Das ganz normale Chaos

Blogs und Kommentare

| 82 Kommentare

Ich habe es letztens in Twitter bereits erwähnt.

Twitter

In den Blogs scheint es langsam aber sicher eine geteilte Meinung zu Kommentaren zu geben. Es geht dabei nicht um spezielle Dinge zum Thema Kommentar, sondern um die elementare Frage “Kommentar: Ja oder Nein”. Es gibt (logisch) zwei Lager zu dieser Frage.

Pro Kommentar:

Kommentare gehören zu Blogs dazu. Sie haben die Blogs erst zu dem gemacht was sie sind, da sie entgegen der klassischen Medien eine Diskussion an Ort und Stelle zu dem Thema zulassen. Jeder kann seine Meinung sagen, jeder ist gleich wichtig. Oftmals stellen Kommentare sogar einen Mehrwert zum Artikel dar und sind ab und zu sogar informativer als selbiger. Man hat durch Kommentare ein direktes Feedback vom Leser und kann darauf eingehen. Die Hemmschwelle einen Kommentar zu einem Artikel zu hinterlassen ist geringer, als eine Email zu schreiben. Auch deswegen, weil der Aufwand geringer ist. Bloggen ohne Kommentare zu schreiben ist wie gegen eine Wand reden.

Contra Kommentar:

Kommentare sind Spielwiese für anonyme Unruhestifter, was für den Admin einen gewissen Arbeitsaufwand bedeutet, Kommentare zu sortieren/filtern. Ganz abgesehen von der Tatsache und der grundlegenden Frage, ob Kommentare gefiltert werden sollen und inwiefern man für die Kommentare seiner Leser haftbar gemacht werden kann. Zudem besteht die Gefahr, dass man versucht mit seinen Artikeln darauf abzuzielen möglichst viele Kommentare zu bekommen und sich somit von seinen eigentlichen Beweggründen zu bloggen entfernt, weil man versucht es dem Leser “recht” zu machen. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt ist jedoch der Gedankengang, dass man durch das Fehlen der Kommentarfunktion eine bessere Vernetzung der Blogosphäre fördern könnte, indem die einzige Möglichkeit wäre, sich zu einem Artikel zu äußern, selbst einen Artikel zu schreiben und diesen per Pingback oder Trackback auf den Ursprungsartikel verweisen zu lassen.

Meine Meinung:

Ich betrachte die Diskussion mit gespaltener Meinung, kann also keine klare und eindeutige Stellung beziehen. Warum? Das kann ich euch sagen. Einerseits bin ich der Meinung, dass Blogs sich definitiv von den klassischen Medien unterscheiden sollten. Genau diese zweiseitige Diskussion hat Blogs so beliebt gemacht. Die Nähe zu den Lesern ist das was ich an Blogs gut finde. Das möchte ich nicht missen. Andererseits habe ich manchmal auch das Gefühl, die Leute möchten diese Diskussion nicht, weil sie es von den klassischen Medien nicht gewohnt sind. Man bekommt durch die Medien eine Meinung vorgegeben und es ist eben einfacher diese anzunehmen, als sich selbst eine Meinung zu bilden. Zum anderen muss man sich anschauen, wer auf Blogs kommentiert. Es sind zumindest bei mir zu 99% selbst Blogger. Leser die über Google und Co kommen, kommentieren selbst fast gar nicht. Ist der Internetnutzer also überhaupt an einer Kommunikation mit dem Seitenbetreiber interessiert?

Zum anderen finde ich den Punkt interessant, dass ein Fehlen der Kommentarfunktion die Vernetzung steigern würde. Würde das wirklich funktionieren, wäre das von Vorteil für alle Blogs, aber auch hier denke ich nicht, dass es klappen würde. Zwar klingt es im ersten Moment logisch, aber wenn die Leser sich schon nicht dazu hinreißen lassen, einen Kommentar zu hinterlassen, dann werden sie sicherlich erst recht nicht den Aufwand betreiben, einen Artikel in Bezug darauf zu schreiben. Außerdem würde man so die Gruppe derer ausschließen, die nicht bloggen. Es sind wie oben erwähnt zumindest bei mir nicht viele, aber ich will trotzdem die Option offen halten, dass diese Leser die Möglichkeit haben, ihre Meinung zu schreiben.

Andere Aspekte:

Assbach hat in einem Tweet den Punkt angesprochen, dass es förderlich ist, die Möglichkeiten zu vereinfachen, seine Meinung zu hinterlassen und dass die Leute lieber dort aktiv sind, wo sie sich sowieso aufhalten (Social Networks). Um es auf ein Beispiel zu übertragen, habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich teilweise recht viele Antworttweets auf Artikel bekomme (dadurch, dass ich neue Artikel auch über Twitter publiziere) und die Artikel selbst dann aber teilweise keine Kommentare bekommen. Für die Leute ist es einfacher mir über Twitter zu schreiben, weil sie es eh die ganze Zeit machen und sich fast schon freuen, etwas zu haben, worüber sie tweeten können (weil sie wissen, dass es je nach Followerzahl auch viele lesen).Ich stehe dem kritisch gegenüber. Ich bin ein Mensch der gern alles an einem Ort zusammenhält, anstelle das Feedback über 1000de Social Communitys zusammen zu sammeln, zumal man sich damit auch von diesen Communities abhängig macht. Allerdings gehört das wohl auch zur Entwicklung des Netzes und irgendwie muss man sich dem auch unterwerfen wenn man ein Teil dessen sein will.

Eure Meinung:

Das Thema betrifft ja irgendwie alle von uns. Sowohl Blogger als auch Nichtblogger. Wie denkt ihr über die Sache? Könntet ihr euch vorstellen, ein Blog ohne Kommentarfunktion zu führen? Wovon macht ihr es abhängig, ob ihr irgendwo kommentiert oder nicht? Würdet ihr, wenn euch ein Artikel gefällt, es aber keine Kommentarfunktion gibt, euch die Mühe machen und darüber bloggen, um eure Meinung zu dem Artikel loszuwerden? Ich bin sehr gespannt, wie ihr darüber denkt!

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  6. Für mich persönlich sind ja Blogs ohne Kommentarfunktion ein No Go und damit auch irgendwie kein Blog mehr.

    Ansonsten finde ich es schade, dass immer weniger kommentiert wird 🙁

  7. Ein Blog „lebt“ erst durch seine Kommentare. 🙂 Für mich auf jeden Fall sehr, sehr wichtig. Momentan muss ich leider feststellen, dass ich lang nicht mehr so viele Kommentare erhalte, wie im letzten Jahr. Warum? Keine Ahnung… Vielleicht auch daher, dass immer mehr meiner Leser die Beiträge über einen Feedreader lesen und das kommentieren dann einfach vergessen. Schade für mich, denn mich interessieren die verschiedenen Meinungen zu einem bestimmten Thema.
    Deshalb teile ich auch Gillys Meinung: Ein Blog ohne Kommentarfunktion ist ein absolutes No-Go!
    Lg Nine

    • Ich muss sagen, seit ich den Google Reader nicht mehr benutze sondern ein Programm kommentiere ich wieder viel mehr. Woran das liegt weiß ich nicht genau. Vielleicht weil ich im Browser sonst zu viele Tabs habe und es dann unübersichtlicher wird. Ist aber nur ne ganz persönliche Feststellung.

  8. Ich mag es auch lieber wenn die Kommentare im Blog hinterlassen werden und nocht auf anderen Plattformen. Das hatte mich damals bei Yigg schon etwas gestört, dass dort Beiträge kommentiert wurden aber im Blog gar nix passiert. Da ist die Hemmschwelle für zufällige Besucher noch größer der erste zu sein.

    Bei Blogs ganz ohne Kommentarfunktion gehe ich eigentlich davon aus, dass derjenige kein Feedback will, also auch kein Pingbacks ankommen werden und er sicherlich auch nicht seinen eingehenden Links große Beachtung schenkt, ergo lohnt es eventuell nicht darüber zu bloggen.

    Ich freue mich natürlich über jeden Kommentar, aber es ist deutlich weniger geworden …

  9. Dank Gilly habe ich mein Blog nun auch für Kommentare geöffnet (das muss man pro-aktiv machen bei Blogger!!). Ich finde Feedbacks schon wichtig und angenehm. Ist doch wie im richtigen Leben, da möchte man ja auch nicht nur als Sprachrohr ohne Reaktion vom Publikum durch die Gegend rennen.

    Also ganz klar: pro Kommentar!!

    • Das ist natürlich ärgerlich, dass es bei Blogger nicht die Standardauswahl ist. Ich habe bei Blogger auch ein ganz anderes Problem entdeckt. Es gab Blogger-Blogs wo man nur kommentieren konnte, wenn man dort registriert war. Das ist echt ärgerlich und ich muss zugeben, dass ich deswegen ungern bei Blogger kommentiere. Nur wenn es wirklich sein muss.

  10. Wenn sich schon jemand die Zeit nimmt meine Gedanken zu lesen, dann hat er m.E. auch das Recht, seine Meinung dazu zu äussern. Ich empfinde zudem Kommentare als eine Bereicherung und oftmals auch als Gedankenanstoß. 🙂

  11. Kommentare sind ein „must“, ich möchte nicht darauf verzichten.
    Die Entwicklung in Richtung Social Communities finde ich spannend, aber die Kommentare innerhalb eines Blogs können dadurch nicht abgelöst werden.

    Ein Kommentar erweitert oft den inhaltlichen Wert des einzelnen Blogposts.

    • Social Network Kommentare werden in meinen Augen auch niemals den gleichen Stellenwert haben können wie Kommentare im Blog unterm Artikel (das klingt jetzt vielleicht arrogant). Ich empfinde Kommentare im Blog als viel persönlicher.

  12. Ha, eigentlich braucht es hier keinen Kommentar, denn der Beitrag ist eine gute Zusammenfassung der Situation mit Pro und Contra 😉

    Aber da ich neulich wirklich über einen Blog ohne Kommentarfunktion gestolpert bin (Blogger.com!), habe ich mich mit dem Thema beschäftigt. Ich habe dem Betreiber eine E-Mail geschrieben (aber noch keine Antwort bekommen).

    Es ist mir auch aufgefallen, dass die Kommentare weniger werden, aber konzentrierter. Das hat aber nicht nur die genannten Gründe, dass über Twitter kommuniziert wird oder nur im Feedreader gelesen. Es hat auch damit zu tun, dass ich aus Zeitgründen weniger bei anderen kommentiere. Denn ja, die meisten aktiven Leser sind selber Blogger, da sie es am ehesten nachvollziehen können, wie toll Kommentare sind und auch eine geringere Hemmschwelle haben. Es kommt aber auch auf den Beitrag selber an. Wie ich oben schon schrieb, benötigen manche Beiträge keinen Kommentar, weil schon alles gesagt wurde. Kontroverse Artikel dagegen sind Kommentarmagneten (deswegen widerspreche ich dir zu einer Aussage im Artikel, dass man es dem Leser Recht machen möchte) und ich kenne einige Beispiele, wo solche Artikel absichtlich geschrieben wurden.

    So und zum Abschluss noch ein Hoch auf Twitter, denn ohne Gillys Tweet hätte ich den Beitrag gar nicht gelesen und erst Recht nicht kommentiert!

    • Die Tendenz ist ja gegeben, dass man „für“ die Kommentatoren bloggt. Ob das nun von Erfolg gekrönt ist und die Leute das auch wirklich lesen und kommentieren wollen ist die andere Frage. Leser merken sehr schnell, aus welchen Beweggründen man etwas schreibt und ob eine gewisse Authentzität vorhanden ist oder ob versucht wird sich Kommentare zu „erhaschen“.

  13. Ein sehr interessanter Artikel. Aber ich würde meinen Blog nie Kommentarlos machen, weil, so finde ich kann ich ihn auch schließen. Man erwartet ja etwas als Autor des Blogs oder Webseite. Sonst kann ich mir ja auch einen Blog im Schreibwarenladen kaufen und alles nur für mich aufschreiben. Das macht aber keinen Sinn. Man will jemanden erreichen mit dem was man macht. Und wenn man dann auch noch einen sinnvollen Kommentar bekommt für das was man da macht, dann ist doch doch eine schöne Sache. Ich denke auch das man seine Leser, Besucher nicht sehr aussperren sollte. Alle sollten frei ihre Meinung zum Thema äußern dürfen. Ausseer Beleidigungen, das ist klar. Und wenn Assbach meint das man auch ohne Kommentarfunktion leben kann, weil die Besucher dasSocial Networks benutzen und sich darüber austauschen, stimmt das denke ich nur zu einem geringen Teil der Leser. Die meisten huschen mal rüber und hinterlassen einen kurzen Kommentar eventuell noch mit Smilies 🙂 und dann gehen sie wieder. Es ist alles viel zu schnelllebig.

    • Dass man ohne sie leben kann meinte er so nicht, sondern eher dass eine Vereinfachung oder Verlagerung dahin, wo sich die User aufhalten, der Aktivität förderlich wäre. Ich glaube er will die Tage selbst auch noch was dazu schreiben.

      • Ja das habe ich auch so gelesen. Aber das würde ja heißen das alles über Plattformen wie Twitter, Facebook usw. laufen würde. Aber dann bräuchte man ja keinen Blog mehr. Bei Facebook kann man sich ja auch mitteilen und seine Artikel veröffentlichen. Ich finde das was Frau Wolkenlos geschrieben hat schon sehr gut.

  14. Wie bereits an anderer Stelle zu diesem Thema gesagt:

    Ganz ehrlich, ich lese sehr selten Kommentare. Eigentlich immer nur dann, wenn ich selbst der Meinung bin das der Artikel nicht meinen Nerv trifft und ich wissen will was Andere davon halten.

    Aber das allein ist noch keine Rechtfertigung warum es unbedingt Kommentare geben muss. Wir haben mit Twitter, Facebook & Co. eine vom Content losgelöste Ebene über die kommentiert und der Kommentar auch mit den eigenen Followern geteilt werden kann. Ich sehe einfach keine Notwendigkeit die Kommentare im eigenen Blog/Magazin zu bündeln, weil sie meist null Mehrwert für den Artikel bedeuten, ich die Kommentatoren in den meisten Fällen sowieso nicht kenne und der Kommentar damit für mich de facto keinen Wert hat (klar gibt es auch Ausnahmen). Mehrwert gibt es aber unter Umständen für die eigenen Follower/Freunde, mit denen man Kommentare teilt.

    Soll also heißen: Ich bin für das Kommentieren an sich. Aber die technische Lösung ist unbefriedigend und längst von der Realität überholt. Ich finde beispielsweise die Umsetzung von Rivva und Backtype sehr elegant, die Reaktionen (egal ob das jetzt ein referenzierender Blogartikel ist, der das Thema aufgreift, ein (Re)Tweet oder ein Kommentar bei Facebook, FriendFeed & Co.) gebündelt anzuzeigen.

    • Du bedenkst da einen wichtigen Punkt nicht. Auch wenn die Funktionen von Facebook, Twitter und Co sicherlich dazu einladen schneller mal „was loszuwerden“ als im Blog selbst, setzt das aber immer noch die Mitgliedschaft bei diesen Communities voraus. Das heißt sowohl der Blogbesitzer als auch der Kommentator macht sich von dem Dienst abhängig und überlässt die Informationen diesen Netzwerken. Auch wenn es nicht abzusehen ist, aber wenn eins dieser Netzwerke verschwindet, verschwinden auch die Informationen, die dort gespeichert sind, obwohl die dazugehörige Seite noch existiert. Kommentare und Reaktionen auf der eigenen Seite selbst zu bündeln hat den Vorteil, dass man selbst die Informationen verwalteten kann und bietet auch dem Leser die Möglichkeit alle Reaktionen direkt zu sehen.

      Auch wenn dir Kommentare im allgemeinen nicht wichtig zu sein scheinen, weil du sie nicht liest und Kommentare von Fremden für dich nicht relevant erscheinen, denke ich das die meisten Betreiber privater Blogs diese deswegen ins Leben gerufen haben, um mit anderen in Kontakt zu treten, neue Menschen und neue Meinungen kennenzulernen. Und auch allein der Austausch zwischen dir und mir und den anderen hier ist nur möglich, weil alle hier kommentieren und ihre Meinung loswerden können.

      • Klar keine Frage. Aber wer kommentiert denn schon wirklich? Sind doch meist ohnehin die Leute, wie du ja schon selbst festgestellt hast, die selbst bloggen oder twittern.

        Ja, bei privaten Blogs gebe ich dir da sogar Recht. Dort machen Kommentare Sinn bzw. sind aktiv zum Austausch gewollt (von den meisten zumindest). Aber Mehrwert bieten sie deshalb noch lange nicht zwingend, außer vielleicht für den Blogbetreiber. All das ist ja hier auch schon erwähnt.

        Aber ob das deswegen allgemeingültig ist und ein Blog ohne Kommentarfunktion wertlos ist, nur weil einige gern Smalltalk betreiben wollen?

        Halten wir fest: Je nach Ausrichtung des Blogs mögen die Kommentare für den Seitenbetreiber sinnvoll sein oder nicht. Ich persönlich ziehe in den seltensten Fällen Nutzen aus den Kommentaren (mal von einigen durchaus kontroversen Diskussionen in Fachblogs abgesehen). Die meisten Blogartikel brauchen auch schlichtweg kein Kommentar, wenn nicht gerade eine Diskussion angeregt wurde (wie hier). Und nicht jede Diskussion ist positiv bzw. wirkt sich positiv auf das Image eines Blogs aus. Man betrachte sich dazu nur die Diskussionen beim Spiegelfechter, die teilweise epische Ausmaße annehmen. Wer diskutiert denn da ernsthaft mit oder liest auch nur mit? Wo ist da der Mehrwert?

        • Die Sache ist aber doch die. Wo fängt Mehrwert an und wo hört er auf? Wer bestimmt was Mehrwert ist und was nicht? Wenn ein Leser aus einem Kommentar eine neue Erkenntnis gewonnen hat ist das bereits Mehrwert?
          Das Blogs ohne Kommentare wertlos sind, hat niemand gesagt. Nur sind es dann noch Blogs? Was macht ein Blog aus? Was unterscheidet ein Blog ohne Kommentarfunktion von den vielen anderen Webseiten im Netz? Ob Kommentare nun sinnvoll sind oder nicht hat (auch wenn ich das Beispiel vorher angebracht habe) nichts damit zu tun welche Ausrichtung ein Blog thematisch hat, sondern welche Erwartungen man als Autor daran richtet.

          Wenn du für dich persönlich denkst, dass die meisten Kommentare für dich keinen Nutzen haben, dann lasse ich das so stehen. Dass du meinst die meisten Artikel bräuchten keine Kommentare unterstütze ich so nicht, denn wer hat das denn zu entscheiden?

          Wenn ich den ganzen Tag nur über rote Autos lese, ein rotes Auto fahre, alle meine Freunde rote Autos haben und ich auf einmal eine Seite mit grünen Autos sehe kann ich auch leicht sagen „Pff brauch doch keiner. Wer will schon grüne Autos? Ich kenn keinen!“ Das Gleiche können die mit den grünen Autos aber auch von den Roten sagen. Wer entscheidet also über die Relevanz der Inhalte im Netz? (Auch aktuell durch die Wikipedia Diskussion)

          Was du beschreibst sind deine persönlichen subjektiven Wahrnehmungen, die für dich vielleicht zutreffen, die aber andere Leute ganz anders wahrnehmen können. Bei sowas gibt es keine endgültige und alles umfassende Wahrheit sondern nur Standpunkte aus verschiedenen Perspektiven. Mehr nicht.

          • Wir haben da ganz offensichtlich unterschiedliche Standpunkte, aber das macht nichts. Ich bin gerne anders/kontrovers. Nur allein aus der Tatsache heraus das viele der Meinung sind, Blogs müssen eine Kommentarfuntkion haben, ergibt sich noch keine Notwendigkeit die für immer gegeben sein muss. Genauso wie es Blogs nicht immer geben muss und auch nicht immer geben wird.

  15. Hallo Ricarda,
    ich finde das Thema sehr interessant. Meine Meinung ist folgende:
    Ein Blog sollte vor allem interessante Themen enthalten. Der Style eines Blogs kommt bei mir erst an zweiter Stelle. Er muss vor allem Nutzerfreundlich sein ohne viel Schnick – Schnack. Einen Blog ohne Kommentarfunktion käme mir überhaupt nicht in den Sinn.

    Ich habe mich von Anfang an dazu entschlossen die eingehenden Kommentare erst freizuschalten bevor sie in meinem Blog erscheinen. Ich habe keine Lust darauf, dass mein Blog mit Spambeiträgen zugemüllt wird. Mit Twitter kann ich überhaupt nichts anfangen, ich selber brauche das nicht. Wenn mich ein andere Blog interessiert, nehme ich ihn erst einmal im Feedreader auf. Dann sehe ich sofort ob dort neue Artikel verfasst worden sind. Wenn der Blog interessant bleibt und gepflegt wird, kommt er auch in meine Blogrolle.

    Ich freue mich über jeden (auch neue) Leser und wenn sich jemand die Zeit nimmt, meine Artikel zu kommentieren finde ich das toll. Ich werte das als Zeichen dafür, dass es Leute gibt die meine Artikel lesenswert finden. Ich selber kommentiere gern in anderen Blogs. Dafür nehme ich mir immer Zeit, wenn mich ein Artikel interessiert. Ich sehe keinen Sinn darin zu kommentieren wenn ich keinen sinnvollen Kommentar dazu schreiben kann.
    LG

    • Ich teile deine Meinung voll und ganz. Auch wenn ich selbst im Twitter sehr aktiv bin, kann ich jeden verstehen, der diesen Aufwand nicht betreiben möchte, einen weiteren Dienst am laufen zu halten. Es kostet ja auch alles Zeit und Konzentration die man nicht unbedingt investieren möchte oder kann.

  16. Pingback: Luzifer

  17. Blogs ohne Kommentare, das geht wirklich nicht. Das widerspricht meinem Empfinden von Blogs.
    Allerdings geht es mir auch so, dass ich immer weniger kommentiere. Ich nehme an, das liegt mit am Google Reader. Ich möchte halt auch nur dann kommentieren, wenn ich das Gefühl habe, dass ich wirklich was dazu sagen kann und da kommt mir mein Kommentar oft zu nebensächlich vor.
    Aber ich möchte versuchen das wieder zu ändern – Blogs ohne Kommentare, das geht einfach nicht.

    Manchmal wäre ein „Like-/Dislike-Button“ in dem Zusammenhang gar nicht schlecht. Damit könnte man zumindest ein kurzes Feedback zum Geschriebenen abgeben, ohne dass man sich eine genaue Formulierung überlegen muss. Und der Auto erhält Feedback, dass seine Artikel auch gelesen werden.

    Ich glaube, da suche ich mir mal ein Plugin.

    Liebe Grüße, Steffi

    • „Manchmal wäre ein “Like-/Dislike-Button” in dem Zusammenhang gar nicht schlecht. Damit könnte man zumindest ein kurzes Feedback zum Geschriebenen abgeben, ohne dass man sich eine genaue Formulierung überlegen muss. Und der Auto erhält Feedback, dass seine Artikel auch gelesen werden.“

      Den hast du doch im Reader?! > Nennt sich Share

  18. Ich finde, man muss das auch unterscheiden aus welcher Perspektive man das sieht. Als Blogger z.B. finde ich es wirklich wichtig, eine Kommentarfunktion zu haben um Feedback erhalten zu können. Im Grunde bloggt man ja auch, weil man wissen möchte, wie andere zu dem Thema denken/was sie für Erfahrungen haben oder whatever.
    Wenn ich allerdings andere Blogs besuche, hinterlasse ich meistens kaum Kommentare. Zum Einen, weil mir oft die Zeit fehlt um alles was ich dazu zu sagen hätte aufzuschreiben, oftmals aber auch weil ich mich nicht/kaum mit dem Thema identifizieren kann. Und größtenteils ist es auch so, dass mich die anderen Kommentare eher selten wirklich interessieren. Ich überflieg die grob, aber im Grunde möchte ich dann doch nur meine persönliche Meinung abgeben^^

    Liebe Grüße Flo (chaosbruder)

    • Siehst du und genau da liegt das Dilemma. Ich denke so wie dir geht es vielen. Auch ich könnte mehr kommentieren und habe zu vielen Dingen auch eine Meinung, aber der innere Schweinehund bremst mich in meiner Aktivität 😉 Ich glaube niemand kann von einem verlangen, etwas zu Dingen sagen zu müssen, von denen er gar nicht weiß, ob er dazu überhaupt was sagen will. Ich kommentiere nicht viel aber gezielt und dein letzter Blogbeitrag war einer von denen wo ich nach dem 3ten Satz schon auf den Link klickte, um einen Kommentar zu hinterlassen. Das sind dann Momente, da MUSS ich unbedingt was sagen, auch wenns in diesem Fall weniger produktiv war 😉

  19. Ich kann mich dem hier schon oft geschriebenen auch einfach nur anschließen. Zu einem Blog gehört eine Kommentarfunktion. Bei mir gehen zwar auch alle Kommentare in die Moderation – eben weil ich keine Lust auf Spam habe – und werden von Akismet nur vorgefiltert aber im Endeffekt kamen bisher wenige (sinnvolle) Kommentare dann nicht weiter und in den Blog. Zum Großteil waren das allerdings auch Kommentare, wo der Besucher das Kommentarfeld mit einem völlig Artikelfremden Kommentar als Kontaktformular missbraucht hat.

    Was mir persönlich aufgefallen ist, ist der Aspekt, dass einige meine Artikel auch im Facebook kommentieren seit ich da die Facebook-Eigene Funktion zum Teilen eines Feeds nutze. Das finde ich eigentlich schade weil diese Kommentare dann halt im Blog nicht sichtbar sind und so auch kein anderer drauf eingehen kann außer mir. (Bzw. anderen Leuten, die im FB ebenfalls dazu kommentiert haben.)

    Zu deinen Fragen: Wenn es keine Kommentarfunktion gibt heißt das für mich, dass meine Meinung zum Thema nicht erwünscht ist. Allgemein dieses Wiederkäuen von Inhalt (Beispiel: iPad), bei dem dann zum Teil mehrere dutzend Mal das gleiche im Feedreader landet, halte ich absolut nichts von. Somit würde ich auch nicht nur um einen Kommentar abzugeben über das Thema bloggen.

    Wo ich kommentiere… Interessante Frage. Wenn mir im Feedreader der Artikel auffällt und ich meine Meinung dazu abgeben möchte. Meistens aber nur da wo einerseits dieser (meiner Meinung nach) blödsinnige threaded-comments-kram abgeschaltet ist und andererseits ein subscribe-to-comments plugin aktiv ist. – Liegt einfach daran, dass sich die Threaded-Comments via Mail nur bescheiden verfolgen lassen (Man weiß nicht welche Antwort worauf gegeben ist und es kommen bei den Antworten immer gleich mehrere und müllen das Postfach zu.) und ich keine Zeit (und ganz ehrlich auch keine Lust) habe jeden Tag in allen Artikeln, die ich irgendwann kommentiert habe nach Neuigkeiten zu suchen. Und da ich die Antwort auf meine Kommentare gerne lesen möchte gebe ich keine Kommentare ab wenn ich nicht über Antworten auch benachrichtigt werde. (Den Absatz bitte nicht als Angriff auf dich verstehen weil du die Threaded-Comments auch aktiviert hast. Das war generell gesprochen und wie man sieht gibt es durchaus auch Ausnahmen.)

    • Ich habe es nicht als Angriff gesehen, keine Angst. Das war einer der Aspekte, die ich, als ich das Feature der Threaded Comments hier eingebaut habe, auch bedacht habe. Bei allem was man im Blog aktiviert muss man abwägen zwischen den Vor- und Nachteilen. Gerade bei langen Diskussionen finde ich es wirklich übersichtlicher, vor allem wenn Diskussionen zwischen zwei Leuten geführt werden. So kann der Rest weiterdiskutieren, ohne das alles durcheinander kommt. Zwar ist es sicherlich nervig für jeden Kommentar eine Email zu bekommen, aber zumindest bei mir sind so lange Diskussionen eher die Ausnahme, weswegen es nicht so oft vorkommen wird 🙂

  20. @Knut
    das mit Facebook finde ich auch etwas störend, vor nicht allzu langer Zeit konnte man bei den Notizen, wo man den Feed-Importieren kann, die Kommentare deaktivieren, seit dem letzten Facelift geht das leider nicht mehr. Daher habe ich extra für Facebook einen gekürzten Feed, so dass dort ein kleiner Auszug erscheint und wer mehr lesen will dann zum Blog muss.

  21. Ich moderiere jeden ersten Kommentar eines Besuchers und hatte eigentlich nie ein Problem mit Spam und Trollen.
    Klar, auf einem bekannten Blog kann das wieder anders aussehen…

    Unterm Strich macht die Kommentarfunktion für mich aber auch einen Blog aus, das ist meine Interaktion mit den Besuchern. Feedback ist u.a. auch meine Motivation.
    Deine Contra-Gedanken sind interessant, ändern aber meine Meinung nicht wirklich.

    • Ich halte es mit der Moderation genauso. Ich habe in der Vergangenheit schon einige Erfahrungen mit Scherzbolden machen müssen, die meinten beleidigende Kommentare zu hinterlassen. Dadurch dass es deren erster war, kam er nicht durch und ich konnte ihn rausfischen. Klar kann es sich auch etwas verzögernd auf die Diskussion auswirken, aber nach dem Erstkommentar darf man ja kommentieren und es wird sofort veröffentlicht.

  22. EINDEUTIG PRO – Kommentare. Kommentare beleben einen Blog. Ich persönlich finde Diskussionen und Meinungen zu einem Thema/Artikel wichtig. Erstens viele produktive Meinungen ergeben einen Sinn. Und Zweitens es spornt einen selber an. Man ist einfach mit mehr Freude an seinem „Blogprojekt“.
    Ich würde mir wünschen, dass vielleicht der eine oder andere kritikfähiger wären. Mir ist aufgefallen, dass sehr kritische (nicht unfreundliche) Kommentare enfach gelöscht werden. Das ist in meinen Augen nicht ok.
    Ich schalte auch neue Kommentare erstmal frei.
    Wie gesagt, ich gebe selber gerne Kommentare bei Artikeln ab die mich interessieren und freue mich über jedes einzelne ernstgemeinte Kommi auf meinem Blog.
    Liebe Grüsse

    • Kritikfähigkeit fehlt nicht nur in der Blogosphäre sondern auch im wahren Leben. Das ist also kein Netz-Phänomen. Ich gebe dir aber recht. Vielleicht ist es im Netz noch ein wenig verstärkt, weil jeder, der sich online präsentiert ein kleiner Selbstdarsteller sein muss. Ohne eine leichte exhibitionistische Ader kann man gar nicht bloggen. Jeder möchte sich natürlich so gut wie er kann präsentieren. Man sagt ja so gern „Das Netz vergisst nichts“. Aber ich finde sowohl im RL als auch im Netz zeigt man Stärke wenn man auf Kritik angemessen reagieren kann.

  23. Ich finde, Kommentare gehören einfach zu einem Blog dazu.
    Ich selber merke nur leider, dass ich auch sehr wenig kommentiere.
    Liegt, schätze ich, insbesondere daran, dass ich über einen Feedreader lese, und da dann zum kommentieren die Seite nochmal extra besuchen müsste… =/

    Ich werd mir mal angewöhnen, mehr Kommentare zu hinterlassen =)

  24. Also ich glaube nicht, dass ich schon so lange Bloggen würde, wenn ich nie einen Kommentar erhalten hätte. Irgendwann hätte ich dann das Gefühl, ich führe Selbstgespräche. Mal ganz davon abgesehen, das ich sehr viele Menschen dann nicht kennen gelernt hätte, wo es auch irgendwann auf´s Real-Life über ging. Und meinen Schatz hätt ich dann auch nie kennen gelernt, denn er ist kein Blogger, sondern nur Leser *g*

    Aber ich muss auch sagen, zu jedem Artikel, zu dem ich sonst einen Kommentar schreiben würde, in einem extra Artikel bei mir zu reagieren….. Boa, auch wenn ich nicht soooo oft Kommentiere, aber das wäre echt ne mords Arbeit! 😯

    Kommentare gehören für mich zum Bloggen, wie das Wasser zum Brunnen. 🙂

  25. @Max: Jo ich muss mal schauen, dass ich da auch mal ne ordentliche Lösung für finde. Vielleicht auch als Share-Plugin wie für Twitter… Mal sehen.

  26. Moin Moin,
    Kommentieren gehört einfach zum Blogen wie, die Orange in den Orangensaft. Es geht auch ohne is aber ganz was anderes.
    Gebs ja zu merkwürdiger vergleich, aber stimmt doch. Leider sehen meine Leser das anders. Da bleiben leider sehr wenige zurück die auch kommentieren. Ganz ehrlich wir leben vom Kommentieren.
    cu an other time
    on an other place

    der bagalutenGregor

  27. Ich bin ganz und gar für Kommentare. Ein direkter Draht zum Leser ist mir wichtiger als eine Vernetzung zu anderen Blogs, die man auf so viele Arten erreichen kann. Aber den Draht zum Leser bekommt man fast nur über Kommentare. Natürlich auch über Twitter und Co., aber das ist dann fast immer ein Dialog zwischen zwei Personen. Ein Kommentar ist aber immer eine Art der Kommunikation, die für andere offen ist. Da kann auch noch ein dritter, ein vierter oder ein fünfter teilnehmen und seine Meinung sagen. Das macht Kommentare für mich unverzichtbar. Ich freue mich bei mir über jeden Kommentar und kommentiere selbst sehr gerne. Google-Nutzer interessieren sich meist nur für Informationen, die Blogger innerhalb der Szene allerdings auch für den Menschen dahinter… das muss man nun einmal sehen… ist aber auch alles andere als schlimm ;). Ich mag zum Beispiel diese verschachtelten Kommentar-Funktionen nicht, da das irgendwie immer einen Dialog fördert, aber keine Diskussionen. Daher stehe ich da auf die alten Methoden. Aber das ist auch so eine Sache über die man vorzüglich diskutieren kann. ^^

  28. Pingback: C.-Daniel Gregorczyk

  29. Pingback: Marc

  30. Pingback: TiiaAurora

  31. Natürlich gehört das Kommentieren zu jedem Blog. Da gibt es sicher gar keine Zweifel. Jedoch sollte es einem jedem überlassen sein, ob er/sie nur ein reines Tagebuch führen möchte, oder auf die Verbindung zu dem Lesern gesteigerten Wert legt. Eine Zeit lang habe ich mir bezüglich dieses Problemes auch mal Gedanken gemacht, denn wie kann es angehen das bei täglich zig Lesern nur minimal die Funktion genutzt wird, sich mit Hilfe der Kommentarfunktion sich an den jeweiligen Beiträgen zu beteiligen? Mittlerweile freue ich mich über die eine Handvoll Kommentatoren, die ich auch zum größten Teil persönlich kenne. Allen anderen überlasse ich die freiwillige Wahl über den Feedreader ( falls ich dort aufgenommen werde)meine Beiträge zu lesen… denn zwingen kann man ja niemanden. 😉

  32. ich finde die argumente gegen kommentare nicht sehr einleuchtend. ein blog ohne kommentare geht für mich auch garnicht.

  33. Blogs und Kommentare gehören für mich zusammen, wie mein linker und mein rechter Socken… ohne einen von beiden ist es nicht mehr das selbe und irgendwie schei**e 😉

  34. @chaosmacherin und natürlich auch alle Anderen

    Und was tun, wenn keine oder nur sehr wenige Kommentare in den Blog mit einfließen? Aufgeben? Schließen? Die eigene Inhalte so verändern, dass es aber nicht mehr die Ansichten des Bloggers spiegelt? Bin auf eure Antworten gespannt. 😉

    • Ich glaube vor dem Problem steht/stand jeder Mal. Ich bin dazu übergegangen, mehr bei anderen zu kommentieren, bisschen mehr Werbung machen. Wie hier http://blogblume.de/blogs-und-kommentare/#comment-9292 beschrieben. Durststrecken gehören immer dazu.

    • @ Mysti: Es ist irgendwann meistens ein fester Kreis von Bloggern, die Kommentieren. Zu denen hat sich dann oftmals eine Art „persönliche Bindung“ aufgebaut. Aber das kommt erst mit der Zeit und dazu gehört auch, dass man bei den anderen Kommentiert 😉 Es ist wie bei Freundschaften im Real Life….. das baut sich auch langsam erst auf *g*

  35. Pingback: FollowBlog « bagalutenGregor's BLOG

  36. Hi Mysti,

    ….Und was tun, wenn keine oder nur sehr wenige Kommentare in den Blog mit einfließen? Aufgeben? Schließen? Die eigene Inhalte so verändern, dass es aber nicht mehr die Ansichten des Bloggers spiegelt? Bin auf eure Antworten gespannt…

    Das „Problem“ haben viele. Es gibt immer mal Phasen wo in einem Blog weniger kommentiert wird. An manchen Tagen sind es dann viel mehr als sonst. Ich glaube, das kennen wir alle. Wenn ein Blog so gar nicht läuft, muss das Ursachen haben. Mögliche Ursachen könnten meiner Meinung nach sein:
    1. Der Blog ist nicht bekannt genug.
    2. Die Artikel sprechen nicht jeden an.
    3. Dem Blog fehlt es an „Persönlichkeit.“
    4. Der Blog ist zu anspruchsvoll und spricht nur eine ganz bestimmte
    Leserschaft an.

    5. Reine Themenblogs haben es manchmal schwer. Kann einem aber trotzdem eine regelmäßige Leserschaft bescheren, je nachdem um welches Thema es sich handelt.

    6. Was mich persönlich davon abhält keine Kommentare bei anderen zu schreiben ist die kontinuierliche Kleinschreibung die in manchen Blogs Einzug gehalten hat. Das vermittelt mir als Leser eher das eigene Desinteresse des Admins an seinem Blog. Da spare ich mir dann auch die Kommentare.

    Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn ich in meinem Blog so gar keine Kommentare bekommen würde, würde ich auch resignieren und vermutlich daran denken meinen Blog zu schließen. Man kann sich natürlich auch Gedanken machen wie man die ganze Sache anders gestaltet. Dies kann man auch machen ohne das ein Blog seine Persönlichkeit verliert. Jedenfalls würde ich mich nicht komplett verbiegen, bloß damit mehr kommentiert wird. Viele Leser und Kommentatoren merken nämlich wenn sich jemand verstellt und nicht authentisch rüber kommt.
    LG

  37. Ich bin auch ganz klar für Kommentare in Blogs. Ich kenne eine Menge Blogs und habe bis jetzt noch keinen gesehen, der die Kommentarfunktion deaktiviert hatte. Ich finde Kommentare gehören einfach zu Blogs und wer keine Kommentare haben möchte, der soll dann auch ein anderes System benutzen. Ich empfinde Kommentare zu meinen Artikeln auch als keine Last sondern freue mich über jeden. Na klar gibt es ab und zu so Troll Kommentare, aber die sind schnell gelöscht. Wirklich unfreundliche oder unpassende Kommentare habe ich bis jetzt noch nicht bekommen.
    Kritik gab es ab und zu aber schon mal, aber ich finde dieser sollte man sich auch stellen.
    Ich kann auch nicht sagen, dass generell die Kommentarbereitschaft abgenommen hat. Ich finde das ist schwankend. Themen, die meine Leser ansprechen werden mehr kommentiert als Themen, wie nicht so gut ankommen. Für ein paar hat es bis jetzt aber immer gereicht.
    Viele Grüße
    Thomas

    • Ich denke eine gewisse Kontinuität ist beim Bloggen auch wichtig. Der Leser sollte schon wissen, dass das Blog unterhalten wird und dass der Admin „vor Ort“ ist. Dann macht das Kommentieren viel mehr Spaß, weil man weiß es wird gelesen.

  38. Pingback: Wozu das alles? | citylife Berlin

  39. Guter Artikel 🙂
    Doch würde es wirklich sinnvoll sein, keine Kommentare mehr abgeben zu können ? Ein Blog lebt doch von seinen Kommentaren und wenn man sich die „richtig“ großen Blogs mal anschaut – die leben „fast“ alle nur wegen eben ihren Kommentaren. Also ich bin ein – für Pro-Kommentar 🙂

  40. In meinem Depri-Blog habe ich sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht, was das Kommentieren angeht.
    Zu 97 Prozent waren die Kommentare für mich ein Gewinn.
    Die Beurteilung der Depression waren so verschieden wie die Menschen. Von Unverständnis, bis den Versuch zu verstehen oder vollstes Mitgefühl.
    Was ich schlimm fand, waren die Kommentatoren, die aggressiv wurden und so Gesprächsthema vergifteten.
    Es ist auch sehr schwer für einen selber zu beurteilen, ab wann Meinungen löschen sollte, da ich ein Verfechter der freien Meinungsäußerung bin und Zensur nicht leiden kann.
    Ich denke, wenn der Respekt abhanden kommt und man als Weichei tituliert wird, weil man wegen seiner Depression nicht von der Stelle kommt, dann ist bei mir Schluss und ich fange an zu löschen.
    Ansonsten hat dieser Blog auch vielen was gebracht, die die Krankheit nicht verstehen.
    Manche schrieben mir, dass sie jetzt verstehen, was eine Depression ist.
    Ein anderer schrieb, dass er jetzt seinen Freund nicht mehr so angreift, sondern ihn unterstützen will.
    Sowas macht mir Hoffnung und die paar Störenfriede muss ich eben aushalten.
    Kommentare von Nichtbloggern sind bei mir auch die Ausnahme, was ich aber nicht für schlimm halte.

  41. Ok, also hier sind auf jeden Fall mal genug Kommentare. Eigentlich macht es ja nur wenig Spaß ohne Kommentare. Denn wenn man keine bekommt hat man das Gefühl keiner hats gelesen. Leider bekomme ich auch noch nicht so viele, obwohl mein Blog schon älter als ein Jahr ist 🙁

  42. Also ich finds dämlich ohne Kommentare. Ist wie ne Zeitung die keine liest. Zumindest kommts einem doch dann so vor.

  43. Ich denke es kommt auch auf den Blog und das Thema desen an. Reine Informationsblogs brauchen teilweise keine Kommentar Funktion, da wird dann stehen dann eh nur solche Kommentare wie „Sehr gut, danke…“ oder „Netter Artikel…“ Dazu braucht es in meinen Augen keine Kommentarfunktion. Anders sieht es natürlich bei anderen Blogs aus, die leben tatsächlich von den Kommentaren und könnten teilweise ohne diese den „Betrieb“ gleich einstellen. Auch wäre es auf den meisten Blogs ohne Kommentare ziemlich langweilig, viele Blogs besuch ich ift, gerade weil interessante Diskussionen entstehen. Ich selber hab auch überall die Kommentarfunktion an, bis auf einem Blog, der dient mir nur als Versuchsobjekt und ich schau nicht wirklich oft rein.

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  47. Ganz ehrlich: Ohne Kommentare würde ich selbst keinen Blog führen. Ich hätte ja keine Ahnung, obs jemand liest und wenn man sagt „Ich schreib nur für mich selbst“, dann kann man gleich ein Tagebuch führen. Durch die Leser oder vielmehr durch ihr Feedback macht mir das Bloggen erst Spaß.
    Klar, manche nutzen Kommentare aus, um Beleidigungen vom Stapel zu lassen, weil sie privat irgendwelche Idioten ohne Selbstvertrauen sind, aber darüber sehe ich hinweg. Normale Kritik nehme ich persönlich gerne an. Wenn jemand anderer Meinung ist, als ich im Blogeintrag oder so etwas, diese Kommentare lasse ich gerne durch und werden beantwortet und so kommt unter Umständen eine kleine interessante Diskussion zustande. Das macht mir Spaß, wer sich angegriffen fühlt, hat in der Blogosphäre nichts zu suchen. Beleidigungen und sowas, werden natürlich ignoriert. Ohne Kommentare hat ein Blog keinen Sinn, finde ich, denn wer sie schließt, scheint lieber für sich allein zu bleiben, also wozu ein Blog?

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