Das ganz normale Chaos

10 wichtige Punkte um Web 2.0 zu sein

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Web 2.0 ist hip. Jeder möchte Web 2.0 sein! Aber wie ist man Web 2.0? Hier die ultimative Checkliste für eure Web 2.0 Webseite!

  1. Such dir einen coolen Namen! Wichtig: Verzichte weitestgehend auf Vokale. Besonders am Ende des Namens. Dann hält dich jeder für den Web 2.0 Checkr. Bedenkst du diesen Schritt nicht, hält dich jeder für den Web 2.0 Losr.
  2. Plane die Farben deiner Webseite. Du hast die Möglichkeit zwischen einigen Variationen. Bonbonfarben kommen IMMER gut an, aber auch komplett weiß ohne ersichtliche Struktur lässt dich Web 2.0 erscheinen. Geheimtipp: Knallpink!
  3. Keine Ecken. Deine Webseite muss so rund sein, wie die Kanten des Küchentischs eines Kleinkinderhaushaltes. Spitze Ecken sind ein absolutes Tabu.
  4. Lass deine Leser alles kommentieren. Egal was. Interaktivität ist hip! Kommentieren deine Leser nicht oder hast du keine Leser, kommentiere selbst mit einem fremden Namen und finde alles total toll. Vergiss nicht das Wort “Interaktivität” in deinen Titel einzubauen um jeden darauf aufmerksam zu machen, wie interaktiv du bist.
  5. Biete deinen Besuchern die Möglichkeit, sich zu registrieren. Biete ihnen unglaubliche Features, die du, wenn sich genügend angemeldet haben, kostenpflichtig machst. Das ganze nennst du “Pro-Account”.
  6. Such dir ein süßes Logo. Passend zu deinem bonbonfarbenen Design. Süße kleine vektorgegrafikte Tiere in schrillen Farben sind sehr beliebt.
  7. Gib deinen Besuchern die Möglichkeit, andere Besucher als “Freund” zu adden. Dabei ist es völlig egal ob sich die Besucher kennen. Prämiere Freundesammler. Biete jedem Besuchern ein Gästebuch wo kleine Ascii-Bilder unter “Freunden” ausgetauscht werden können. Jeder freut sich doch über eine persönliche Nachricht.
  8. Werde mit deinen Pro-Accounts reich.
  9. Falle durch einen Skandal auf. Auch negative Presse ist Presse! Am ehesten eignen sich Datenschutzskandale.
  10. Verkaufe deine Seite an Yahoo, Google oder RTL

Mit diesen Tipps werdet ihr sicher 100% Web 2.0 sein. Sollte es mit dem Erfolg dann mal hapern. Fangt einfach von vorn an. Das ist das tolle am Web 2.0. Es ist so schnelllebig, dass sich morgen sowieso niemand mehr an euch erinnert.

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4 Kommentare

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  3. Das trifft den Nagel mal sowas von auf den Kopf 😀 Einfach genial!

    Vielleicht sollte man noch beachten, dass der eigene Web 2.0-Service von Zeit zu Zeit mal hoffnungslos überlastet sein sollte und darauf auch mit entsprechend unübersehbarer Seite hinweist.

    Soll schließlich jeder sehen, dass alle den Dienst nutzen wollen, weil er so „Hip“ ist und daher die Kapazitäten am Limit arbeiten 😉

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