Das ganz normale Chaos

Hoffnungsfunken für die Soester Krähen

| 6 Kommentare

Ich hatte in meinem Artikel “Ich schäme mich für meine Stadt” ja schon geschrieben, dass die Krähen in Soest schon einen schlechten Stand haben und eine Position belegen, die sie gar nicht verdient haben. Und zwar die Position eines Tieres, dass anscheinend den Bürgern weniger Wert ist, als die Ameise unterm Schuh. Und das obwohl dieser Vogel geschützt ist.

Saatkrähen in Soest Leben wir in einer Stadt voller Babaren? Einer Stadt, wo Absperrungen zerstört werden um den Tieren nach dem Leben zu trachten? Vielleicht. Aber es gibt nicht nur schlechte Menschen hier. Dass, wie bereits erwähnt nicht jeder Bürger Soests Moral und Gewissen zuhause lassen und die Augen verschließen wenn es unangenehm wird, beweisen Tierschützer, die keine Kosten und Mühen scheuen, die Krähenbabys aufzunehmen und großzuziehen.

Welche Ausmaße dies annimmt kann man sich vorstellen, wenn man hört, dass in der privaten Auffangstation derzeit 14 Saatkrähenjungvögel sitzen die teilweise noch ums überleben kämpfen müssen, weil sie so stark verletzt wurden.

Saatkrähen in SoestSolche Anblicke sind nicht gerade selten im Alltag eines Tierschützers.

Auch wenn man viel tut, nicht jedes Krähenkind lebt noch, wenn man an die bekannten Brutstellen kommt.

Man möchte sich gar nicht vorstellen, wie dieser Vogel ums leben kam.

Wer hat da nicht direkt Assoziationen zu Robbenschlächtern, die mit Knüppeln auf die Robbenjunges einschlagen? Aber Robbenbabies sind wohl zu süß und zu flauschig, als dass man da Gleichgültigkeit anbringen würde.

Aber es gibt nicht nur tote Vögel sondern auch verletzte, die überleben.

Saatkrähen in Soest Saatkrähen in Soest

Saatkrähen in SoestDiese Vögel werden trotz Verletzungen und ihrem schwerem Start ins Leben durchkommen und bald in Freiheit leben können.

Das Ganze lässt sich aber nur realisieren, weil es Leute gibt die ihre private Zeit und ihr privates Geld opfern um diesen Tieren zu helfen.

Was es wirklich bedeutet, den Vögeln zu helfen kann man sich vorstellen wenn man sich den Tagesplan der Helfer anschaut.

Morgens um halb 5 beginnt bereitet man die Nahrung vor und füttert die Tiere von da an alle zwei Stunden. Vögel die in schlechterer Verfassung sind, bekommen ihr Futter alle 30 Minuten.

Den Rest der Arbeit putzt man eigentlich nur, da es sich um Wildtiere handelt und die selbstverständlich nicht stubenrein sind.

Das Futter wird vom Tierarzt individuell und frisch zusammengestellt damit die Vögel auch ausgewogen ernährt werden können.

Eigentlich schon eine ziemlich schlimme Sache, dass man sich ohne Rückhalt der Politik selbst darum kümmern muss, dass es keine schlimmeren Ausmaße annimmt, wenn Gesetze gebrochen werden. Meine Höchstachtung gilt den Leuten, die sich um diese Wildvögel kümmern und sie betreuen, aufziehen und genesen lassen.

Wenn ich bedenke, dass das vielleicht sogar noch Familienväter /mütter oder Großeltern sind, die diesen Vögeln das antun und sie umbringen. Welches Vorbild stellen sie denn dar?

Ihr möchtet den Vögeln helfen?

Auf www.wildvogel.info gibt es ein Kontaktformular, auf dem ihr eure Meinungen versenden könnt. Wenn ihr wollt, kann dieser auch als Leserbrief an unsere örtliche Zeitung verschickt werden. Je größer der Druck auf die Stadt (auch von außerhalb) wird, desto besser, denn so kann die Stadt nicht mehr so tun, als wüsste sie von nichts.

Schreibt also eure Meinung über das Kontaktformular oben und sagt der Soester Bevölkerung was ihr davon haltet. Die Seite ist dazu auch noch sehr informativ, wenn euch das Thema interessiert.

Wenn ihr wollt, berichtet auch auf euren Blogs darüber und schickt den Link durch Tierschutzverteiler und Tierschutzforen und gebt ihn weiter an Leute, von denen ihr meint, diese könnten mithelfen.

Es kann nicht sein, dass mitten in Deutschland sowas geduldet wird.

Weitere Infos gibts auch hier: http://www.abu-naturschutz.de/natur/saatkrae/index.html

6 Kommentare

  1. Pingback: TiiaAurora

  2. hallo ricarda!
    zunächst wollte ich erwähnen,dass das KONTAKTFORMULAR ZURZEIT NICHT GENUTZT WERDEN KANN.technische probleme..passiert nunmal.;)
    wer dennoch einen brief an die stadt schreiben will: info@wildvogel.info.
    wir würden uns sehr freuen.
    und nun ein großes lob an dich von elke und mir.
    elke hat oben genannte homepage ins leben gerufen und arbeitet zurzeit selber dran,dass ihre 18 krähen und dohlen groß werden um in die freiheit entlassen werden zu können.
    Vielen Dank von uns beiden und unseren 32 „pflegekindern“!

    lg

    die andere ricarda

  3. und tadaa!
    das kontaktformular funktioniert wieder!alles beim alten!

    lg

    ricarda

  4. Ja das ist wirklich eine traurige Sache. ABer es wird diese Menschen immer geben die kein Gewissen und keinerlei Gefühle gegenüber diesen Tieren aufbringen. Umsomehr kann man sich über die Menschen freuen, die es auf sich nehmen sich um diese Tiere zu kümmern und sie groß zu ziehen….

  5. Hm, Gefühle spielen nun mal keine Rolle wenn man ein Tier als Ungeziefer empfindet. Mit Ratten und Tauben geht man auch nicht weniger zimperlich um. Es ist nur seltsam, dass Krähen als Ungeziefer angesehen werden. hatte ja schon mal geschrieben, dass wir bei uns sogar froh sind, dass wir soviele Raben und Krähen haben… Liegt wohl wirklich einfach an der Stadtführung… :-/

  6. Pingback: /|(;,;)/|

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.