Das ganz normale Chaos

Blogger sind Lemminge

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Die einen mehr, die anderen noch mehr. Manchmal habe ich das Gefühl, dass in der Bloggerwelt zu einigen Themen mal ganz einfach das Hirn abgeschaltet wird.

Da werden einfach von irgendwelchen dubiosen Seiten Plugins installiert, ohne zu wissen, was da überhaupt alles drin steckt.

Ganz lustig wird es dann auch bei Twitter. Unzählige Seiten bieten irgendwelche Twitterdienste an. Man muss “nur” seine Twitter-Zugangsdaten eingeben und schon kann man loslegen. Wie  seriös diese Seiten sind, was sie mit den Zugangsdaten machen, interessiert dabei niemanden.

Das wäre ja so als wenn ich eine Maschine irgendwo hinstelle und dran schreibe, dass wenn man seine Bankkarte hineinsteckt und seine Pin eingibt, die Karte plötzlich bunt blinkt. Alle rennen also hin und geben mit ihre Karte+Pin, und ich räume dann hinterrückts die Konten leer. Ihr findet es unrealistisch? Dann schaut euch doch mal an wie frequentiert solche Dienste sind.

Ich wette wenn ich hier nen normales Kontaktformular anbieten würde, welches einer Einlog-Maske gleicht und dazu schreibe, dass wenn man sich “einloggt” was ganz tolles passieren würde, dann gäb es sicherlich mindestens einen der seine Zugangsdaten eingeben würde.

Würdet ihr das mit eurer Bankkarte und Pin ähnlich machen?

Ein bekanntes Beispiel war hierbei damals ein Tool, welches Mails von Googlemail, archivieren sollte. Loggte man sich allerdings ein, verschickte das Tool die Zugangsdaten an den Programmierer, welcher sie dann fleißig sammelte. Heraus kam es nur durch einen Zufall, aber soll man erst warten bis das Kind in den Brunnen gefallen ist?

Anderes Beispiel, auch bei Twitter. In letzter Zeit tauchen immer mal wieder vermehrt Accounts von angeblichen Promis auf. Schon stürzen sich die Twitterer auf selbigen, wie eine Horde Geier aufs letzte Mäusebein. Nach einem, aber spätestens zwei Tagen das Böse Erwachen. Der Account des Promis ist weg. Während dann sogar noch einige jammern “Och hats ihm/ihr nicht gefallen?” ist spätestens aber dann den meisten klar, dass sie drauf reingefallen sind.

Leute? Was habt ihr denn für Vorstellungen? Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass solche Leute sich die Zeit nehmen, irgendwelches Kram auf Twitter zu veröffentlichen.

Ich werde mir demnächst ein T-Shirt drucken, wo “Gott” drauf steht. Mal sehen wie viele drauf reinfallen.

22 Kommentare

  1. Blogger sind Lemminge: Die einen mehr, die anderen noch mehr. Manchmal habe ich das Gefühl, dass in der Blo.. http://tinyurl.com/buoc87

  2. Pingback: TiiaAurora

  3. Dann teile uns aber dann bitte mit wenn dir jemand um den Hals fällt und dankt das er/sie dich endlich mal kennenlernen durfte lol

  4. Wird erledigt. Aber ein Gutes hätte das ja. Ich wäre unfehlbar 😀 Und mache ich doch nen Fehler, sind meine Wege unergründlich, oder ich stelle mein Gegenüber auf die Probe und trotzdem haben mich alle lieb.

    Was ein geiles Leben.

  5. Och, ich könnte mir schon vorstellen, dass der ein oder andere „Promi“ tatsächlich an Twitter teilnimmt, und sei es nur, um Twitter als Werbeplattform zu benutze. Wie oft dann der „echte“ Promi dahintersteckt un wie oft nur seine PR-Abteilung oder Werbeagentur, das steht auf einem anderen Blatt 🙂

  6. Vielleicht peinlich, aber ich weiss nicht mal was Twitter ist… 🙁

  7. Ich finde Twitter irgendwie doof. Aber ich denke das du recht hast indem was du schreibst. Das Beispiel mit der Bankkarte ist gut!

  8. @Sascha: Mag sein, dass der ein oder andere wirklich so viel Zeit hat selbst zu twittern, aber ich denke in den meisten Fällen stecken dahinter Agenturen.

    @Kessi: Macht nichts 😉 http://de.wikipedia.org/wiki/Twitter

    @Brunohs: Ich denke durch solche Dienste, die einen geringen Zeitaufwand benötigen, wird sich der User generell nicht mehr so viel Zeit nehmen, etwas zu hinterfragen. Genauso geschieht es ja auch mit Registrierungen. Wo man früher lange hin und her überlegt hat, ob man sich irgendwo anmeldet, ist man jetzt überall vertreten.

  9. naja bei den richtigen twitter tools muss man auch nur den nick eingeben… aber bei twitter ist mir das eh egal… dann wird halt ein neuer nick gemacht, hab da ja kein PW drin das ich so irgendwo nutze 😛

  10. Bei Twitter ist es leider so, das sich jeder einen „Namen“ registrieren kann, egal wie der lautet. Leider.

  11. Deswegen bin ich schon froh gewesen das mein Blogname dort noch frei war, aber bei solchen Kunstworten kein wunder 😉

    Aber seine Zugangsdaten jedem geben ist nicht sehr intelligent. Doch nur damit können die Plugins auf twitter zugreifen und dort was posten, daher sollte man sehen von wem das Plugin ist, oder das Tool. Twitter hat doch so eine Datenbank, oder ? Da sind doch einige verzeichnet.

  12. Das mit den Plugins war nicht unbedingt auf Twitter-Plugins bezogen. Eher auf allgemeine Plugins für dies und das, die von irgendwelchen Seiten gezogen werden von denen man nie was gehört hat und die dann ohne Bedenken (bzw Nachdenken) installiert werden.

    Dass Twitter-Plugins ohne Zugangsdaten nicht auskommen ist mir klar. Wäre ja sicherlich schlimm, wenn sie ohne Zugangsdaten auf den Twitter Account zugreifen könnten.

    Ich meinte explizit oben in meinem Beitrag, diverse Webseiten die Twitterdienste anbieten, bei denen man sich AUF der Seite selbst mit seinen Twitterdaten anmelden muss, ohne zu wissen, wer hinter der Seite steht und was diese mit den Zugangsdaten noch machen.
    Das wäre genauso, als wenn jemand auf ner wildfremden Webseite nach meinen Emaildaten fragt. Die gebe ich ja auch nicht weiter.
    Ich gebe ja einem fremden auf der Straße auch nicht meinen Perso und meinen Haustürschlüssel, in der guten Hoffnung, er wird damit nichts anfangen.

  13. Naja. Was Twitter angeht kann ich so gar nicht mitreden. Ich hab bisher noch kein Interesse daran gefunden jedem mitzuteilen wann ich aufs Klo gehe oder ein Stück Schokolade esse. Ich bleibe lieber bei zusammenhängenden Texten mit mehr als 140 Zeichen.

    Und was die Plugins angeht kenne ich mich also auch nicht aus.

    Aber ein Twitter-Account scheint vielen ja nicht so viel Wert zu sein, wie ihr Geld auf der Bank. Verständlich.

    Noch 2 Dinge.
    1. Es gibt sicher Promis, die für sich als Werbung twittern lassen. Ähnlich, wie die Rollen-Blogs von GZSZ ;).
    2. Also ich würde dich als Ketzerin sehen, wenn du ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Gott“ an hast. Früher war alles besser. Im Mittelalter hätte es sowas nicht gegeben xD.

  14. @lordi : Ich nutze es um zum beispiel mein Blog bekannter zu machen und die beiträge dort zu posten.

    Ansonsten nur als unterhaltung ein bisschen.

    @ ricarda : das ist das problem da viele einfach mir ihren daten rumschmeissen als wären die nichts besonderes. Man sollte nicht jedes Plugin installieren, vor allem wenn man wenig versteht was da passiert. Oder wenig erfahrung mit diesem Plugin besteht in der blogwelt.

    Ferner sollte man nicht auf irgendwelchen Seiten seine Daten eingeben, wie eben bei twitterfakeseiten oder seine bankdaten in spammailsachen.

    schade das manche damit nicht so sehr aufpassen wollen.

  15. @Sebastian: Bitte „Lordy“ und nicht „Lordi“, denn mit der finnischen Band hat mein Name nichts gemein.

  16. Ich sach nur: http://i41.tinypic.com/er9y0x.png 😀

  17. @Lordy: Also Twitter ist für mich mit das mächtigste Werkzeug um Leser hier im Blog zu gewinnen. Es geht also nicht darum, jemanden mitzuteilen wann man auf dem klo ist, sondern Nachrichten kurz, prägnant, auf den Punkt gebracht, an seine Follower zu bringen. So erschafft sich jeder sein eigenes kleines Netzwerk und kann sich schnell und unkompliziert über Dinge austauschen. Nirgendwo anders als bei Twitter klicken die Nutzer so bereitwillig auf Links die man ihnen liefert. Das macht es für Blogger zu einem idealen Werkzeug, das Blog an eine große Zielgruppe zu bringen ohne zu spammen.

    @Sebastian: Da hast du auf jeden Fall Recht. Ich teile deine Meinung da auf jeden Fall. Das oftmals angeführte Argument „Ach die Wissen doch eh alles von mir“ finde ich da übrigens auch sehr lahm. Google mag von mit ja vieles Wissen, aber das kann ich nun mal auch nicht verhindern. Aber meine Daten dann ins Netz zu schmeissen, dass irgendwelche kriminellen Machenschaften damit unterstützt werden, von denen ich persönlichen Schaden nehmen kann, das muss dann wirklich nicht sein. Wie oft liest man denn heute schon im Netz von „Internetabzocke“

  18. @Gilly: Du bist der Größte 😀

  19. Sehr ironisch und sehr schön geschrieben. Solche Betrügereien funktionieren auch im realen Leben sehr gut, nur im Internet viel schneller, weil man mehr Möglichkeiten hat dumme Menschen zu finden.

  20. Und bei den Leuten ist die Hemmschwelle im Internet viel geringer. Warum weiß ich allerdings auch nicht. Manche stellen sicher ihren Kopf ab bevor sie den Rechner anstellen 😀

  21. RT @TiiaAurora: http://blogblume.de/blogger-sind-lemminge/ Der Lieblingsartikel meiner Spambots diese Woche

  22. http://blogblume.de/blogger-sind-lemminge/ Der Lieblingsartikel meiner Spambots diese Woche

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