Das ganz normale Chaos

Hallo Bochum

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Wenn ich aus meinem Schlafzimmerfenster schaue, in dem gerade noch provisorisch mein Rechner und einige Umzugskisten stehen, dann sehe ich hinter der Häuserreihe auf der anderen Straßenseite einen Fördertum. Vier Wochen sind vergangen und langsam komme ich auch mental in Bochum an. 

Bochum

Lange ist hier nichts passiert. Lange war ich mit mir selbst mehr als genug beschäftigt, als dass ich noch hätte schreiben können, aber jetzt ist mal wieder ein neuer Lebensabschnitt angebrochen und nach gar nicht so langer Zeit stand ein neuer Umzug an. Gründe für den Umzug gab es viele. Der Hauptgrund ist jedoch, dass die Umgebung mich krank gemacht hat. Vor allem einige Menschen, mit denen ich leider regelmäßig zu tun haben musste. Menschen, die nicht akzeptierten, wie ich ticke und stattdessen sogar weiterhin meine Schwächen zu ihren Gunsten ausgenutzt haben. Ich musste da weg und außerdem musste ich aus der Kleinstadt raus, die mir keinerlei Perspektive mehr geboten hat. Die Kleinstadt, die zwar behütet und konserviert, die aber jegliches Vorankommen blockiert. Wie eine Mücke im Bernstein ist man in ihr gefangen, obwohl man doch nur fliegen wollte.

Umzug in a nutshell

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Ich wohne das erste Mal in einer Großstadt. Und endlich fühle ich mich irgendwie richtig. Und es ist nicht nur die Großstadt an sich, es ist einfach das Ballungsgebiet so vieler Städte, die alles möglich machen, wenn man es möchte. Grenzen fallen. Wenn meine Lieblingsband in die Gegend kommt, spielt sie eben zehn Minuten von meiner Haustür entfernt und ich muss mir keine Gedanken mehr um Bus, Bahn und Anreisekosten machen, sondern kann spontan hingehen. Wenn ich etwas brauche, fahre ich zwei Stationen mit der S-Bahn oder gehe zufuß.

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Trotzdem ist es ruhiger. Das Haus ist ruhiger, die Gegend ist ruhiger und die Menschen sind lockerer und entspannter. Es ist einfach alles entschleunigt. Entschleunigter als in der Kleinstadt. Ich mag die Kleinstadt für viele Dinge, aber ich mag die Großstadt für andere Dinge, die ich gerade mehr brauche, als ein behütetes Nest. Hallo Bochum, schön in dir zu wohnen. Ich hoffe, das wird was mit uns beiden.

Foto Bochum: (CC BY-ND 2.0) x1klima

5 Kommentare

  1. Können gerne mal nen Kaffee trinken gehen, dann stelle ich dir mal das beste Café der Stadt vor.

    Gruß aus Shanghai, im Vergleich ist dann Bochum doch die Kleinstadt 🙂

  2. Willkommen im Ruhrpott 😀
    Ja hier verschwinden grenzen, ich würde zwar gern mal wo anders leben, aber ich glaube mir würde es fehlen, einfach in die bahn zu steigen und nur 5min später in einer anderen Stadt zu sein. Alles hier zu haben.

  3. „Tief im Westen,
    wo die Wonne verstaubt
    ist es besser,
    viel besser, als man glaubt“

    😀

    Glück Auf und Willkommen im Pott!

  4. Viel Spaß und viel Erfolg. Die Menschen im Pott sind sehr warmherzig. Alles wird gut 🙂

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