Das ganz normale Chaos

Blogs optimieren ohne seine Seele zu verkaufen

| 8 Kommentare

Satancat Mal wieder ein Gedanke, den ich gern verarbeiten möchte, und diesmal ausgelöst durch den Artikel hier und die dazugehörigen Kommentare.

Das hat mich schon ein bisschen nachdenklich gestimmt und zwei Fragen aufgeworfen.

1. “Worüber soll ein(e) dahergelaufene(r) Befindlichkeitsblogger(in), so wir ich es bin und wie viele es von uns sind, schreiben?”

Zuerst einmal zu denken, private Blogs dürften nicht mehr als private Gedanken beinhalten ist ziemlich engstirnig, denn wie heißt es in einer der 7 Super Mega Blogregeln (an die sich jeder Blogger halten MUSS) doch:

Dein Blog ist Deine Spielwiese. Mach was du willst und lass dir auch von keinem A- oder B- oder C-Blogger vorschreiben, wie du zu bloggen hast. Auch nicht von mir oder sonst wem. Rechtschreibfehler sind nicht schlimm!

Wenn du über ein Thema schreiben möchtest, welches zwar nicht in den Blog passt, du aber darüber schreiben willst, was hält dich ab? Und wenn du mal ein Thema aufgreifen möchtest, von dem du denkst, dass es deine Leser interessieren könnte, wieso probierst du es nicht einfach mal aus.

Klar, bleibe authentisch. Versuche nicht jemand zu sein, der du nicht bist. Jeder Leser wird merken, ob du dich für ihn verbiegst. Es gibt aber, wenn du hinter deinen Themen und hinter deinen Artikeln stehst nichts, was richtig oder falsch wäre.

2. “Womit sollte man sich als privater Blogger zufrieden geben?”

Satancat Womit gebt ihr euch zufrieden? Wie hoch stellt ihr die Ansprüche an euch? Manchmal scheint es mir, viele private Blogger schrauben die Ansprüche an ihr Bloggen so niedrig wie möglich, weil sie ja eben “nur” private Blogger sind. “Ich brauch keine Leser, wenn sich mal einer verirrt isses okay.” Wieso bloggt man dann? Wieso schreibt man sich die Sachen dann nicht in ein großes dickes Buch zuhause und stellt es sich ins Regal? Wieso schreibt man über Dinge von denen man denkt dass sie sowieso niemanden interessieren? Wir bloggen doch, um jemanden zu erreichen. Leute an unseren Gedanken teil haben zu lassen. Jeder, der sein Blog mit einer funktionierenden Kommentarfunktion ausstattet, tut dies doch, damit er Feedback bekommen kann.

Ich habe schon mal in einem anderen Artikel geschrieben, als es um die Qualität des Bloggens ging, dass Besucherzahlen ein leicht zu manipulierender Faktor sind, wenn man sie als einzigen Anhaltspunkt für Qualität hernimmt. Wenn man die Aussage mal nicht auf hohe sondern niedrige Besucherzahlen umdreht, so heißt es, dass Besucherzahlen NICHTS über die Qualität eines Blogs aussagen. Nur weil ihr wenig Besucherzahlen habt, heißt es doch nicht, dass ihr euch 1. damit zufrieden geben müsst (weil ihr ja nur ‘nen privates Blog habt) und 2. Versuche, die Besucherzahl zu steigern gleichzusetzen sind, als würde man seine Seele verkaufen.

Allein der Versuch, die Reichweite des eigenen Blogs zu erweitern, indem man Beiträge über Twitter und Facebook veröffentlicht ist doch schon eine Optimierungsmaßnahme, mehr Leser zu bekommen, ohne dass man inhaltliche Dinge des Blogs ändert oder sich für den Leser verstellt. Und es funktioniert!

Private Blogs sind keine Lückenfüller im Internet. Private Blogs sind euer Sprachrohr. Die Relevanz eines Blogs ist weder abhängig vom Thema noch von Bildungsstand des Verfassers. Relevant ist was ihr wollt und was ihr denkt. Und wenn ihr ein Thema aufnehmen wollt, weil es für euch relevant ist, dann macht es. Wenn ihr für euch ausprobieren wollt, welche Themen in euren Blog funktionieren oder nicht? Macht es! Aber macht eins nicht. Denkt nicht, dass private Blogs weniger wert oder relevant wären, als die, die man als “die Großen” betrachtet.

Relevant ist, wer etwas zu sagen hat.

Satanskatzenfotos: http://www.flickr.com/photos/brandylee/ / CC BY-ND 2.0

8 Kommentare

  1. Pingback: TiiaAurora

  2. Pingback: Luzifer

  3. Pingback: topsy_top20k

  4. Pingback: Gilly

  5. Gut gebrüllt Löwe!

  6. Sehe es auch so wie du. Man sollte authentisch sein und über alle Dingen schreiben, die man mit anderen teilen möchte. Wer bitte schön, hat überhaupt das Recht über Qualität zu entscheiden. Qualität ist für jeden etwas anderes und wenn mir etwas oder ein Blog nicht gefällt, dann lese ich ihn eben nicht. WIR bloggen noch nicht so lange und schon in erster Linie für uns. Mit 2 Leuten ein dickes Buch ;-)) ist nicht so praktisch wie ein Blog. Und wir sehen es ein bißchen als das nachvollziehen von so vielen schönen Dingen die man macht oder Gedanken die man hat. Vieles geht sonst auch im Laufe eines Jahres verloren. Trotzdem freue ich mich doch, wenn andere in auch lesen und noch mehr, wenn auch Kommentare kommmen.

    LG
    martinchen.

  7. Am Ende gut zusammengefasst: Mach es einfach!

  8. Ein sehr interessanter Text. Ich habe selber vor kurzem gerade festgestellt, dass mein Blog gerade aus einer Krise wieder erwacht. Ich habe sehr persönlich angefangen, und bin dann eher zu kleinen alltäglichen Kommentaren übergegangen.
    Seit etwa 2 Wochen, und seit meinem eigenen Server und neuem Aussehen habe ich eher das Gefühl, mich besser ausdrücken zu können, und vor allem wieder persönlicher werden zu können.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.