Das ganz normale Chaos

Die 10 größten Kommentarkiller

Die 10 größten Kommentarkiller

| 11 Kommentare

Die 10 größten Kommentarkiller

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„Comments, that’s what it’s all about“ möchte man meinen. Vieeeele Blogposts befassen sich mit mit dem Phänomen des Kommentarsterbens in Blogs. „Blogs sind tot“ hallt es aus allen Ecken. Ist das so? Ich habe euch mal eine Liste erstellt mit den 10 größten Kommentarkillern für Blogs (einige auch aus eigener Erfahrung 😉 )

  1. Für die Leser uninteressante Artikel: Okay das mag nun ein wenig polarisieren, aber wer Kommentare von Lesern möchte, sollte darüber schreiben was die Leser interessiert. Bevor jetzt ein Aufschrei los geht, das heißt nicht, dass ihr eure Themen danach aussuchen sollt was gerade hip ist, sondern versucht die Zielgruppe für eure Beiträge zu finden. Wer über Pferdesammelbilder bloggt, aber nur in Technikblogs kommentiert, wird von dort keine Stammleser gewinnen.
  2. Arrogante Antworten auf Kommentare: Wer ausschließlich arrogant und schnippisch auf seine Kommentare reagiert, wird die Kommentatoren früher oder später auch als Leser von seiner Seite vertreiben. Stammleser bleiben meist nicht nur wegen der Inhalte Stammleser, sondern auch weil eine gewisse Sympathie für den Blogger vorhanden ist.
  3. Überhaupt gar keine Antworten auf Kommentare: Wer auf Kommentare überhaupt nicht reagiert, vermittelt das Gefühl, dass Kommentare nicht beachtet werden. Der Kommentator weiß so nicht ob der Autor seine Äußerung überhaupt zur Kenntnis genommen hat.
  4. Twitter und Facebook: Diesen Punkt nehme ich nur unter Vorbehalt auf, denn dabei handelt es sich nicht wirklich im Kommentarkiller. Sie verlagern Kommentare nur auf andere Plattformen, die ohne weitere technische Maßnahmen dann nicht im Blog erscheinen. Im Gegenzug bringen sie aber auch Besucher und generieren Traffic, der wiederum zu neuen Kommentaren führen kann. Ihr seht, dass ist so ein ausgeglichener Pro/Kontra Punkt.
  5. Artikel die keine Fragen offen lassen: Artikel die Sachverhalte als unumstrittene Tatsachen darstellen, vermitteln dem Leser das Gefühl „Hierzu gibt es nichts mehr zu sagen, meine Meinung wird nicht gebraucht.“
  6. Zu wenig Artikel im Blog: „Zu wenig“ ist hierbei ganz klar Definitionssache, aber um sich eine kommentierende Stammleserschaft aufzubauen, sollte man regelmäßig bloggen. Wer einmal im Jahr Artikel veröffentlicht, wird schnell aus dem Auge verloren.
  7. Zu viele Artikel im Blog: Ja das geht auch. Als Leser braucht man ein wenig Zeit, um sich mit einem Artikel zu befassen, damit man einen sinnvollen Kommentar schreiben kann. Veröffentlicht ein Blog am Tag 10 Artikel, übersteigt das sicher die Zeit, die ein normaler Leser aufwendet, um Artikel zu lesen und zu kommentieren. Manche Artikel müssen auch erst einmal ein wenig „reifen“ (dh der Leser muss mal ne Nacht drüber schlafen, um was dazu schreiben zu können) bis Feedback kommt.
  8. Stöckchen, Blogparaden, Gewinnspiele, Werbung: Die ersten drei Punkte generieren, sofern man sie nicht selbst veranstaltet, keine oder kaum Kommentare. Stöckchen und Paraden werden meist als Lückenfüller genutzt, um Blogs ein wenig mit Leben zu füllen, wenn man einmal eine kleine Ruhephase hat.
  9. Kommentarfunktion nach XX Tagen deaktivieren: In vielen Blogs gesehen und selbst oft dran gescheitert. Man sieht in Blogs einen interessanten Beitrag, möchte dazu was schreiben und findet eine deaktivierte Kommentarfunktion. Wo keine Kommentarfunktion vorhanden ist, kann man nicht kommentieren. Logisch.
  10. Trolle: Wo Trolle ungezügelt ihr Wesen treiben, trauen sich normale Kommentatoren kaum noch was zu schreiben. Also „Don’t feed the Trolls“ und haltet eure Kommentare sauber!

11 Kommentare

  1. Pingback: TiiaAurora

  2. Pingback: Björn Kraus

  3. Stimmt schon, aber man darf heutzutage auch nicht mehr so fixiert auf Comments sein. Blogs sind schneller geworden, Befindlichkeits-bloggen out. Aber das muss ja nicht für immer so sein! 🙂

  4. Pingback: Hubi

  5. Zu Punkt 2. fällt mir ein Blogger ein der glaube ich genau das Gegenteil macht 😀 Und seine Leserzahlen können sich sehen lassen. Aber wenn sie es mit sich machen lassen, selber schuld.

  6. Diese Zusammenfassung ist erste Klasse!
    Sie könnten die Zehn Gebote eines Blogers sein!
    …..Bravo.

  7. Mhm. Du hast alles auf den Punkt gebracht. Mir fällt nichts ein was ich ergänzen könnte. 🙂

  8. @Chaosmacherin: Haha ich weis wen du meinst 😉 und ich lass das nicht mit mir machen, weshalb ich diesen blog meide (na ja eine person mehr oder weniger machts jetzt auch nicht aus, aber trotzdem.)

    Und zum Beitrag: Find ich alles Top aufgelistet 🙂 Obwohl einige „killer“ auch bei mir hin und wieder vorkommen xD aber ich arbeite ja dran..

  9. Wirklich sehr netter Artikel und eine gute Zusammenfassung. Vor allem hab ich auch den einen oder anderen „Kommentarkiller“ wiedergefunden, der mir auch das eine oder andere Mal unterkommt…

    Da ich aber eh recht wenige Kommentare habe (was wohl auch mit an der Themenwahl und der Tatsache, das es in dem Bereich größere Blogs gibt liegt), habe ich mich aber auch schon längst vom Gedanken des Kommentars als Brot des Bloggers verabschiedet. Denn dann hätte ich das bloggen wohl längst eingestellt. Und dafür macht es mir einfach zuviel Spaß. Sicherlich freu ich mich über Feedback, aber in erster Linie schreib ich dann halt doch aus Spaß an der Sache und mag auch den Gedanken, dass der eine oder andere Artikel vielleicht mal jemandem weiterhlefen konnte, auch wenn ich mangels Kommentar da dann nichts von erfahre…

    und zu Punkt 1: Sicherlich bekomme ich keine Stammleser, wenn ich in Blogs kommentiere, die inhaltlich nicht zu meinem Blog passen, aber das ist mir egal. Ich lese was mich interessiert und ich kommentiere, was ich gut finde, bzw. wozu ich etwas zu sagen habe… Wobei ich im Endeffekt ja auch ähnlich in meinem Blog verfahre, nur halt mit einer gewissen Schwerpunktsetzung, die bei mir in letzter Zeit aber auch immer stärker aufweicht. Irgendwie bin ich und auch mein Blog derzeit in einer neuen Selbstfindungsphase und ich warte einfach mal ab, wo die Reise nun hingeht…

  10. Pingback: Flattr-King Karl?

  11. Treffend geschrieben 🙂

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