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Blogblume ungeschminkt

Das „Was wäre, wenn…?“ – Spiel

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Heute komme ich zu einem etwas philosophischeren Artikel, dessen Thema mich gestern abend gedanklich sehr beschäftigt hat. Kennt ihr das „Was wäre, wenn…?“ Spiel? Man nimmt sich ein historisches Ereignis der Geschichte und fragt sich, „Was wäre, wenn es gar nicht passiert wäre?“ Wir nehmen so viele Tatsachen in unserer Welt und in unserem Leben als selbstverständlich wahr, dass wir gar nicht mehr begreifen, dass viele Dinge auch einfach nur aus „Schicksal“, „Fügung“, „Zufall“, wie auch immer wir es nennen wollen, so sind wie sie sind.

Eine die ich mir gestellt habe war „Was wäre, wenn es Jesus nicht gegeben hätte?“ Ich setze mit der Frage voraus, dass ich der Überzeugung bin, dass es ihn gab, auch wenn ich mir sicher bin, dass große Teile seines uns bekannten Lebens auf fiktiven Ereignissen beruhen. Aber stellt euch vor, es gäbe kein Christentum. Wie  würde unser Alltag dann aussehen? Wie würde unser Leben aussehen? Selbst wenn wir nicht gläubig sind, leben wir in einem christlich geprägten Land, dass unser Leben gestaltet.

Als nächstes fragt man sich natürlich: „Was wäre, wenn es das Dritte Reich nie gegeben hätte“ Wie würde unser Leben aussehen? Auch wenn wir behaupten, dass wir heute nicht mehr viel damit am Hut haben,  wirkt es sich doch auf unser Leben aus, selbst wenn man nicht täglich damit konfrontiert wird. Aber allein die Außenwahrnehmung Deutschlands aus dem Ausland wäre wahrscheinlich eine völlig andere. Vielleicht hätte es andere Kriege gegeben? Vielleicht aber auch nicht.

Viele Leute argumentieren, dass man sich über solche Dinge keine Gedanken machen soll, denn sie sind passiert und man kann sie nicht mehr ändern. Aber in meinen Augen ist das falsch. Es ist durchaus sinnvoll, sich bewusst zu machen, welche Faktoren unser Leben beeinflussen und mitgestalten. Außerdem sollte man sich immer klar machen, dass es in jedem Fall Alternativwege gibt, die man beschreiten kann, wenn man vor einer Entscheidung steht. Wer also meint, Gedanken in dieser Art seien sinnlos, weil sie nichts ändern hat nur zur Hälfte recht, denn ändern können sie an der Vergangenheit nichts, aber sie können uns aufmerksamer für die Zukunft machen. Denken ist nie sinnlos, denn durchs Denken lernen wir zu denken.

 

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3 Kommentare

  1. Pingback: TiiaBloggt

  2. “Was wäre, wenn…?”: Großartiges Spiel und eine Frage die ich oft nach gehe. Habe auch schon das eine oder andere interessante Buch zu diesem Thema gelesen. 🙂

  3. „Was wäre, wenn“ niemand sich sich solche Fragen stellen würde? Wo würden wir dann heute stehen?
    Egal, ob es um Vergangenheit oder Zukunft geht, wenn es niemand mehr gibt, der Fragen stellt, dann ist es zu spät.
    Keine Fragen, keine Antworten. Gleichgültigkeit, Desinteresse.
    Ach, ist doch egal.
    Ist es aber eben nicht.

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