Das ganz normale Chaos

Gothic Friday Februar: Musik und Leidenschaft

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Weiter geht’s mit der Gothic Friday Reihe. Diesmal geht es darum 10 Fragen zum Thema Musik zu beantworten.

Zwar hatte ich schon im letzten Beitrag viel zu Musik geschrieben, aber jetzt geht’s explizit ums Thema und nicht nur um den Szeneeinstieg.

10 Fragen: Die Musik und Du

Was bedeu­tet Musik für Dich? Wie wich­tig ist sie Dir?

Wie schon im ersten Beitrag geschrieben, ist Musik für mich sehr wichtig. Damals war es ein Ventil für meine Gefühle heute ist es ein Ausdrucksmittel meiner Gefühle. Ich höre nicht jeden Tag Musik. Manchmal eine Woche lang gar nicht, aber wenn, dann normalerweise sehr bewusst und nicht nebenbei.

Wel­che Rich­tun­gen »schwar­zer Musik« hörst du? Nenne ein Bei­spiel, das für Dich deine Bedeu­tung des Genre am bes­ten Wie­der­gibt.

Hm schwer zu sagen. Sehr viele Bands hör ich gar nicht und hab mich auch nicht damit befasst, in welches Genre sie fallen könnten. Genres interessieren mich eigentlich sowieso nicht, weil viele Musikstücke genreübergreifend funktionieren. Ich finde aber gerade Lacrimosa und die Erben sind für mich so Urgesteine der Szene und spiegeln für mich mehr oder weniger die Stimmung wieder, die ich habe wenn ich mich mit der Szene befasse.

Wie wür­dest deine musi­ka­li­sche Lauf­bahn beschrei­ben? Über wel­che Rich­tung der Musik bist Du in die Szene gekom­men, wel­che hast hin­zu­ge­won­nen, wel­chen hast du abge­schwo­ren und was hörst du heute?

Zur Szene bin ich mit Type O, Cradle und auch HIM gekommen. Also wieder verschiedene Richtungen, die mir einfach gefallen haben. Hinzugekommen sind mit der Zeit zB Angizia, Dornenreich, Moonspell, Ewigheim, The Vision Bleak usw. Abgeschworen habe ich eigentlich niemandem, weil ich immer sehr wählerisch mit der Musik war. Was nach wie vor nicht geht, ist Mantus. Bei deren Liedern breche ich regelmäßig in Lachanfälle aus.

Wie und wo hörst du Musik am liebs­ten?

Ich höre Musik ausschließlich über Kopfhörer, weil ich, wenn ich sie laut höre, oftmals dumme Kommentare ernte wie „Was ist das denn für Schwuchtelmusik“ Für jemanden, dem Musik mehr bedeutet, als jemandem der sie benutzt um Partys zu beschallen, ist sowas verletztend. Also bleibe mit meiner Musik lieber für mich.

Ich höre sie da wo ich hören kann. Gern beim Bloggen, oder wenn ich mal abschalten muss. Zum Kopf freibekommen ist Musik immer gut.

Wel­che Musik hörst du außer­halb der typi­schen dunk­len Musik noch?

Viel *g* Ich mag sehr gern Tori Amos die Beatles aber auch klassische Musik. Weils eine zu lange Liste werden würde, schaut bei http://www.last.fm/user/AuroraN vorbei. Da habt ihr einen guten Überblick.

Mal ange­nom­men, Du könn­test ein Instru­ment spie­len, hät­test eine tolle Stimme und wür­dest zusam­men mit Freun­den eine Band grün­den. Wel­che Rolle in der Band wäre Deine?

Ich wäre wohl eher Bookerin. Eine Rampensau war ich noch nie. Ich glaube ich würde mich in so einer Bandmemberrolle gar nicht wohl fühlen. Ich tüftel lieber allein für mich.

Nenne 5 dei­ner Alben die für Dich unver­zicht­bar mit Szene ver­bun­den sind.

5 Stück. Oha. Da muss ich mal nachdenken. Keine Ahnung ob sie mit der Szene verbunden sind. Eher mit mir. Da wäre zum einen Angizia – Ein Toter fährt gern Ringelspiel. Eigentlich ist es düsteres jüdisches Musiktheater aber wirklich wunderschön. Dann Type O Negative – Bloody Kisses. Eins meiner Lieblingsalben von ihnen. Ich habe es so oft gehört, dass ich jeden Ton auswendig konnte. Als nächstes kommt dann wohl The Vision Bleak – The Deathship has a new Captain. Gänsehaut pur! Nicht zu vergessen Ewigheim – Heimwege. Das Album fand erst spät zu mir, da mein Exfreund es mochte und ich von seiner Musik nicht viel hielt. Bis auf Heimwege hat sich das auch alles weiterhin bestätigt, aber diese CD ist eine Perle. Goethes Erben – Dazwischen ist das letzte Album auf meiner Liste. Ich war damals auf der Tour und habe einem kleinen intimen Konzert beigewohnt, bei denen gar nicht so viele Leute waren. Die Stimmung war krass. Gänsehaut pur. Das war das einzige Konzert bei dem die Tränen liefen, so traurigschön war es.

Wel­che musi­ka­li­schen Eigen­schaf­ten hat für dich das ideale Lied?

Das ideale Lied gibt es nicht. Es gibt immer nur das passende Lied zur gegenwärtigen Stimmung. Es sollte mein Herz genau treffen. Deswegen kann ich auch keine musikalischen Eigenschaften nennen, denn das ist ganz verschieden.

Wel­che Band oder wel­chen Musiker/in wür­dest Du gern mal inter­viewen und auf wel­chen Frage musst Du dabei unbe­dingt eine Ant­wort haben?

Keine. Ich hatte in meiner Vergangenheit viel mit Bands zu tun. Auch viel mit Bands, die ich bis dahin sehr mochte. Meine Erfahrung ist, dass man sich lieber das Bild der Bands so bewahren soll, wie sie es einem präsentieren, denn nicht selten sind diese Musiker privat totale *****. Damit versaut man sich die Musik, denn ich kann keine Musik von Leuten hören, die ich als Person nicht mag. Damit hab ich mir einige Bands „versaut“ und deswegen will ich keinen Kontakt mehr zu Musikern, die ich mag.

Wer oder was reprä­sen­tiert für die Dich die Zukunft der »schwar­zen« Musik?

Da frage ich ganz provokant: Hat die schwarze Musik eine Zukunft? Es wächst eine andere Generation heran, die Musik mitbringt, mit der ich nichts mehr anfangen kann. Nicht nur die Elektrosache, die ja schon ewig da ist, sondern zum Beispiel japanische Musik, diese ganzen -core Sachen. Im Metal sehe ich auch, dass es kaum noch guten Metal gibt, sondern nur noch -core Bands, die mir alle nichts mehr geben. Mit gut meine ich dabei, Bands, die mir gefallen. Die -core Bands haben sicher ihre Anhänger, aber ich werde nicht warm mit ihnen.

Da wächst eine neue Generation heran und die wird ihre Musik mitbringen. Aber es wird dann sicher nicht so sein wie heute und auch die Szene wird eine ganz andere sein. Bis dahin gehöre ich dann zum alten Eisen.

3 Kommentare

  1. Pingback: TiiaAurora

  2. Pingback: Gothic Friday – Das Februar Resümee – Spontis Weblog

  3. Hi, cooler Beitrag. Sehr coole Antworten.

    Gruß Siggi

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