Das ganz normale Chaos

Gewichtskurve

22 Tage Atkins Achterbahn

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Ich habe euch ja nach einer Woche Atkins einen kleinen Einblick gegeben, wie es bei mir so läuft. Heute ist der 22. Tage Atkins und mir geht es blendend. Ich hatte in dieser Woche meinen ersten „schwachen“ Moment, wo ich Heißhunger auf etwas Süßes bekommen habe. Ich hab die Situation für mich analysiert und gemerkt, dass ich an diesem Tag recht frustriert wegen irgendwas war und dazu auch recht wenig gegessen und getrunken hatte. Diese Kombination ist gefährlich für Leute, die schon immer versucht haben ihren Frust mit Süßem zu beseitigen.

Ich habe es aber durchgestanden und habe auch eine sehr überzeugende Kopfstimme, die mir gesagt hat, wie sinnlos es wäre, sowas großes, was ich gerade durchziehe, für einen Fehltritt zu riskieren. Zumal mir nach dem Süßen sowieso wieder schlecht geworden wäre. Ich also stark geblieben und bin tierisch stolz auf mich.

Was es so gab

Ich habe viel Hühnchen, Paprika, Gurken, Spargel und Tomaten gegessen. Die Sachen habe ich immer massenhaft zuhause und deswegen kann man sie gut in mehrere kleine Mahlzeiten verpacken.

Was ich ausprobiert habe

Die Revolution Rolls habe ich einmal gebacken, was nicht so ganz funktioniert hat. Jedoch habe ich Leinsamen Knäcke gebacken, welche super geworden sind. Das Rezept bekommt ihr dann bald zusammen mit schönen Bildchen.

Was ich noch besser machen muss

Trinken trinken trinken. Ich muss mehr trinken. Zwar trinke ich mit 2-3 Litern schon viel, jedoch würde ich es gern steigern. Wasser regt den Stoffwechsel an und das fördert die Fettverbrennung. Da durch Atkins das Hungergefühl beinahe komplett verschwindet, vergesse ich immer mal wieder was zwischendurch zu essen. Wenn ich dann mein Essenstagebuch nachtrage merke ich meist Abends dass ich zuwenig gegessen habe. Hühnchen ist nicht unbedingt fettreich, weswegen ich vielleicht auf andere Fleischsorten umsteigen sollte, zumal Hühnerbrust nicht mein Lieblingsessen ist.

Was ich erreicht habe

Das Gewicht macht bei mir, wie ich es schon von vorherigen Abnahmen kenne, eine kleine Achterbahn. 3 Schritte vor und 2 zurück. Ich weiß selbst dass diese Schwankungen normal sind und es sich dabei um Wasser handelt, aber man würde ja schon gern stetiges sinken als ein Auf und Ab sehen.

Ich werde in meinem Leben jetzt ein paar Parameter verschieben und dann sehen welchen Einfluss das hat.

Die horizontalen Linien sind 0,5 Kilo Abstände. Es sind jetzt also (von den Wasserschwankungen abgesehen) fast drei Kilo verschwunden. Meinetwegen darf es so weitergehen.

Viele Leute wiegen sich nur einmal die Woche oder einmal im Monat und meinen, tägliches Wiegen sei nicht sinnvoll. Für mich ist das aber immer ein direktes Feedback darauf was ich die Tage vorher gemacht habe. So kann ich mich selbst korrigieren und mein Essen anpassen.

Vielleicht wechsle ich dann aufs wöchentliche Wiegen, wenn ich noch sicherer bin, was meinen Körper und seine Reaktionen betrifft.

Ich weiß nicht, ob euch solche Zusammenfassungen interessieren und wie häufig ihr diese Lesen wollt. Meint ihr einmal im Monat ist ne gute Frequenz? Ich wünsche euch jedenfalls ein schönes Wochenende und würde mich freuen, wenn ihr eure Gedanken in die Kommentare schreibt.

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21 Kommentare

  1. Pingback: TiiaAurora

  2. Machst du Sport?
    Besser kann man nicht Fett verbrennen 😉

    Muss ja nichts „extremes“ sein.
    Zudem steigert es noch das Wohlbefinden und (meiner Meinung nach) den Geist.

    • Ich bin wegen meiner Gelenke stark eingeschränkt was Sport angeht. In näherer Zukunft, werde ich aber versuchen schonend intensiver zu beginnen. Mein Wohlbefinden ist allerdings nicht Steigerungsbedürftig 🙂 Das schafft allein die Ernährung schon. Atkins hat eine gemütsaufhellende und konzentrationssteigernde Wirkung.

  3. Hey 🙂
    also ich lebe im Moment nach dem „Schlank im Schlaf“ Prnzip und bin damit sehr zufrieden, da ich eine kleine Naschkatze bin und nicht komplett auf Süßkram verzichten möchte. Anfangs habe ich mich alle 2 Tage gewogen, habe das jetzt auf 2x die Woche gesenkt, da der Körper ja auch Zeit braucht.

    Wenn du noch mit Sport anfangen möchtest, ist ja Schwimmen zu empfehlen, aber das weist du ja sicherlich selber.

    Ich drücke dir weiterhin die Daumen, dass du dem Heißhunger wiederstehen kannst. 😉

    • Hallo Nadine, das Schlank im Schlaf Buch habe ich hier auch, aber für mich wäre es wahrscheinlich überhaupt nichts. Ich hätte nicht das Durchhaltevermögen morgens süß essen zu dürfen und abends nicht mehr. Ganz darauf zu verzichten ist mir da lieber.
      Ja Schwimmen ist gut, allerdings darf ich nicht in Chlorwasser wegen meiner Haut. (Ua Neurodermitis). Dh ich habe nie schwimmen gelernt und bin auch nie wirklich schwimmen gegangen. Ich werde also was anderes finden müssen 🙂

      • Hoi!
        Hast du vielleicht mal versucht, einen See in der Gegend zu finden, in dem man Schwimmen kann und darf?
        Ich habe zwar kein Problem mit Chlor, mag aber die Schwimmbadatmosphäre nicht sonderlich.
        Da ist es etwas viel schöneres, wenn man nachts seine Bahnen durch eine schwarze Wasserfläche zieht. Oder am Tage die Natur rundherum mit bewundern kann (wenn es kein völlig überlaufener Badesee im Sommer ist).

  4. Pingback: TiiaAurora

  5. Ich kann dich verstehen, ganz verzichten ist viel leichter. Mir kommt das mit den Süßigkeiten ein bisschen vor wie mit dem Rauchen (ich hab nie geraucht, aber gehört dass es so ist ;)): Je länger man ohne durchhält, umso weniger Lust hat man darauf. Sobald man einmal wieder nascht, ist das Verlangen wieder da und man muss wieder echt stark sein zum Verzichten. Ist zumindest bei mir so 😉

    Vom täglichen Wiegen würde ich dir aber auch abraten. Das macht dich irgendwann wahnsinnig, wenn du superdiszipliniert warst und trotzdem 0,5kg mehr wiegst wegen Wasser oder was auch immer. Bei einem Wiegetag in der Woche wirst du auch mit Sicherheit ein stetiges bergab sehen 😉
    Aber das wirst du wahrscheinlich selber noch rausfinden, wenn du dich „eingelebt“ hast.

    Wie viel möchtest du denn abnehmen?

    • Das Süßes in einer gewissen Weise abhängig macht ist wird schon länger vermutet. Deswegen finde ich den Verzicht jetzt auch gar nicht so tragisch. Zumal ich das Zeug ja auch gar nicht kaufe und deswegen nicht täglich damit konfrontiert werde.
      Das tägliche Wiegen ist für mich schon ein Ansporn und eine Bestätigung und natürlich ist man ja auch neugierig. So sehe ich auch besser, wie mein Körper sich verhält und wie er auf Wassereinlagerungen reagiert. So wusste ich anhand meiner Kurve heute zB schon, dass mein Gewicht heruntergeht und ich hatte recht 🙂
      Genauso vermute ich dann, dass es Anfang der Woche wieder etwas hochgehen wird.
      Gewichtsabnahmen selbst betrachte ich aber immer zusammengefasst auf eine Woche, bzw rechne sie zusammen und schaue mir an wie viel ich pro Woche durchschnittlich abgenommen habe, weil es täglich wenig aussagefähig ist.
      Abnehmen möchte ich noch mindestens 20 Kilo. Also kein so großes Unterfangen. Ich hatte ja auch schon vor 2 Jahren viel abgenommen und konnte das gut halten. Das ist jetzt quasi Schritt 2 🙂 Dann bin ich zufrieden.
      Ich kenne Leute, die geschafft haben, über 50 Kilo abzunehmen und habe deren Abnahme mitverfolgt. Sowas motiviert mich auch ungemein.

  6. Wow, 20 Kilo :O Das ist schon viel, finde ich. Sieht man dir auch nicht an, dass du das „nötig hast“. Aber gut, Gesichtsfotos sind auch nicht so aussagekräftig, ich durfte mir damals auch anhören „brauchst du doch gar nicht“, aber man lädt ja auch keine Fotos hoch die schrecklich unvorteilhaft sind 😉
    Ich drück dir jedenfalls die Daumen und wünsche dir viel Durchhaltevermögen 🙂

    • Ich glaube egal welches Gewicht man hat, man wird immer hören, dass mans nicht nötig hat und die Leute sagen einem „Wir mögen dich doch so wie du bist“ aber in den meisten Fällen gehts ja darum, dass man sich selbst wohlfühlt und sich selbst wieder in Spiegel anschauen mag.

      • Also ich kann jetzt natürlich nur von mir aus sprechen:
        Klar sagt man „jeder Mensch muss so leben, wie er es will und sich wohlfühlt“.
        Aber seien wir mal ehrlich (auch zu uns selbst). Wenn man stark abgenommen hat, dann ist man schon ein wenig stolz. Man merkt schon, dass es nicht nur viel gesünder ist, sondern auch eine viel entspanntere „Lebensform“ ist.

        D.h. man achtet vielleicht nicht mehr bei Fotos darauf, ob man den Bauch sieht, man braucht seine Backen nicht mehr ein wenig einziehen, damit man schlanker aussieht etc. und so weiter. 😉 😉

        p.s: jetzt trage ich auch im Schwimmbad wieder eine „echte“ Bdehose und nicht so komische Bermudas, die auch oftmals zur optischen Täuschung dienten 😉

  7. Hey Ricarda,
    ich find das echt bewundernswert wie toll du das durchziehst! Ich dagegen bin nicht so diszpiliniert, das seh ich auch an meiner Nicht-Abnahme! -.-
    Das mit den Wassereinlagerungen und das dadurch das Gewicht wieder steigt, wusst ich gar nicht. Und ich hab mich immer ganz mies gefühlt, wenn da wieder mehr drauf war! Ist also gar nicht sooo schlimm!^^
    Ich bin für einen 2-wöchigen Report von dir. Ich mag deine Zusammenfassung super gerne lesen, weil mich das dann wieder motiviert! ;p
    20 Kilo wären auch bei mir toll, damit ich mal wieder im „Normal-Gewicht“ lande! =/

    • Bis zu zwei Kilo Wassereinlagerungen sind normal. Die kommen bei mir von KH reichem Essen oder falschem Essen. Danach fühle ich mich einfach aufgedunsen und verquollen.
      Manchmal können Wassereinlagerungen auch hormonelle Gründe haben. Deswegen mache ich mir da keine großen Gedanken. Es gibt einige Lebensmittel und Tees die entwässernd wirken.

  8. Ich finde Deine Zusammenfassungen wirklich toll und würde so was gerne öfters lesen. Es gibt mir z.B. auch etwas Motivation, meinen inneren Schweinehund über Board zu werfen und doch etwas „strikter“ zu werden. Seit einiger Zeit klappt es bei mir ganz gut unter der Woche, aber am Wochenende wieder nicht, womit dann die Erfolge der Woche wieder dahin sind… 🙁

    • Mir hilft es an den Wochenenden, wenn ich sie durchplane. Das heißt ich weiß vorher schon was ich genau esse. Ich plane aber auch immer kleine Snacks ein, zB kleine Salamiwürstchen oder ein Glas Bockwürstchen oder Spargel.
      Die Würstchen haben genug Fett um mich bis zur nächsten Mahlzeit genug zu sättigen.

  9. Wow super… deine Zusammenfassungen find ich genial… also weiter so 😀

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