Friedrich Wilhelm Nietzsche – Vereinsamt
Die Krähen schrein
und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein –
Wohl dem, der jetzt noch Heimat hat.
Nun stehst du starr,
schaust rückwärts, ach, wie lange schon,
was bist du Narr
vor Winters in die Welt entflohn?
Die Welt – ein Tor
zu tausend Wüsten stumm und kalt;
wer das verlor,
was du verlorst, macht nirgends halt.
Nun stehst du bleich,
zur Winter-Wanderschaft verflucht,
dem Rauche gleich,
der stets nach kältern Himmeln sucht.
Flieg, Vogel, schnarr
dein Lied im Wüstenvogel-Ton.
Versteck, du Narr,
dein blutend Herz in Eis und Hohn.
Die Krähen schrein
und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnein –
Weh dem, der keine Heimat hat.
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4 Kommentare zu „Freitagspoesie #2“
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Schade das man das Bild nicht größer anschauen kann.
Da kann ich aber Abhilfe schaffen: http://www.ipernity.com/doc/ricardariechert/7177270
Besten Dank
Aber in voller Größe schauts dann doch nicht mehr so gut aus, wie ich vtl. erhofft hatte (grins)
tut mir leid falsche Erwartungen geweckt zu haben