. Er kann sie perfekt, rein und endlos darstellen und das ist es was die Leute hören wollen. Sie schauen sich Filme an, lesen Bücher und meinen darin eine Art Betriebsanleitung für das perfekte Liebesglück zu finden. Nicht bewusst (und selbst wenn würde es niemand zugeben), aber jedem, der nicht das perfekte Glück hat, und das dürfte so ziemlich jeder sein, geht das Herz auf, wenn er mit dem Protagonisten mitfiebern kann.

Was uns theoretisch bewusst ist, aber ausgeblendet wird: So etwas gibt es nicht. Diese Geschichten wurden von Menschen erschaffen, um den Leuten das zu geben, was sie nicht bekommen können aber wollen. Ihnen wird diese Illusion geschenkt. Einerseits ist es schön, dem Menschen eine Hoffnung zu geben. Aber wenn diese Hoffnung so hoch gesteckt ist, dass sie in dem Maße nie erfüllt werden kann, dann finde ich es eher grausam. Das ist, als würde man einen Arbeiter anheuern und ihm großen Reichtum versprechen und ihn mit diesem Versprechen immer wieder hinhalten, wenn er keine Lust zur Arbeit hat, nur um ihm am Ende seiner erledigten Arbeit zu sagen, dass man diese Geschichte nur erfunden hat, damit er gut arbeitet. Natürlich hat er als Arbeiter vorzügliche Arbeit erledigt und könnte stolz auf sich sein, aber glaubt ihr, dass er sich denkt „Mensch, da hab ich jetzt zwar mein ganzes Leben umsonst gearbeitet, aber wenigstens hab ich einen guten Job gemacht“? Ich denke nicht. Ich glaube er wird sauer sein. Richtig sauer. Und wäre er Deutscher, dann würde er irgendwen verklagen, denn Deutsche verklagen immer irgendwen.

Nun stellt euch vor, das was ihr als das ultimative Glück definiert ist ein unerreichbares Ziel. Etwas, das ihr nie erreichen könnt, aber ihr wisst es nicht. Stellt euch vor, dass ihr jeden Tag, jede Woche, jeden Monat und jedes Jahr damit verbringt dieses unerreichbare Ziel dennoch zu erreichen. Ihr könnt nur scheitern. Die Wenigsten von uns scheitern gern.

Keine Liebe heißt nicht, dass es keine Hoffnung gibt

Nun kann man sich also denken: „Okay, dann hat das alles ja sowieso keinen Sinn. Wieso leben wir dann überhaupt noch?“ aber das ist auch Unsinn. Nur weil man ein Ziel nicht erreichen kann, weil es utopisch und lebensfern ist, stellt es nicht das komplette Konzept „Leben“ in Frage. Es stellt nur den Weg in Frage.

„Der Weg ist das Ziel“, ich fand diesen Spruch immer albern. Immerhin begibt man sich ja auf einen Weg, um irgendwo anzukommen. Wieso sollte also der Weg dahin schon das Ziel sein? Aber jetzt begreife ich, dass es schon schwierig genug ist, überhaupt einen Weg für sich zu finden und sich zu entscheiden und sich vor allem nicht davon abbringen zu lassen, weil Außenstehende meinen, mit dem Weg eines anderen nicht zufrieden zu sein.

Jeder geht seinen Weg allein

Jeder geht seinen eigenen Weg und jeder geht ihn allein, denn wir sind alle unterschiedlich, auch wenn man das heute nicht mehr so sagt. Heute sagt man, dass wir individuell sind. Das klingt besser und nicht so gesellschaftsfeindlich, aber im Grunde sagt es doch aus, dass wir uns unterscheiden und ein Zusammenleben ohne Reibepunkte nicht existieren kann.

Und in diesen Gedanken versunken und mit dieser Erkenntnis habe ich begriffen, dass ich vielleicht die falschen Maßstäbe an mich und mein Leben gesetzt habe. Dass ich mich zu viel beeinflussen ließ von dem Schein, den das Leben anderer Menschen machte. Menschen tragen viel lieber ihre positiven Erlebnisse nach außen, als ihre negativen und deswegen scheint das Leben der anderen immer so viel besser als das eigene. Man sieht deren Probleme nicht, weil man Probleme nicht so offen nach außen trägt, wie freudige Ereignisse. Sonst würde man sich ja die Blöße geben, dass doch nicht alles so perfekt läuft. Und dieser Selbstbetrug und der Betrug am Gegenüber ist ein kleines Puzzleteil zu dem, was das Scheinbild Glück ausmacht.

Im Nachhinein, muss ich lächeln, wenn ich diese Gedanken bewerten müsste, denn ein ehemaliger guter Freund schrieb vor einigen Monaten einen ganz ähnlichen Text in sein Blog. Darüber, dass er nicht mehr an die Liebe glaubt und das er sie nicht für real hält. Ob ihrs glaubt oder nicht, ich war entsetzt, als ich seinen Text las. Ich schrieb ihm eine lange Email, dass er das nochmal überdenken solle und dass es eine traurige Welt wäre, in der es keine Liebe und keine Hoffnung für Liebe gäbe. Aber jetzt habe ich begriffen, dass er recht hatte. Und die Welt ist doch schon traurig, weil unsere Erwartungen nicht erfüllt werden.

Auf die Email bekam ich nie eine Antwort und ich an seiner Stelle hätte mir auch nicht geantwortet, denn im Nachhinein betrachtet waren meine Argumente gegen seinen Gedankengang so oberflächlich und auch egoistisch, dass sie es nicht mal wert gewesen wären, gelesen zu werden.

Urteilt nicht, sondern reflektiert

Wer bis zu dieser Stelle gekommen ist und sich denkt „Das klingt alles sehr traurig und verzweifelt. Das muss wirklich eine bemitleidenswerte Person sein, die das geschrieben hat“, den kann ich beruhigen. Denn jetzt wo ich diesen Gedanken in seinen Grundzügen durchdacht habe und sogar für so wichtig empfand, ihn aufzuschreiben, fühlt es sich in meinem Inneren ein wenig leichter an. Nicht komplett erleichtert, denn dazu fehlen noch ein paar Details und Fragen, die ich mir beantworten muss, aber ich fühle mich leichter als all die vergangenen Jahre, in denen ich einer Illusion hinterher hechtete. Auch wenn es vermessen klingt, fühle ich mich ein wenig glücklicher.

Der Weg ist also das Ziel und alles andere wird sich zeigen. Dann bin ich wohl jetzt angekommen und kann beginnen zu Leben.

(Dieser Text ist in einem herunter geschrieben worden und wird mit Sicherheit den ein oder anderen Fehler beinhalten. Ich bitte darüber hinwegzusehen und mir 1-2 Tage Abstand zu lassen, um genügen Distanz zu entwickeln, damit ich diese Fehler sehen und verbessern kann. Ich bitte davon abzusehen, meinen Text lediglich auf ein, zwei Typos zu reduzieren sondern die Aussage dahinter zu betrachten. Ich weiß, das Internet verbessert für sein Leben gern, aber da mit dieser Text so wichtig, dieser kleine „Disclaimer“.)

Das könnte dich auch interessieren:

  1. Auf der Suche nach Glück (oder etwas, was dem schon sehr nahe kommt)
  2. Das „Was wäre, wenn…?“ – Spiel
  3. Wenn man abnimmt, hat man es nicht leicht. Daran ist aber nicht die Diät schuld
  4. Behalte dir deine Jugend bei
  5. Freitagspoesie #3

27 Kommentare

  1. Pingback: /|(;,;)/|

  2. Pingback: TiiaBloggt

  3. Pingback: Teufel100

  4. Pingback: Dimitris Bachmann

  5. Naja, ich glaube schon das es die Liebe gibt, wenn auch nicht so, wie sie in Liebesfilmen vermittelt wird. Es ist halt in erster Linie ein chemischer Prozess. Aber die Liebe ist halt die Zeit, die man gerne zusammen mit einen anderen Menschen verbringt, lass es sechs Monate sein oder sechs Jahre.
    Liebe wird in den seltensten Fällen ein Leben lang halten, aber das muss sie ja auch nicht. Wir entwickeln uns alle weiter, auch dann, wenn wir mit jemanden zusammen sind. Und irgendwann hat man sich dann eben auseinander entwickelt und man passt nicht mehr zusammen. Das sollte dann aber kein Grund zur Trauer sein, sondern man hatte eine schöne Zeit, die an diesem Punkt eben zu Ende ist.

  6. Pingback: Hatice Noir

  7. Pingback: Moni

  8. Es ist zwar wahr, dass die Liebe nicht absolutes Glück mit sich bringt. Dein Artikel klingt aber auch so, als wäre Liebe überhaupt die einzige Möglichkeit zum absoluten Glück. Was ist denn mit den anderen Komponenten im Leben? Sollte man auch auf Erfüllung (in Beruf oder Hobby) nicht hoffen können, auf Freundschaft, Erlebnisse – alles, was das Leben und damit das mögliche Glück ausmacht? Oder sollte man generell nicht nach dem Glück suchen, besser nach Zufriedenheit? Ich weiß es nicht.
    Der Weg ist das Ziel – das ist insofern richtig, da es ein wunschloses Glück nicht geben kann, denn Glück bedeutet auch immer, eine Aufgabe zu haben, ein Ziel, auf das man zuarbeitet.
    Für mich ist es so: Ich habe den „Mann fürs Leben“ gefunden und dennoch macht mich das allein nicht glücklich. Doch er gibt mir eine Freiheit, eine Sicherheit, die mir ermöglichen, in allen anderen Lebensbereichen den richtigen Platz für mich zu finden. Und darum geht es für mich hauptsächlich: mich in meinem Leben wohlzufühlen. Leider ist das noch lange nicht der Fall.

  9. Hey Ricarda,

    ich wache auf, nach einer langen Nacht wachliegen, grübeln und nur wenig Schlaf… und jetzt lese ich deinen Text. Du kannst dir nicht vorstellen was das für ein Déjàvu-Erlebnis für mich darstellt.
    Wir gehen beide keinen konventionellen Weg, wenngleich wir manchmal vielleicht gar nicht wissen auf welchem Weg wir uns gerade befinden. Wir gehen beide auch nicht den gleichen Weg… aber es ist gerade sehr heilsam für mich, dass du davon schreibst und somit meine letzte Nacht unterstreichst.

    Alles Liebe,
    Erbse

  10. Liebe ist für mich u.a. der Rückhalt und die Rückzugsmöglichkeit von der Welt „da draußen“, wo ich mich an harten Tagen von diesen erholen kann und gute Tage noch besser machen kann und diese Leere, die ich trotz Spaß und Ablenkung bei Arbeit und Freizeit verspüre, ausfüllen kann.

    Oder besser gesagt, so hätte ich gerne, dass sie so wäre.

    In Wahrheit läuft das nicht ganz so gut bei mir, wie du weißt.
    Liebe bedeutet für jemanden, der sich fast schon notorisch unglücklich verliebt,
    eigentlich nur Kummer und Leid, dass über einen gebracht wird.

    Man ist wie ein Junkie, hofft auf das Hochgefühl, weiß zwar von den „Bad Trips“, versucht deshalb vorsichtiger zu agieren, kann aber nicht davon lassen.
    Und je tiefer man in die Materie eintaucht, um so mehr kann man sich wehtun.

    Deinen Disclaimer weiß ich zu würdigen, dieser möge auch bei meinem Kommentar Verwendung finden, da er ebenfalls in einem Rutsch (mit einer Smartphone-Tastatur) verfasst wurde und meine gegenwärtige Meinung zur Suche nach dem Glück beschreibt.

  11. Pingback: Wege und Ziele | …in meiner Wärmflasche schlafen Sterne

  12. Liebe ist ein Gefühl was entsteht und irgendwo auch ein bisschen Glück. Es als Illusion zu bezeichenen ist in meinen Augen der absolut falsche Weg.

    Das kommt auch immer darauf an was man zu bieten hat damit man zur Liebe kommt und was man erwaretet von ihr zu bekommen.

    Viele Menschen haben nunmal schmerzliche Erfahrungen gemacht und verallgemeinen das jetzt alles. Das ist aber absolut der falsche Weg.
    Man muss irgendwo auch ein bisschen selbstkritisch sein und sich erstmal selber mögen bevor man überhaupt bereit ist, Liebe zu empfangen.

    • Vielleicht ist das, was für dich der falsche Weg ist, für andere genau der richtige. Wir unterscheiden uns alle und haben andere Wünsche, Vorlieben und Hoffnungen. Wieso sollte man den Träumen anderer hinterherlaufen?

      • Ja gut das kann man jetzt so oder so sehen. Ich verstehe deinen Standpunktt schon auf der einen Seite, ich verstehe (oder will nicht verstehen) halt nicht das man sich probiert aufzugeben wenn man mehrere schlechte Erfahrungen im Umgang mit der Liebe gemacht hat. Du kannst doch jetzt nicht einfach aufgeben und es als Illusion bezeichnen.

        Liebe tut natürlich weh, aber Misserfolg und mangelnde Annerkennung aber auch. Man sollte probieren alles in einem Gesunden Mass zu betrachten oder 🙂

        Grüße Dimi

  13. Pingback: niTe

  14. Das Gefühl Liebe, währt immer nur für einen begrenzten Zeitraum. Nach diesem Zeitabschnitt verwandelt sie sich in Vertrautheit oder Gewohnheit. Zwei Menschen lernen sich zu ergänzen, gegenseitig Rücksicht zu nehmen und Freiräume zu lassen, dann hält die Beziehung lange. Lernen Sie das nicht oder auch nur einer der Partner schafft dies nicht, scheitert das Zusammenleben.

  15. Pingback: Mother of Optimism

  16. Pingback: Mother of Optimism

  17. Pingback: Lina

  18. Pingback: Mother of Optimism

  19. Pingback: Mother of Optimism

  20. Pingback: Der_KaFee

  21. Pingback: ELA

  22. Pingback: Michael Kupfer

  23. Nicht das Gefühl der Liebe wandelt, oder verliert sich nach einer Zeit, sondern es ist erstmal das Gefühl des verliebt seins. Das wird oft verwechselt. Liebe ist etwas ganz anderes, tieferes und all umfassenderes. Das ist ein Gefühl, das über einen sehr, sehr langen Zeitraum reift, und alle auf und Abs des Lebens übersteht. Liebe kann sich natürlich über die Jahrzehnte verlieren oder verändern… dann geht sie vielleicht in Gewohnheit über, oder die Beziehung geht auseinander… Ob es wirklich Liebe ist, und wie tief diese Liebe ist, weißt Du erst wenn dein Alltag auseinander fliegt.

    Das Problem an der Liebe, oder erstmal am verliebt sein ist ja nicht nur dieses Gefühl in sich zu erzeugen… sondern jemanden zu finden der solche Gefühle auch für dich entwickelt. In unserer Fastfood Gesellschaft fast ein Ding der Unmöglichkeit, und ein großes Wunder 🙂

    Ich finde deinen Artikel sehr schön. Glück ist tatsächlich wie alles ein temporärer Zustand, auch wenn wir uns so sehr wünschen das es anders wäre. Das Leben besteht aus Kontrasten, und Gegenpolen… Erst die Polarität ermöglicht es uns doch alles Gute und Schöne wirklich bewusst zu genießen… und ich halte es für wichtig beide Seiten auch zu akzeptieren und zu leben. Die traurigen, stillen, einsamen Momente sind eigentlich die wertvollsten, da sie dir ermöglichen nach innen zu lauschen, und so neue Erkenntnisse über dich zu gewinnen… das ist immer eine große Chance dich positiv zu verändern….

    Wichtig erscheint mir, das wir unser Glück nicht, oder nicht ausschließlich von anderen Menschen abhängig machen sollten… Glück ist keine Illusion, genauso wie Liebe. Aber das sind Sehnsüchten, und nicht das erreichen dieser Ziele, sondern das streben danach ist einfach eine tolle Sache, denn es ist eine Quelle der Kreativität und Inspiration.

    Lieber Gruß vom Carsten

  24. Das erste, was mir dazu eingefallen ist: wieso erwarten wir eigentlich alle immer, dass das Glück in der Liebe zu finden ist? Wer sagt denn, dass Liebe glücklich macht? Wieso setzen wir so gerne Glück mit Liebe gleich?

    Meine Meinung dazu ist, dass man wahres Glück nur in sich und durch sich selbst finden kann. Kein anderer Mensch vermag es je, uns dauerhaft glücklich zu machen. Dazu sind andere Menschen auch gar nicht da.

    Liebe ist etwas Schönes und Wertvolles – aber nur dann, wenn man Liebe nicht als Gefühl, sondern als Geisteshaltung, als Lebenseinstellung sieht. Man muss dem Leben selbst, der Erde, den Menschen, dem großen Ganzen erstmal Liebe entgegenbringen. Und wenn man Glück hat, bekommt man dann auch Liebe zurück.

  25. Pingback: Dimitris Bachmann

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: