Das ganz normale Chaos

Gewichtskurve März

Hoch und Runter und Hoch und Runter….

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Ihr seid derzeit kommentierfaul und ich blogfaul. Passt ja. Mein Körper ist zudem auch noch gewichtsverlustfaul. Ich hatte euch vor einiger Zeit ja erzählt wie das so mit den Plateaus ist. Sie kommen, bleiben und gehen. Aber mit ihnen auseinandersetzen muss sich wohl jeder. Mein Plateau begleitet mich nun seit dem 20. Februar wenn ich das so auf meiner Skala sehe und noch macht es auch keine Anstalten weiterzugehen.

Gewichtskurve März

Woran das liegen mag. Tja ich weiß es nicht so genau. Ich mache eigentlich alles nach Plan, bewege mich einfach nur zu wenig. Das muss ich weiterhin steigern. Aber hier fehlt mich definitiv der Anreiz.

Psychisch geht es mir (unabhängig vom Essen oder der Diät) gerade etwas schlechter. Musste eine schwere Entscheidung für mich treffen, bei der ich drei Möglichkeiten hatte: „Weitermachen wie bisher und langsam aber sicher kaputt gehen“, „Versuchen etwas zu ändern, und dann immer weiter kaputt gehen“ oder „Kontakt komplett einstellen und versuchen drüber hinwegzukommen.“ Ich habe mich für die letzte Methode entschieden, nachdem ich mich belogen gefühlt habe und merkte dass ausgetauscht und ignoriert wurde und zudem alle meine Fragen offen blieben. Auch wenn ich nun am Schluss als diejenige dargestellt werde die ja alles kaputt gemacht hat, muss ich an meine Seele denken. Was bringt es denen, die mich lieben, wenn ich mich selbst zerstöre mit Dingen, die nie mehr waren als das was sie jetzt sind.

Ich denke, jeder kennt das Gefühl ausgenutzt zu werden. Im Nachhinein zu wissen, dass die eigene Gutmütigkeit dazu benutzt wurde, nur damit sich jemand anderes besser fühlen konnte. Solche Dinge muss man lernen. Vor allem muss man mit solchen Geschichten abschließen und nach vorn schauen. Und vielleicht auch Vertrauen nur zu den Menschen haben, die bereits bewiesen haben, dass sie einen mögen, so wie man ist, trotz Fehlern, trotz Makeln und trotz Ängsten. Immerhin machen sie auch uns einzigartig und nicht selten auch liebenswert.

Ich vermute genau die Sache an der ich lang „zu nagen“ gehabt habe, hemmt mich in meinen Plänen, an mich zu denken und endlich was zu verändern. Manchmal muss man ein vermeintliches Rettungsseil loslassen und fallen um irgendwo anzukommen, wo man ohne den Mut loszulassen nie hingekommen wäre. Ich habe losgelassen und warte nun aufs Ankommen. Entweder lande ich in einer fluffig duftigen Blumenwiese, die auf mich wartet, oder ich knalle auf Stein und muss sehen wie es weitergeht.

Dieser Atkinsbeitrag wird ein bisschen mehr psychisch als ernährungstheoretisch. Das ist aber gar nicht so schlimm, denn die meisten Ernährungsdinge habe ich euch bereits in meinen vergangenen Beiträgen und ganz frisch auch oben im Menü im Ernährungsbereich näher gebracht. Man darf ja auch nie vergessen, dass sich hinter den Zahlen und Statistiken Menschen verbergen, die ihre eigenen Geschichten haben, ihr Leben und ihren Alltag haben und neben dem Essen viele Sorgen und Ängste haben, mit denen sie sich auseinandersetzen müssen.

Jeder, der abnehmen will, muss sich vor Augen führen, dass allein durch eine Gewichtsabnahme keine Probleme verschwinden, die nichts mit dem Gewicht zu tun haben. Die Probleme lösen sich nur, wenn man an ihnen arbeitet und auch mal egoistisch ist und sich von Menschen lossagt, die es schaffen, dass man sich elend fühlt.

Ich hoffe meine nächste Zusammenfassung kann ich euch ein bisschen heiterer schildern. Vielleicht hat sich bis dahin auch was auf der Waage getan (Mein Maßband zeigt übrigens eine weitere Abnahme, ist wohl nur so eine Fett/Muskelsache).

 

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  3. Ich kann mich da sehr gut hineinversetzen. Ich musste auch schon sehr sehr oft genau diese Erfahrung machen. Man gibt und gibt und bekommt irgendwann einen gewaltigen Tritt in den Arsch. Es verletzt – und zwar richtig, gerade weil man dachte, dass dies „Freunde“ sind. Und ja, leider wird man dann oft als böse hingestellt. Ich kann es nicht verstehen, aber leider passiert dies oft.

    Dies ist für mich auch ein Grund (gerade weil es mir schon oft passiert ist), keine neuen Menschen so wirklich mein Vertrauen zu schenken. Mir wurde schon oft gesagt das ich zu misstrauisch bin – aber es macht die Erfahrung. Erfahrungen die ich mit 23 ehrlich gesagt noch nicht haben wollte. Sie können einen wirklich den glauben an wirklichen „Freundschaften“ versauen. Aber man muss nach vorne blicken, mit jeder Erfahrung lernt man und mit jeder Erfahrung kann man es vermeiden mal wieder auf „die Schnauze“ zu fliegen.

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