Das ganz normale Chaos

Android-Einsteigersmartphones: LG GT540 Optimus vs. LG P500 Optimus One

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Seit knapp einem Jahr habe ich das LG Optimus GT540 hier liegen und seit kurzem das LG Optimus One. Beides sind Einsteigermodelle von LG und recht preisgünstig. Wer also mit Android beginnen will, aber nicht so viel Geld ausgeben möchte, trifft mit den beiden Handys eine gute Wahl. Da der Wunsch genannt wurde, beide Handys mal miteinander zu vergleichen, werde ich dem gern nachkommen und euch ein bisschen über die Unterschiede aber auch die Gemeinsamkeiten beider Geräte erzählen.

LG GT540 Optimus

Das GT540 Optimus habe ich euch in mehreren Artikeln ja bereits ausführlich vorgestellt.

LG P500 Optimus One

Das P500 Optimus One ist ein sehr kompaktes Smartphone und liegt gut und angenehm in der Hand. Die Rückseite ist matt und gummiert. Dadurch sieht keine Fingerabdrücke auf dem Gehäuse und es rutscht einem nicht schnell aus der Hand. Das Gummi ist bis zu einem gewissen Grad auch stoßdämpfend, auch wenn ich nicht empfehle, dass zu testen. Oben findet sich der Anschluss fürs Headset bzw für einen Kopfhörer. Unten ist eine Micro USB 2.0 Anschlussmöglichkeit, welche sowohl fürs Aufladen als auch für den Datenaustausch zum PC zuständig ist.

Direkte Gegenüberstellung der technischen Details:

Unterschiede:

Auch wenn es auf dem ersten Blick gar nicht so aussieht, die Unterschiede sind gar nicht so zahlreich, wie man vielleicht vermutet. Das Offensichtlichste zuerst. Das Optimus One hat natürlich ein ganz anderes Design als das GT540. Während man beim GT540 jeweils eine „Anruf annehmen“ und „Auflegen“ Taste sowie einen Homebutton findet und die Menü- und Zurücktaste Sensorfelder sind, setzt man bei dem Optimus One komplett auf reale Tasten. Dafür fehlen die „Anruf annehmen“ und „Auflegen“ Tasten komplett, denn diese Steuerung findet ja komplett über das Display statt.

Das Display ist es auch, welches die beiden Geräte unterscheidet. Während das GT540 ein 3“ Display besitzt, ist das des Optimus One mit 3,2′‚ ein wenig größer. Der gravierendste Unterschied ist jedoch die Displayart die bei beiden Handys verwendet wurde. Das GT540 hat ein resistives Display, welches druckempfindlich ist. Dieses Display ist nicht multitouchfähig. Das Optimus One hingegen hat ein kapazitives Display und reagiert auf Berührungen. Zudem ist es somit multitouchfähig. Dies unterstützen einige Apps (Browser, Google Maps, Angry Birds).

Der interne Speicher beider Smartphones ist leicht unterschiedlich. Während das GT540 116MB freien internen Speicher mitbringt, hat das Optimus One 140MB Speicher. Optimus One hat hierbei aber noch einen weiteren Vorteil. Da es mit Android 2.2.2 ausgestattet ist, beherrscht es Apps2SD und somit ist der interne Speicher kaum mehr von Belang, denn beide Handys können mit micro-SD Karten bis 32GB aufgestockt werden. Das GT540 wird seitens LG nur bis Android 2.1 geupdatet. So muss man sich mit dem internen Speicher für Apps zufrieden geben oder selbst Modifikationen vornehmen. Für das LG Optimus One ist ein Update auf Android 2.3 geplant.

Gemeinsamkeiten:

Unter der Haube sind beide Smartphones beinahe identisch. Als CPU haben beide einen 600 MHz Qualcomm MSM7227 und als GPU einen Qualcomm Adreno 200. Auch Kamera- und Videofunktion ist identisch. Die Auflösungen der Displays sind auch gleich, trotz des größeren Displays des One. Die CPU ist auch der Grund, wieso das Optimus One Flash nicht unterstützt. Hier erfüllt es leider nicht die Mindestanforderungen.

Meine Meinung zu beiden Geräten im Vergleich

Auch wenn ich mein GT540 abgöttisch liebe, ist das Optimus One im Vergleich beider Handys das Bessere. LG hat genau an den Punkten geschraubt, die beim GT540 vielleicht zu kritisieren gewesen wären. Das Design gefällt mir dennoch beim GT540 besser. Ich mag eckige Handys einfach lieber als rundeckige.

Trotzdem würde ich jedem Anfänger mit gutem Gewissen das Optimus One als Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphone empfehlen.

Fotos: LG Pressebilder

 

12 Kommentare

  1. Also mir gefällt das „P500 Optimus One“ optisch besser. Das andere wirkt irgendwie klobiger.

    War eine Zeit lang mit dem Gedanken am spielen, von iOS auf Android zu wechseln, weil mir die Beschränkung von Apple (trotz Jailbreak) auf die Nüsse geht.
    Aber das GUI von Android finde ich teilweise grausig, vielen ist das nicht wichtig, aber ich achte da schon irgendwie drauf.
    Vielleicht irre ich mich ja auch.

    • „nicht wichtig“ würde ich vielleicht nicht sagen, aber es ist kein wirklich aussagekräftiges Kriterium. Hübsch ist das Standardandroid nicht, da gebe ich dir recht, aber mit diversen Launcher und Themes, die es gibt, kannst du sie deinen Wünschen nach anpassen. Ich nutze zum Beispiel einen Launcher und mein Android sieht nach allem anderen aus als nach Android 🙂

      Zudem machen die meisten Firmen auch ihre eigene Benutzeroberfläche drüber und es sieht von Firma zu Firma und Modell zu Modell unterschiedlich aus. Aktuell habe ich hier Das Optimus Speed liegen und das unterscheidet sich wieder extrem von den beiden oben behandelten.

      • Stimmt, die Themes kann man wechseln. Daran hatte ich gar nicht gedacht 😉
        Ich muss so ein Ding mal testen.

        So weit ich weiss, kosten die GEräte noch unter 200€, oder?
        Gegen den Preis kann man ja nichts sagen.

        • Die beiden oberen sind, soweit ich weiß, für unter 200€ zu bekommen, da es Einsteigermodelle sind. Du kannst natürlich auch für ein Android noch einiges mehr hinblättern und bekommst dann ein High End Gerät. Aber um mal einen Einblick in Android zu bekommen, reichen die Einsteigergeräte völlig aus.
          Musst dann aber bedenken, dass mit steigender Versionszahl, die Betriebssysteme immer mehr können.

  2. Ich habe das Optimus One neulich mal (unfreiwillig, versteht sich) einem Stoßdämpfungstest unterzogen — Donnerwetter. Aus ca. 50 cm auf Fliesenboden, Abdeckung ab- und Akku rausgeflogen, aber nichts passiert. Nicht mal Kratzer.

    Mein Optimus One kam übrigens ab Werk *nicht* mit Froyo, das mag aber mittlerweile (je nach Händler) anders sein.

    Zum Telefonspeicher findet man unterschiedliche Werte, z.T. ist da von 170 oder 150 MB die Rede — es dürften ca. 150 frei nutzbare MB sein. Damit kann man aber in jedem Fall auskommen, wenn man App2SD fleißig nutzt und ggf. von Apps Abstand nimmt, die sich weigern, auf die SD-Karte umzuziehen.

    • Kommt wahrscheinlich immer drauf an, welche Apps noch ab Werk mitgeliefert werden. Mit Apps2SD muss einem das aber auch keine Sorgen mehr machen. Trotz exzessiven Apps-installierens bin ich nicht mal annähernd an die Grenzen gestoßen.

      • Kommt drauf an, wie man „an die Grenze stoßen“ definiert. Ich war durchaus schon mal auf ca. 30 MB freier Telefonspeicher runter. Der Haken sind Apps wie z.B. TweetDeck, die App2SD verweigern und noch dazu ziemlich kräftig Cache-Daten schreiben – aber da muss man dann eben gelegentlich mal die Cache-Daten löschen.

        • Grenze wäre bei mir, dass das Handy jammert, dass zu viel installiert ist *g* Tweetdeck habe ich auch einige Zeit genutzt, bin jetzt aber zurück zu twicca. Die Listenfunktion brauche ich nicht mehr so dringend und Twicca lässt sich auch auf die SD Karte verschieben.

  3. Mit einer custom Rom kann man auf den GT 540 auch Android 2.3 (mit App2SD usw.) nutzen.
    Auch wenn das dann die Garantie kostet, ist es mir das Risiko Wert. Das Handy ist danach nicht wieder zu erkennen. 😉

    • Ich habe auf meinem GT540 auch ein Custom Rom gehabt, empfehle es aber nicht, weil wie gesagt die Garantie flöten geht und dabei euch einiges passieren kann. Das ist nichts für Anfänger. Nicht dass mich hinterher jemand zur Verantwortung ziehen will. 😉
      Mit frickeln kann man fast alles lösen.

  4. Pingback: /|(;,;)/|

  5. Danke für den tollen Testbericht. Super geschrieben. Jetzt kann ich meiner Schwägerin ein weiteres Handy empfehlen.

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